Workshop „Szenen der Kritik: Zwischen postkolonialer, medienästhetischer und politischer Philosophie“

In ihrem Vortrag stellt Ayşe Yuva die Grundzüge ihres aktuellen Forschungsprojekts vor, das sich mit dem Zusammenhang zwischen den Grenzen Europas und der kulturellen Identifikation des Materialismus seit dem 18. Jahrhundert befasst. Inwiefern ist Europa seit dem 19. Jahrhundert zunehmend mit der Aufklärung identifiziert worden, und welchen Platz nimmt der „Materialismus” in dieser Abgrenzung ein? Umgekehrt lässt sich fragen, inwieweit der Materialismus in seinen vielfältigen Bedeutungsebenen ontologischer, politischer, ethischer und religiöser Art als „europäisch“ und im weiteren Sinne als „westlich” definiert wurde. Ausgehend von dieser Fragestellung werden kulturelle Grenzziehungen in der Philosophie analysiert und theoretische Geografien untersucht, die als selbstverständlich gelten. Zu diesem Zweck wird Europa nicht nur von seinem „Zentrum” aus betrachtet, sondern auch von seinen Grenzen her und der Literaturkorpus französischer, deutscher und englischer Autoren um türkische Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts erweitert.

Zusammenfassung:

Freitag, 06. Februar 2026, 17.00 Uhr - 20.00 Uhr
„Szenen der Kritik: Zwischen postkolonialer, medienästhetischer und politischer Philosophie“
Workshop

mit: Ayşe Yuva (Paris 1) und Vanessa Thompson (Queen’s University)
Gemeinsame Veranstaltung der Forschungskolloquien Kulturphilosophie und Westeuropäische Literaturen von Prof. Dr. Katja Diefenbach und Prof. Dr. Andrea Allerkamp. Sprachen: Deutsch und Englisch.
Ort: Centre Marc Bloch, Raum Germain Tillion, Friedrichstr. 191, 10117 Berlin
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