Shortlist für den Karl-Dedecius-Preis 2026 auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurde am 20. März 2026 im Polnischen Institut Berlin, Filiale Leipzig, die Shortlist für den Karl-Dedecius-Preis 2026 bekannt gegeben. Dr. Andrzej Kaluza (Deutsches Polen-Institut Darmstadt), Natalia Prüfer (Blog „Buch czyli książka“) und Lothar Quinkenstein präsentierten die nominierten Übersetzer*innen und ihre Arbeiten.
Der Karl-Dedecius-Preis, der seit 2003 vergeben wird, erscheint in seiner aktuellen Ausgabe mit einer konzeptionellen Neuausrichtung: Eine deutsch-polnische Jury beobachtet kontinuierlich die Buchmärkte beider Länder und wählt Übersetzungen aus den vergangenen zwei Jahren aus, die in besonderer Weise zur literarischen Vermittlung zwischen den Kulturen beitragen.
Nominiert sind in der Kategorie Übersetzungen ins Deutsche:
- Zyta Rudzka: „Lachen kann, wer Zähne hat“, übersetzt von Lisa Palmes (Friedenauer Presse) / „Ten się śmieje kto ma zęby“ (Wyd. w.a.b.)
- Aurelia Wyleżyńska: „Über nichts schreiben, als was meine Augen sehen. Tagebuch aus dem besetzten Warschau 1939 bis 1944“, übersetzt von Bernhard Hartmann (C.H. Links) / „Kroniki wojenne 1939–1945” (PIW)
- Szczepan Twardoch: „Die Nullinie“, übersetzt von Olaf Kühl (Rowohlt) / „Null” (Marginesy)
- Jakub Małecki: „Das Fest des Feuers“, übersetzt von Renate Schmidgall (Secession) / „Święto ognia” (SQN)
Nominiert in der Kategorie Übersetzungen ins Polnische:
- Elfriede Jelinek: „Dane odosobowe“, übersetzt von Agnieszka Kowaluk (W.A.B.) / „Angabe der Person“ (Rowohlt)
- Gregor von Rezzori: „Niegdysiejsze śniegi“, übersetzt von Małgorzata Gralińska (Czarne) / „Blumen im Schnee“ (C. Bertelsmann)
- Judith Schalansky: „Szyja żyrafy“, übersetzt von Kamil Idzikowski (Ha!Art) / „Hals der Giraffe“ (Suhrkamp)
- Jenny Erpenbeck: „Kairos“, übersetzt von Eliza Borg (Znak) / „Kairos“ (Penguin)
Die Bekanntgabe der beiden Preisträger*innen erfolgt im Mai 2026. Die Preisverleihungen finden am 19. Juni 2026 in Darmstadt sowie am 1. Juli 2026 in Krakau statt.
Strategischer Partner des Preises ist die Krakauer Kultureinrichtung Willa Decjusza / Villa Decius. Weitere Partner sind das Europäische Übersetzer-Kollegium (EÜK) in Straelen sowie die Karl Dedecius Stiftung in Frankfurt (Oder), die den Preis aktiv begleitet. Ermöglicht wird der Karl-Dedecius-Preis durch die Förderung der Sparkasse Darmstadt und Dieburg.
Weitere Informationen: www.karl-dedecius-preis.de
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