Zurückliegende Veranstaltungen
Wintersemester 2025/26 der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie
Auch in diesem Semester wurde das Vortragsprogramm von einem kulturbasierten deutsch-polnischen Tandemsprachkurs begleitet.
10. Februar 2026, 15.00 Uhr - Europa-Universität Viadrina, Logenhaus, Logensaal
"Bilder aus künstlicher Intelligenz – Unterhaltung und Gefahren"
Adam Czeneńko, Fotograf, Künstler und langjähriger Mitarbeiter der Bibliothek des Collegium Polonicum
Gemeinsam mit dem Referenten begaben sich die Teilnehmenden auf eine Reise durch die Geschichte der Bilder – von den Anfängen der Fotografie bis hin zu heutigen, durch künstliche Intelligenz erzeugten Bildern. Dabei wurde deutlich, dass visuelle Täuschungen und Manipulationen keine neue Erfindung sind, heute jedoch eine neue Dimension erreicht haben. Anhand einer Bildprojektion lud der Vortrag zum Nachdenken und zum Austausch ein. Diskutiert wurden Fragen wie: Welche Rolle spielt Fotografie im Alltag? Wie viel Wahrheit steckt in Bildern? Und welche Gefahren entstehen, wenn Bilder gezielt manipuliert oder ungeprüft weiterverbreitet werden? Ein besonderes Augenmerk lag auf Inhalten aus sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten wie Facebook oder WhatsApp, die häufig ohne Überprüfung geteilt werden – auch im Kreis von Seniorinnen und Senioren. Der Vortrag sensibilisierte für einen bewussteren Umgang mit digitalen Bildern, regte zum kritischen Hinschauen an und zeigte, warum es sich lohnt, Bildern im digitalen Raum mit Aufmerksamkeit und Vorsicht zu begegnen.
20. Januar 2026, 15.00 Uhr - Collegium Polonicum, Słubice, Kleiner Hörsaal
"Sinkende Geburtenraten, generationsübergreifende Familienstrukturen und Sprachbarrieren: Wie können Seniorinnen und Senioren einen Beitrag zur Integration und Unterstützung von Familien leisten?"
Agnieszka Bollmann, pro familia Beratungsstelle Frankfurt (Oder)
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sinkende Geburtenraten, sich wandelnde generationsübergreifende Familienstrukturen sowie Sprachbarrieren durch bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen positiv beeinflusst werden können. Diskutiert wurde, inwiefern Seniorengruppen Familien unterstützen und zur gesellschaftlichen Integration beitragen können.
9. Dezember 2025, 15.00 Uhr - Europa-Universität Viadrina, Logenhaus, Logensaal
"Gedächtnis und Lebensfreude im Alter: Was ist typisch, was bedenklich?"
Roksana Weber, Psychologin, Psychologiepraxis NEUROMIND
4. November 2025, 15.00 Uhr - Collegium Polonicum, Słubice, Kleiner Hörsaal
"Politik der Ängste: Wie Populisten das Narrativ der Bedrohung durch Migranten nutzen, um Macht zu erlangen und zu behalten"
Prof. UAM dr hab. Magdalena Musiał-Karg
14. Oktober 2025, 15.00 Uhr - Europa-Universität Viadrina, Hauptgebäude, Senatssaal (HG 109)
"Behandlung des Vorhofflimmerns – Wie gut sind die Chancen und worauf muss ich achten?"
Prof. Dr. med. Alexander Wutzler, M.A., Chefarzt Medizinische Klinik II Kardiologie
30. September 2025, 15.00 Uhr - Collegium Polonicum, Słubice, Kleiner Hörsaal
"Wachstum ohne Ende"
Dr. Krzysztof Wojciechowski
In seinem Vortrag hinterfragte Dr. Wojciechowski die seit der Industriellen Revolution vor rund 250 Jahren andauernde Phase wirtschaftlichen Wachstums. Die Politik spricht von der Notwendigkeit, weiteres Wirtschaftswachstum anzustoßen. Doch ist wirtschaftliches Wachstum überhaupt noch möglich? Wird es ewig weitergehen?
Sommersemester 2025 der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie
Das Sommersemester der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie begann bereits am 11. März mit einem Vortrag von Dr. Hans-Gerd Happel, dem langjährigen Direktor der Universitätsbibliothek. In seinem Beitrag gab er spannende Einblicke in die Geschichte und den Aufbau der Viadrina-Bibliothek. Im Anschluss hatten interessierte Teilnehmer*innen die Möglichkeit, die Bibliothek bei einer Führung mit Dr. Happel näher kennenzulernen.
Die Deutsch-Polnische Seniorenakademie wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung Collegium Polonicum, der Karl Dedecius Stiftung, der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań, der Europa-Universität Viadrina sowie dem Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum durchgeführt.
