„Die Viadrina war nie nur eine Universität, sie war auch ein Zuhause“ – Interview mit Julia Szuleta

Frankfurt (Oder) / Słubice, 

Julia Szuleta studiert German and Polish Law an der Viadrina und engagiert sich in verschiedenen Initiativen. Im Interview spricht sie über ihre Arbeit im Erasmus Student Network (ESN), in der European Law Students' Association (ELSA) und als Mitarbeiterin in der Abteilung für Chancengleichheit. Ihr Rat an zukünftige Studierende: „Nutzt jede Chance, die sich euch bietet!"

Was hat dich ursprünglich dazu gebracht, German and Polish Law an der Viadrina zu studieren?

Ich komme ursprünglich aus einer kleinen Stadt in Polen und habe meinen Weg an der Viadrina mit einem einjährigen Deutsch-Intensivkurs begonnen. Dieses Jahr hat sich für mich als eine der besten Erfahrungen herausgestellt. Plötzlich fand ich mich in einem sehr internationalen Umfeld wieder, ganz anders als ich es gewohnt war. Es brachte mich aus meiner Komfortzone heraus, half mir, offener für neue Menschen zu werden, und lehrte mich, mich an neue Situationen anzupassen. Diese Erfahrung hat mich motiviert, weiter zu gehen, und war der Beginn meiner akademischen Reise an der Viadrina.

 

Wie hast du dich im Unileben engagiert und was war deine Motivation, dich einzubringen?

Nach meinem ersten Jahr wurde ich Tutorin, weil ich unbedingt neue Austauschstudis unterstützen wollte. Ich habe mich daran erinnert, wie es ist, in einem neuen Land anzukommen, und ich wollte für andere in der gleichen Situation da sein. Damals trat ich dem ESN (Erasmus Student Network) bei. Als Mitglied von ESN konnte ich internationale Studierende aktiv unterstützen und mehr Verantwortung übernehmen. Mit der Zeit wurde ich Leiterin des Bereichs Incomings und Tutoring; dadurch bin ich sowohl persönlich als auch beruflich gewachsen.

Später wurdest du Präsidentin von ESN Frankfurt (Oder). Was hast du aus dieser Erfahrung mitgenommen?

Das war eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich habe dabei viel über Organisation, Führung und Teamarbeit gelernt. Gleichzeitig musste ich lernen, wie ich mein Studium, mein Privatleben und meine Aufgaben in der Organisation unter einen Hut bringen kann. Dadurch habe ich wichtige Soft Skills entwickelt und Sicherheit im Umgang mit Menschen und Projekten gewonnen.


Du warst auch bei ELSA aktiv. Welche Rolle hat das für deine Entwicklung gespielt?

Als Jurastudentin war ich sehr daran interessiert, der European Law Students' Association ELSA beizutreten. Ich wurde zunächst Mitglied und übernahm später als Director for Board Management mehr Verantwortung. Durch ELSA konnte ich meine organisatorischen und kommunikativen Fähigkeiten weiter ausbauen. Gemeinsam mit dem Team haben wir Frankfurt (Oder) auf nationalen und internationalen Veranstaltungen vertreten, unter anderem in Passau und Brüssel. Diese Erfahrungen waren unglaublich bereichernd und haben meinen Blick über die Universität hinaus erweitert.


Du hast auch an der Universität gearbeitet. Welche Einblicke hast du dadurch bekommen?

Ich habe als studentische Hilfskraft in der Abteilung für Chancengleichheit gearbeitet, was eine sehr sinnvolle Erfahrung war. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, die Arbeitsweise der Universität von innen zu sehen. Teil des Systems zu sein und als Studentin einen Beitrag zu leisten, hat mir das Gefühl gegeben, dass ich das universitäre Umfeld aktiv mitgestalten kann. Das hat meinem Studium eine völlig neue Dimension verliehen.

Was bedeutet die Viadrina für dich persönlich?

Für mich war die Viadrina nie nur eine Universität, sie war ein Zuhause. Ich hatte die Möglichkeit, Menschen aus der ganzen Welt zu treffen, mich willkommen zu fühlen und wirklich dazuzugehören. Ich habe gelernt, mit anderen zu kommunizieren, mein akademisches und persönliches Leben in Einklang zu bringen und mir selbst treu zu bleiben.


Wie haben die Erfahrungen an der Viadrina deine Zukunftsaussichten beeinflusst?

Die Viadrina hat mich motiviert, höhere Ziele zu verfolgen und mich weiterzuentwickeln. Die Erfahrungen, die ich hier sowohl akademisch als auch persönlich gemacht habe, haben meine Denkweise geprägt und mich ermutigt, weiter zu wachsen.

Was würdest du jemandem sagen, der über ein Studium an der Viadrina nachdenkt?

Kommt her, erlebt die internationale Atmosphäre, lernt neue Leute kennen und nutzt jede Gelegenheit, die sich euch bietet! Ich kann ein Studium an der Viadrina wirklich empfehlen. Ihr werdet euch willkommen fühlen und vielleicht wird es für euch ein zweites Zuhause, so wie für mich.

Das Interview mit Julia Szuleta ist Teil einer Serie, die von den ERUA Student Engagement Coaches initiiert wurde. Das Arbeitspaket „Studentisches Engagement“ innerhalb der European Reform University Alliance (ERUA) spielt eine zentrale Rolle bei der Förderung einer aktiven und partizipativen Universitätskultur. Die Viadrina leitet dieses Arbeitspaket innerhalb der Allianz.

Die Student Engagement Coaches an der Viadrina werden durch das Programm „European University Networks (EUN) - Nationale Initiative“ des DAAD gefördert.

In dieser Reihe wurden bereits folgende Artikel veröffentlicht:

Saliqa Parveen

Mehr über ERUA an der Viadrina

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