"Freude am Schreiben / Freude am Fotografieren. Wisława Szymborska in Fotografie von Joanna Helander"

Beschreibung

Szymborskax4b.©Joanna Helander 4

15.11.-15.12. 2023
Ort: Hauptgebäude, Europa-Universität Viadrina, Große Scharrnstr. 59, Frankfurt (Oder)

Im Dezember 1996 beehrte Wisława Szymborska Schweden mit ihrem Besuch. Die Krakauer Dichterin kam nach Stockholm, um den Literaturnobelpreis entgegenzunehmen. Begleitet wurde sie in der schwedischen Hauptstadt von Freunden der Dichterin - einer Gruppe sehr guter polnischer Dichter und Dichterinnen, Literaturkritiker und Verleger, die sowohl Erfahrung mit dem freien Markt haben, mit dem sie gut zurechtkommen, als auch eine Vergangenheit als Untergrundverleger. Diese Leute, die zu meiner Generation gehören, sind auch meine Freunde.

Während einer sehr intensiven Woche bot Stockholm der polnischen Delegation viele Höhepunkte, sowohl feierliche als auch weniger formelle. Wie diese Ausstellung zeigt, "war der Fotograf dabei". Aber der Fotograf war auch bei vielen anderen Gelegenheiten dabei. Ich ziehe "die Lächerlichkeit des Fotografierens der Lächerlichkeit des Nichtfotografierens vor" und "ich halte mich daran fest wie an einem rettenden Geländer", um es mit den Worten unserer Dichterin zu sagen. Die Fotografie ist nicht nur eine Leidenschaft, sondern auch ein Beruf, dem ich mehr als die Hälfte meines Lebens gewidmet habe. Ein Leben, das ich mit Freude zwischen Polen und Schweden verbringe.

*Joanna Helander, aus der Einleitung zum Buch "Gdyby ta Polka była w Szwecji"

Termine

Austellungseröffnung

16. November, 18:00 Uhr
Senatsaal (HG 109) Hauptgebäude der Universität Viadrina, Große Scharrnstr. 59, Frankfurt (Oder)

Info

Joanna Helander - Fotografin, Dokumentarfilmerin, Autorin und Übersetzerin. Sie ist eine bekannte Dokumentarfilmerin des Alltagslebens in der Volksrepublik Polen und Autorin von Film- und Fotoporträts polnischer und schwedischer Kulturschaffender. Sie studierte Romanistik an der Jagiellonen-Universität, wo sie sich 1968 aktiv an der demokratischen Opposition beteiligte. 1971 emigrierte sie nach Schweden, wo sie ihr Studium der Fotografie abschloss. 1978 veröffentlichte sie ihr erstes Fotoalbum "Frau", das nur auf Schwedisch erschien. 1983 erhielt sie den renommierten Preis Schwedische Fotografin des Jahres. Zusammen mit Bo Persson übersetzte sie die Gedichte der Dichter der so genannten Neuen Welle, und 1994 erschien ein Gedichtband von Ryszard Krynicki, Planet Phantasmagoria, mit ihren Fotografien. 1999 veröffentlichte sie in polnischer und schwedischer Sprache das Buch "Wenn diese Polin hier bei uns wäre" über den Nobelpreis für Wisława Szymborska. Zusammen mit Bo Persson drehte sie die preisgekrönten Dokumentarfilme "Der Theater des achten Tages", "Rückkehr", "Waltz with Miłosz" sowie Diashows wie "Wenn diese Polin in Schweden wäre". In dem Spielfilm "Watching the Moon at Night, über Terrorismus und Antisemitismus", liest Wisława Szymborska ihre Gedichte. Helander lebt und arbeitet in Göteborg und Krakau.

Die Ausstellung wude von der Wisława-Szymborska-Stiftung ausgeliehen.
Finanzierung: Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung und Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit
Kooperation: Viadrina Center of Polish and Ukrainian Studies, Zakład Translatoryki i Glottodydaktyki - Universität Wrocław

Karl Dedecius Stiftung

Dr. Ilona Czechowska

Dr. Małgorzata Szajbel-Keck
HG 262
☏ +49 335 5534 3214
kds@europa-uni.de