#001 Gute Lehre – Wer definiert das eigentlich?
Was macht gute Lehre aus? Eindeutige Antworten darauf zu finden, ist gar nicht so einfach. In der ersten Folge von LehrGut sprechen wir mit Anja Voigt-Färber, Co-Leiterin des Zentrums für Lehre und Lernen an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Gemeinsam gehen wir der Frage nach, woran sich gute Lehre messen lässt, welche Rolle Beziehungen, Praxisbezug und kritisches Denken spielen und was die Viadrina in ihrer Lehre besonders macht. Außerdem kommen Studierende und Lehrende zu Wort und teilen ihre Perspektiven auf gelungene Lehr- und Lernprozesse.
00:00-18:00 – Nachdem sich Anja Voigt-Färber samt Mensa- und Arbeitsvorlieben vorgestellt hat, geht es direkt zur Sache: Gute Lehre – was ist das? Laut Anja Voigt-Färber: Beziehungsarbeit, die nicht nur Wissen, sondern Fähigkeiten hinterlässt. Sie selbst war als Studentin von ganz verschiedenen Lehrstilen beeindruckt: vom Literatur-Prof, der 90 Minuten durchgehend spricht, genauso wie vom Schreib-Seminar mit ganz viel Selbstreflexion. Trotz dieser unterschiedlichen Einflüsse gibt es für sie klare Kriterien, an denen sich gute Lehren messen lässt.
Jetzt die 1. Folge von LehrGut anhören:
Anja Voigt-Färber (r.) mit den Podcast-Hosts Frauke Adesiyan (m.) und Ulrike Polley (l.)
Katrin Hartmann / Viadrina
18:00-32:48 – Im weiteren Verlauf des Gesprächs nimmt der Podcast die Lehre an der Viadrina in den Fokus. Besonders ist an der Europa-Universität: Lehre, die praktische Kompetenzen vermittelt, interdisziplinär angelegt und auf Beziehung ausgerichtet ist. Ein Beispiel dafür sind Peer-to-Peer-Programme, bei denen sich Studierende gegenseitig beispielsweise beim wissenschaftlichen Schreiben unterstützen. In Learning Communities sollen sich Viadrina-Studierende künftig noch mehr motivieren und verbindlich engagieren, so sieht es der aktuell laufende Reformprozess vor.
32:48-35:00 – Perspektivwechsel: Wie schauen Lehrende und wie Studierende auf Lehre? Dafür haben wir uns auf dem Campus umgehört und Aussagen von Student Jendrik Fabisch und Dozentin Ines Frikech-Laraki mit ins Studio gebracht. Beide haben klare Vorstellungen davon, was gute Lehre ist. Während Jendrik Fabisch betont, dass sie an den Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtet, verständlich und realitätsnah sein sollte, rückt Ines Frikech-Laraki die Förderung von eigenständigem, kritischem Denken in den Fokus.
35:00-40:00 – Ausgehend von den Campus-Stimmen spricht Anja Voigt-Färber abschließend darüber, worum bei der Weiterentwicklung von Lehre gerungen wird. Sie sagt: um Future Skills und darum, was das überhaupt ist, um Reflexionskompetenzen angesichts von KI-Entwicklungen und darum, was das alles für die Entwicklung der Studiengänge bedeutet.
40:00-44:19 – Abschließend fassen die drei Hosts des Podcasts zusammen, was sie aus dem Gespräch mitnehmen und merken: Hier liegt viel Stoff für kommende Folgen. In der nächsten Episode wird es darum gehen, wie KI die Lehre verändert.
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