„Erinnern und neu lesen: Im Gespräch über Henryk Bereska, Übersetzer und Autor [...]“
Die Karl Dedecius Stiftung an der Europa-Universität Viadrina lädt zu einem öffentlichen Gespräch über Henryk Bereska und seine „Kolberger Hefte“ in die Friedenskirche in Frankfurt (Oder) ein. Zu Gast ist Prof. Ines Geipel, Schriftstellerin und Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
Ines Geipel hat sich wissenschaftlich und publizistisch intensiv mit „verfemter“ Literatur der DDR auseinandergesetzt. Gemeinsam mit Joachim Walther gab sie die Edition „Die Verschwiegene Bibliothek“ heraus – eine Reihe, in der Texte von Autorinnen und Autoren veröffentlicht wurden, die in der DDR nicht erscheinen durften oder aus dem offiziellen Literaturbetrieb ausgeschlossen waren. Mit der Reihe wurden literarische Stimmen wieder zugänglich gemacht, die lange marginalisiert oder verdrängt waren.
In diesem Zusammenhang erschien auch eine Ausgabe der „Kolberger Hefte“, der Tagebücher von Henryk Bereska. Bereska war Lyriker, Prosaautor und einer der wichtigsten Übersetzer polnischer Literatur ins Deutsche. Seine Arbeit prägte den deutsch-polnischen Literaturtransfer über Jahrzehnte hinweg. Die „Kolberger Hefte“ geben Einblick in sein Schreiben, seine Selbstverortung als Übersetzer und Autor sowie in die kulturellen Rahmenbedingungen seines Wirkens. Das Gespräch eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf Bereskas Werk und dessen editorische und literaturgeschichtliche Einordnung.
Zusammenfassung:
Sonntag, 31. Mai 2026, 18.00 Uhr„Erinnern und neu lesen: Im Gespräch über Henryk Bereska, Übersetzer und Autor [...]“
mit: Ines Geipel (Schriftstellerin, Publizistin)
Vollst. Titel: „Erinnern und neu lesen: Im Gespräch über Henryk Bereska, Übersetzer und Autor im deutsch-polnischen Dialog“. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Oekumenischen Europa-Centrum Frankfurt (Oder) e.V. organisiert.
Ort: Friedenskirche, Schulstraße 4A, 15230 Frankfurt (Oder)
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