Erinnern und neu lesen: Im Gespräch mit Prof. Ines Geipel über Henryk Bereska, Übersetzer und Autor im deutsch-polnischen Dialog
Erinnern und neu lesen: Im Gespräch mit Prof. Ines Geipel über Henryk Bereska, Übersetzer und Autor im deutsch-polnischen Dialog
31. Mai um 18:00 Uhr
Friedenskirche in Frankfurt (Oder)
Wir laden zu einem öffentlichen Gespräch über Henryk Bereska und seine „Kolberger Hefte“ ein. Zu Gast ist Prof. Ines Geipel, Schriftstellerin und Professorin für Verskunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
Ines Geipel hat sich wissenschaftlich und publizistisch intensiv mit „verfemter“ Literatur der DDR auseinandergesetzt. Gemeinsam mit Joachim Walther gab sie die Edition „Die Verschwiegene Bibliothek“ heraus – eine Reihe, in der Texte von Autorinnen und Autoren veröffentlicht wurden, die in der DDR nicht erscheinen durften oder aus dem offiziellen Literaturbetrieb ausgeschlossen waren. So wurden literarische Stimmen wieder zugänglich gemacht, die lange marginalisiert oder verdrängt waren.
In diesem Zusammenhang erschien auch eine Ausgabe der „Kolberger Hefte“, der Tagebücher von Henryk Bereska (1926–2005), mit einem Nachwort von Ines Geipel. Bereska war Lyriker, Prosaautor und einer der wichtigsten Übersetzer polnischer Literatur ins Deutsche. Seine Arbeit prägte den deutsch-polnischen Literaturtransfer über Jahrzehnte hinweg. Die „Kolberger Hefte“ geben Einblick in sein Schreiben, seine Selbstverortung als Übersetzer und Autor sowie in die kulturellen Rahmenbedingungen seines Wirkens.
Das Gespräch eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf Bereskas Werk und dessen editorische und literaturgeschichtliche Einordnung.
Die Veranstaltung ist offen und kostenfrei.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Oekumenischen Europa-Centrum Frankfurt (Oder) e.V. organisiert. Zugleich ist sie der öffentliche Auftakt des studentischen Workshops „Literaturübersetzung im deutsch-polnischen Kulturdialog. Henryk Bereska und die Rezeption seines literarischen und übersetzerischen Werks“, an dem Studierende und Lehrende aus insgesamt 11 deutschen und polnischen Universitäten teilnehmen.