Gastvortrag „Geoökonomie - Anatomie der neuen Weltordnung“

Als Corona die Zerbrechlichkeit der Lieferketten aufzeigte, war bald von »De-Globalisierung« die Rede. Aus dem Aufstieg Chinas werden protektionistische Forderungen abgeleitet. Und angesichts zunehmender internationaler Spannungen sprechen viele von einer Rückkehr der Geopolitik. Daraus zu schließen, die neoliberale Globalisierung sei passé und der (National-)Staat wieder da, ist aus Sicht Milan Babićs jedoch zu einfach. Staaten verabschieden sich nicht aus transnationalen Netzwerken. Stattdessen erleben wir eine Regionalisierung, die auch wirtschaftlichen Imperativen folgt. Und im Kampf um globale Infrastrukturen sind Unternehmen weiterhin zentrale Akteure. Wer die neu entstehende Weltordnung begreifen will, so Babić, muss sie daher aus der Perspektive der Geoökonomie betrachten.

Zusammenfassung:

Montag, 26. Januar 2026, 14.15 Uhr
„Geoökonomie - Anatomie der neuen Weltordnung“
Gastvortrag

mit: Dr. Milan Babić (University of Amsterdam), Moderation: Prof. Dr. Sascha Münnich (Viadrina)
Online-Gastvortrag von den Professuren für Soziologie der Wirtschaft und für Europäische und internationale Politik.
Ort: online via Zoom
Zur Teilnahme via Zoom



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