"Liebe Frau Curie" – "Cher Monsieur Einstein". Eine Freundschaft gespiegelt in Briefen

Frankfurt (Oder), 

Was schreiben sich zwei Menschen, deren Namen heute wie kaum andere für Wissenschaft stehen? Marie Skłodowska-Curie und Albert Einstein sprachen in ihren Briefen keineswegs nur über Physik. Sie schrieben über Reisen und Familie, über Kolleg*innen und gemeinsame Bekannte, über Politik und ein Europa im Umbruch – und sie standen einander in schwierigen Momenten bei.

Bei unserem Gespräch mit Dr. Ewa Łabno-Falęcka, Initiatorin der bibliophilen Edition des Briefwechsels, näherten wir uns den beiden deshalb einmal nicht als Ikonen der Wissenschaft, sondern als Marie und Albert. Wie wurde aus gegenseitiger wissenschaftlicher Hochachtung eine Freundschaft? Warum schrieb Einstein 1911 einen so leidenschaftlichen Brief, als Skłodowska-Curie öffentlich angegriffen wurde? Und warum widersprach sie ihm Jahre später so entschieden, als er sich aus der internationalen Zusammenarbeit der Wissenschaft zurückziehen wollte?

Dabei entstand das Bild zweier sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten, die dennoch etwas Wesentliches verband: die Überzeugung, dass Wissenschaft nicht losgelöst von der Gesellschaft existiert. Die Briefe erzählen damit zugleich von Freundschaft, Verantwortung und von ihrer Zeit – und machen neugierig darauf, sie selbst zu lesen.

Die Briefedition "Marie Skłodowska-Curie · Albert Einstein. Briefe /1911–1932/" ist sowohl in der deutschen als auch in der polnischen Fassung in der Universitätsbibliothek der Viadrina verfügbar. Beide Ausgaben können dort eingesehen und ausgeliehen werden.

Mehr über Veranstaltung hier.

Einen ausführlicheren Rückblick mit Bildern gibt es im Newsblog der Europa-Universität Viadrina.

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