„Sie haben es geschafft und darauf können Sie stolz sein!“ – Viadrina feiert ihre Alumni am Graduation Day
Am 27. Juni 2026 war Graduation Day an der Viadrina: Mehr als 200 Graduierte aller drei Fakultäten und der European New School of Digital Studies (ENS) erhielten ihre Zeugnisse, darunter Bachelor- und Masterabsolvent*innen sowie Doktorand*innen. Präsident und Dekane gratulierten bei den feierlichen Zeugnisübergaben, erinnerten aber auch an die gesellschaftliche Verantwortung der Absolvent*innen. Die Graduierten hoben in ihren Reden das Besondere am Viadrina-Studium hervor.
„Sie haben es geschafft. Sie haben die Ziele erreicht, die Sie sich gesetzt haben, und darauf können Sie wahrlich stolz sein. Auch wir als Universität sind stolz auf Sie“, gratulierte Viadrina-Präsident Prof. Dr. Eduard Mühle den Alumni in seinen Grußworten bei den Feiern der drei Fakultäten.
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät und ENS eröffnen den Graduation Day
Pünktlich um 15 Uhr begann die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, die ihre Feier gemeinsam mit der European New School im Audimax ausrichtete. Insgesamt 129 Graduierte zogen bei feierlicher Livemusik mit persönlicher Note – es spielten Fakultätsgeschäftsführer Ingo Trenkmann am Piano, begleitet von seinem Kollegen Dr. Tom Vogel an der Posaune – in den bis auf den letzten Platz besetzten Saal ein; – viele von ihnen in festlicher Robe. Dekan Prof. Dr. Karl Keiber gratulierte im Namen der gesamten Fakultät und appellierte: „Keep the good memories! – Sie haben in Ihrem Studium in Frankfurt (Oder) die ganze Welt kennengelernt und hoffentlich Freunde für das Leben gefunden. Glauben Sie mir, das ist das Wichtigste. Bleiben Sie ambitioniert und vergessen Sie nie Ihre akademischen Wurzeln!“ Prof. Dr. Lauri Wessel, Studiengangsleiter des Master of Digital Entrepreneurship, ergänzte: „We are proud to have every single one of you!“
Zusätzlich vergab die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät zwei Teaching Awards an Dr. Okan Dükkanci und Alexandra Kudjawu, die in den Bereichen Business Informatics & Operations Research und Statistik lehren.
Geschafft, gefeiert, verbunden
Juristische Fakultät feiert erfolgreichen Kraftakt
Bei der Feier der Juristischen Fakultät herrschte ebenfalls festliche Stimmung und große Erleichterung über den bewältigten Kraftakt, das erste Staatsexamen oder das deutsch-polnische Jurastudium erfolgreich absolviert zu haben. In diesem Sinne mahnte Dekan Prof. Dr. Benjamin Lahusen mit zwinkerndem Auge und ernstem Kern die Graduierten, die Feier und den Tag heute zu genießen und am morgigen Sonntag zu ruhen. – „Aber für Montagfrüh, da stellen Sie sich den Wecker, und mit allem, was Sie gelernt haben, sorgen Sie dafür, dass unsere Welt, die doch eigentlich sehr schön ist, ein schöner Ort bleibt, dass es diesen im Großen und Ganzen doch gut funktionierenden Rechtsstaat auch weiterhin gibt und dass diese Demokratie, in der wir leben, und die die beste ist, die wir je hatten in diesem Land, nicht aus Versehen einschläft.“
Emely Strobel und Luca Jung, die stellvertretend für die Alumni der Ersten Juristischen Prüfung sprachen, ließen die Herausforderungen ihres Studiums, das sie zum Teil auch zu Corona-Zeiten absolvieren mussten, Revue passieren: „Hinter jedem Platz in diesem Saal stehen lange Tage in der Bibliothek, Lerngruppen, Karteikarten, Klausurenkurse, Nervenzusammenbrüche kurz vor Abgabefristen und Examensvorbereitungen, die sich manchmal eher wie ein Langstreckenlauf ohne Ziellinie angefühlt haben. (…) Und das alles für ein Stück Papier. Doch genau auf dieses dürfen wir heute stolz sein. – Nicht nur diejenigen, die besonders gute Noten erzielt haben. Sondern jede und jeder Einzelne in diesem Raum. Denn das erste Staatsexamen verlangt Ausdauer, Disziplin und die Bereitschaft, immer wieder weiterzumachen. Und genau das haben wir alle getan“, resümierte Emely Strobel. Ihr Kommilitone Luca Jung dankte Freund*innen und Familien, aber auch der Fakultät für die individuelle und persönliche Unterstützung und Begleitung im Studium: „Wir hatten kurze Wege, eine persönliche Atmosphäre und einen unkomplizierten Zugang zu unseren Lehrenden. Alle Fragen konnten gestellt werden, alle Gespräche konnten geführt werden, Unterstützung war erreichbar. Diese Nähe ist keineswegs selbstverständlich und hat unser Studium entscheidend geprägt.“
Der Verein zur Förderung von Rechtswissenschaft und Rechtspraxis in Frankfurt (Oder) e.V. verlieh den Joachim-Georg-Darjes-Preis für die beste Promotion an Dr. Dela Kienast („Frontex’ Verantwortlichkeit für Push-Backs an den Außengrenzen der Europäischen Union“).
