„Konsequenter Schritt im Ausbau der Ukrainestudien“ – Viadrina tritt Global Coalition of Ukrainian Studies bei

Frankfurt (Oder), 

Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ist am heutigen Montag, dem 12. Oktober 2026, der Global Coalition of Ukrainian Studies beigetreten. Anlässlich der Eröffnung der Ukrainischen Woche in Deutschland unterzeichneten Prof. Dr. Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina, und Volodymyr Sheiko, Generaldirektor des Ukrainischen Instituts, die Kooperationsvereinbarung im Logensaal der Viadrina. Als erste staatiche Universität in Deutschland gehört die Viadrina nun zu dem internationalen Netzwerk von rund 100 Wissenschaftseinrichtungen, die sich dem Ausbau der Ukrainestudien verpflichten.

Die Global Coalition of Ukrainian Studies wurde im Juli 2024 von Olena Selenska, der First Lady der Ukraine, ins Leben gerufen. Ziel ist es, Ukrainestudien weltweit zu fördern, Wissen über die Ukraine, ihre Kultur, Geschichte und Sprache zu verbreiten sowie die Kapazitäten der Ukraine im Bereich der humanitären und kulturellen Diplomatie zu stärken.

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„Der Beitritt zur Global Coalition of Ukrainian Studies ist für uns ein konsequenter Schritt im Ausbau der Ukrainestudien an der Europa-Universität Viadrina. Mit dem Kompetenzverbund Interdisziplinäre Ukrainestudien (KIU), unserem Zertifikatsprogramm Ukrainestudien, einer Sommerschule, Sprachkursen und zahlreichen Partnerschaften in Lehre und Forschung an allen Fakultäten ist die Viadrina Vorreiterin für die akademische Beschäftigung und Zusammenarbeit mit der Ukraine in Deutschland“, sagt Viadrina-Präsident Prof. Dr. Eduard Mühle anlässlich der Unterzeichnung.

Die anhaltenden Angriffe Russlands auf die Ukraine insgesamt und auf deren wissenschaftliche Einrichtungen wie zuletzt auf die Nationale Akademie der Wissenschaften in Kyjiw verdeutlichen schmerzhaft, wie wichtig die Zusammenarbeit ist, um Wissen für eine friedliche Zukunft zu fördern und zu verbreiten.

Prof. