Dr. Vanessa Lara Ullrich
Vanessa Ullrich
European University Viadrina
Academic Staff Member an der Kulturwissenschaftlichen FakultätWintersemester 2026/2027
Kämpfe um Kunst in Europa: Protestbewegungen und ihre Ästhetik
3/6/9 ECTS
Leistungsnachweis: Hausarbeit
Startdatum: 12.10.2026
Zeit: Mo, 14:15 – 15:45
Raum: GD 04 (Bestuhlung lose / 30 +1 Plätze)
Tanzperformances im Rahmen feministischer Streiks, Kartoffelbreiwürfe auf berühmte Gemälde durch Klimaaktivist*innen, Auseinandersetzungen um die Berlinale im Kontext der Palästina-Proteste oder die Instrumentalisierung von KI-generierten Bildern und Videos durch rechte Bewegungen: Kunst ist längst wieder zu einem politischen Kampffeld in Europa geworden. Rechte wie linke Bewegungen nutzen ästhetische Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und politische Deutungsmacht zu erringen. Das Seminar geht der Frage nach, ob Kunst heute ein emanzipatorisches Mittel politischen Protests sein kann, oder ob sie regressiv zu werden droht. Wir nähern uns dieser Frage zunächst über die philosophische Debatte, ob Kunst einem politischen Zweck dienen sollte, oder ob gerade ihre Autonomie ihre politische Kraft ausmacht (Block 1). In einem zweiten Schritt, analysieren wir, unter welchen Bedingungen Kunst progressiv sein kann, und wann sie in kapitalistischen Verhältnissen in Ideologie abgleitet (Block 2). Schließlich richten wir unseren analytischen Fokus auf soziale Bewegungen in Europa, ihre Aneignung von Kunst sowie ihre eigenen ästhetischen Praktiken. Wir analysieren konkrete Beispiele aus progressiven Bewegungen im Bereich Klima und Migration (Block 3) sowie aus heutigen rechten Bewegungen mit Fokus auf deren Nutzung von KI und digitalen Plattformen (Block 4). Neben der Lektüre zentraler Texte arbeiten wir mit aktuellen Fallstudien, diskutieren Kunstwerke und Performances und erproben kreative Formate wie die gemeinsame Analyse von Bildern, Videos oder Ausstellungen.
Grenzen der Demokratie: Migrationspolitik in der Europäischen Union
6 ECTS
Leistungsnachweis: Klausur
Startdatum: 13.10.2026
Zeit: Di, 11:15 – 12:45
Raum: AM 203 (Bestuhlung lose - U-Form/ 18 +1 Plätze)
Das Seminar nähert sich politischen Akteuren und Entscheidungsprozessen in der Europäischen Union am Beispiel der Migrationspolitik. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie migrationspolitische Entscheidungen auf europäischer Ebene zustande kommen, welche Akteure sie prägen und von welchen Konflikten sie bestimmt sind. Zugleich eröffnet die Auseinandersetzung mit der Migrationspolitik Perspektiven auf weiterführende Fragen nach Demokratie und wachsendem Autoritarismus in der Europäischen Union. Das Seminar lebt von abwechslungsreichen Formaten und Einblicken in die politische Praxis. Dazu werden wir regelmäßig „Stimmen aus der Praxis“ hören und mit ausgewählten Vertreter*innen von Schlüsselinstitutionen auf verschiedenen politischen Ebenen – darunter Bundesministerien und NGOs – diskutieren. So erhalten die Studierenden unmittelbare Einblicke in konkrete Herausforderungen, politische Aushandlungsprozesse und Entscheidungsabläufe.
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