Kulturwissenschaftliche Fakultät würdigt gesellschaftliche Verantwortung
Im Logensaal ehrte die Kulturwissenschaftliche Fakultät ihre Absolvent*innen. Dekan Prof. Dr. Timm Beichelt hob die bedeutende Rolle der Graduierten seiner Fakultät für die Gesellschaft hervor: „Sie sind die Schnittstellenbauer, die unsere Gesellschaft braucht, um nicht noch weiter in Echoräume zu zerfallen. Sie sind Übersetzer*innen, die vermitteln können, dass Europa nicht der Nabel der Welt ist, aber ein Ort, an dem um Grundwerte gekämpft wird.“ Das alles sei nicht einfach und nicht leicht; aber wenn es das wäre, bräuchte es auch kein Studium dafür. „Ich verneige mich vor Ihrer Leistung, Ihrer Ausdauer und Ihrem Intellekt“, gratulierte der Dekan.
Die Graduiertenrede für die Bachelor-Studierenden hielt Theodor Brandt, der auch mit dem Preis für die beste Bachelorarbeit ausgezeichnet wurde. Er resümierte sein Studium: „Ich habe die Zeit des Bachelorstudiums als Zeit des intensiven Lernens empfunden. Grade die Kulturwissenschaften haben mir ermöglicht, nicht nur über mich selbst, sondern auch etwas über andere Menschen und Kulturen zu lernen.“
Vanessa Czerwionka, die den Preis für die beste Masterarbeit erhielt, hob hervor: „Besonders beeindruckt haben mich die sehr kompetenten Lehrkräfte, die die Thematiken in den Seminaren durch theoretische und empirische Methoden auf hohem Niveau vermittelten. Auch die kleinen Seminargrößen sorgten dafür, dass man sich viel intensiver mit den Themen auseinandersetzen konnte. Ich mochte die teils freundschaftliche Ebene, auf der sich die Lehrkräfte mit den Studierenden befanden, sodass eine schöne und produktive Atmosphäre entstand.“
Die Kulturwissenschaftliche Fakultät kürte Theodor Nepomuk Brandt mit dem Preis für die beste Bachelorarbeit („Kreative Lernmethoden zur Förderung von Literalität in den Grundbildungszentren der VHS Frankfurt (Oder) und der VHS Potsdam. Eine Untersuchung von Methoden und Unterrichtspraxis“).
Vanessa Czerwionka wurde mit dem Preis für die beste Masterarbeit („Restriktive Maßnahmen in der Grundsicherung (2015-2025). Eine vergleichende Betrachtung europäischer Wohlfahrtsstaaten mithilfe der fuzzy-set QCA“) geehrt.
Anstoßen im Kühlen statt Open-Air-Fest bei Extremhitze
Wegen der angekündigten Extremhitze von rund 40 Grad Celsius hatte das anschließende gemeinsame Open-Air-Fest aller drei Fakultäten und der ENS auf dem Campusplatz abgesagt werden müssen. Stattdessen stießen die Graduierten mit ihren Familien und Freund*innen im Anschluss an die feierlichen Zeugnisübergaben in den etwas kühleren Gebäuden der Viadrina an.
Bildergalerien vom Graduation Day 2026
Michaela Grün
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