Viadrina-Expertinnen sprechen beim University:Future Festival über Partizipation und KI
Die Zukunft von Universitäten mitdiskutieren und mitgestalten – das ist der Kern vom University:Future Festival (U:FF). Bei der jüngsten Ausgabe vom 22. bis 24. Juni 2026 waren gleich vier Expertinnen von der Viadrina mit ihren Beiträgen dabei. Sie haben unter anderem darüber gesprochen, wie studentisches Engagement in der Universität gestärkt werden kann und auf welche Weise KI-Nutzung im Studium neu gedacht werden sollte.
Knapp 300 Programmpunkte an sechs Standorten und im digitalen Raum zur Zukunft der akademischen Bildung – das war das University:Future Festival. Mit Workshops, Beiträgen in Diskussionsrunden und Vorträgen waren vier Mitarbeiterinnen und Studentinnen der Europa-Universität Viadrina vor Ort.
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Studentisches Engagement strategisch und institutionell verankern
Darüber, wie studentisches Engagement an Hochschulen strategisch und auch abseits von Gremien entwickelt werden kann, sprachen Studentin Ira Helten und Bonny Brandenburger, Referentin für die Studienreform, in der gemeinsamen Veranstaltung „Mehr als Gremien: Wie du deine Student Engagement Strategie für die Hochschule entwickelst“. Über ihre Erfahrungen als erstes studentisches Mitglied im Präsidialkollegium berichtete Ira Helten außerdem in einer Keynote mit dem Titel „From Student Voice to Student Power: Die studentische Vizepräsidentschaft als Zukunftsmodell“. Ihre Überzeugung nach einem Jahr, in dem sie das neue Amt an der Viadrina aufgebaut hat: „Studierende gehören nicht nur an den Tisch. Sie sollten den Tisch mitbauen.“
KI kritisch und verantwortungsvoll nutzen
An gleich vier Programmpunkten in Berlin, Graz und online war Jura- und ENS-Studentin Roksana Rybicka beteiligt. Als Digital Changemaker des Hochschulforums Digitalisierung diskutierte sie im AI Reflection Lab mit über KI-Nutzung im Studium. Auch an einem Gespräch über „Fürsorge oder Funktion? KI-Chatbots und Digital Wellbeing“ wirkte sie mit. Bei einem eigenen Workshop in Graz ging es außerdem um „Writing under Algorithmic Pressure: Schreiben zwischen Entlastung, Entscheidung und Verantwortung“. Das Fazit von Roksana Rybicka im Anschluss an das Festival: „Besonders mitgenommen habe ich, dass die Zukunft der Hochschulbildung nicht allein davon abhängt, welche Technologien wir einsetzen, sondern davon, ob wir Räume schaffen, in denen wir ihren Einsatz gemeinsam hinterfragen, verantwortungsvoll gestalten und voneinander lernen.“
Demokratische Haltung auch im Kleinen umsetzen
Auch für Christine Kolbe vom Zentrum für Lehre und Lernen war das Festival gewinnbringend: „Besonders positiv fand ich die starke demokratische Haltung in vielen Beiträgen und den Willen der Hochschullandschaft, sich in Zeiten von Spaltung und Populismus als starken gesellschaftlichen Akteur zu sehen und ihre Diskursräume widerständiger und resilienter zu transformieren.“ In ihrem eigenen Beitrag – einer kritische Reflexion der eigenes Social-Media-Arbeit im Drittmittel-Projekt Co-WOERK – machte sie deutlich: „Im Kleinen kann es viele Orientierungspunkte geben, das Internet für die Anliegen einer offenen Gesellschaft zu nutzen und auszugestalten und die guten Geschichten von Kollaboration, einer Kultur des Teilens und Bildungsgerechtigkeit zu erzählen.“
Frauke Adesiyan
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