Veranstaltungen:
11. März 2025, 15 Uhr – Hauptgebäude der Europa-Universität, Raum HG 162
"Universitätsbibliothek Frankfurt (Oder): Gestern – Heute – Morgen"
Dr. Hans-Gerd Happel, Direktor der Universitätsbibliothek
Dr. Happel zeichnete die Geschichte der Viadrina-Bibliothek nach und gab spannende Einblicke in ihre räumliche Entwicklung. Besonders eindrucksvoll waren die Perspektiven auf die Nutzung der Dachgeschosse sowie der Blick auf Bestände und Dienstleistungen. Im Anschluss hatten die Teilnehmer*innen Gelegenheit, die Bibliothek bei einer Führung näher kennenzulernen.
8. April 2025, 15 Uhr – Collegium Polonicum, Kleine Aula
"Zitrusplanzen: Geschichte der Kultur und praktische Pflegetipps für ein langes Leben"
Dr. Frank Mende
Dr. Mende vermittelte wissenschaftliche und interessante Geschichten rund um die Kultur und Pflege von Zitruspflanzen. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Tipps sowie spannende Hintergrundinformationen.
20. Mai 2025, 15 Uhr – Museum Viadrina und Bolfrashaus
Podiumsdiskussion "Menschliche Einstellungen zum Bösen – aus historischer, christlicher sowie sozial-gesellschaftlicher Perspektive"
Gäste: Dr. Krzysztof Wojciechowski (Collegium Polonicum), Gesine Lange (Lebenshilfe Frankfurt (Oder) e.V.), René Pachmann (Hochschulseelsorger an der Europa-Universität Viadrina).
Moderation & historische Einordnung: Dr. Karl-Konrad Tschäpe (Museum Viadrina)
Zunächst nahmen die Teilnehmer*innen an einer Führung durch die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ im Museum Viadrina teil. Diese zeigte anhand vieler Biografien, wie während des Holocausts die Zivilgesellschaft wegsah oder mitwirkte. Im Anschluss diskutierten die Podiumsgäste im Bolfrashaus über Fragen von Verantwortung, Ethik und Erinnerung. Die Diskussion wurde simultan ins Polnische übersetzt.
11. Juni 2025, 15 Uhr – Friedenskirche Frankfurt (Oder)
Podiumsdiskussion „Alles war für immer – und doch nicht: Erinnerungen an die Wende und ihre (Nicht-)Nachwirkungen“
Dr. Mark Keck-Szajbel (Europa-Universität Viadrina) im Gespräch mit dem Architekten Jens Beige, dem Künstler Oliver Barth sowie Dr. Krzysztof Wojciechowski (Collegium Polonicum).
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung "Wo liegt eigentlich dieses OSTDEUTSCHLAND? Kunstausstellung von Oliver Barth und Anja Beecken" in der Friedenskirche diskutierten die Podiumsgäste über persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Umbrüche und die bleibenden Nachwirkungen der Wendezeit. Der Eintritt war frei, die Diskussion wurde simultan ins Polnische übersetzt.
Wintersemester 2024/25 der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie
Im Oktober 2024 startete das Wintersemester der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie mit einer feierlichen Eröffnung am 15. Oktober. Den Auftakt bildete ein Vortrag von Dr. Krzysztof Wojciechowski zum Thema „Was wollen wir mit einem Krieg anfangen? Polen-Ukraine-Nahostkonflikt“. Damit begann eine Vortragsreihe, die bis Dezember ein breites Spektrum an informativen und inspirierenden Themen umfasste, darunter „Ernährung im Alter“ und „Chronische Schmerzen im Alter und Lebensqualität“.
Besonders bereichernd war die Fortführung des kulturbasierten Sprachkurses. In interaktiven Sprachtandems konnten die Teilnehmenden die jeweilige Nachbarsprache praxisnah erlernen. Qualifizierte Lehrkräfte, darunter auch Mitarbeiterinnen der Karl Dedecius Stiftung, begleiteten die Lernenden in kleinen Gruppen, wodurch ein intensiver Austausch und schnelle Fortschritte ermöglicht wurden. Der Kurs setzte sich aus Einzelunterricht in Deutsch oder Polnisch und wechselseitigem Tandemunterricht zusammen, was zusätzlich zur Sprachförderung einen wertvollen interkulturellen Dialog schuf.
Die Deutsch-Polnische Seniorenakademie wurde erneut durch die enge Zusammenarbeit der Stiftung Collegium Polonicum, der Karl Dedecius Stiftung, der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań, der Europa-Universität Viadrina, dem Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt (Oder) sowie dem Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum ermöglicht. Gefördert wurde das Projekt durch das Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie und die Arle gGmbH.