Poetisches Labor des Alltags. Lektüren aus dem Tagebuch "Kolberger Hefte"
Poetisches Labor des Alltags. Lektüren aus dem Tagebuch "Kolberger Hefte"
Magdalena Bieniasz
Die Initiative zur Übersetzung von Fragmenten aus dem Tagebuch Henryk Bereskas wird im Rahmen der Workshops des Übersetzungswissenschaftlichen Studierendenkreises der Germanistik am Institut für Germanische Philologie der Universität Wrocław realisiert.
Ziel der Auswahl der übersetzten Fragmente der "Kolberger Hefte" war es, auf die literarische – nicht dokumentarische – Dimension von Bereskas Aufzeichnungen hinzuweisen und das Tagebuch als Raum der Autokreation sowie der poetischen Reflexion über den Alltag eines Übersetzers und Dichters zu präsentieren.
Das Tagebuch "Kolberger Hefte" ist nicht lediglich ein Protokoll von Erfahrungen, sondern ein autonomes "poetisches Laboratorium", in dem sich die Lebensrollen Henryk Bereskas herausbilden: als Leser, Übersetzer, Dichter sowie als Beobachter von Welt und Natur. Jede dieser Figuren erscheint als Bestandteil eines dynamischen, fragmentarischen Selbstporträts.
Fachliche Betreuung: dr Magdalena Bieniasz, Lehrstuhl für Translatorik und Glottodidaktik an der Universität Wrocław.
*Zitat: Henryk Bereska, "Kolberger Hefte", S. 215.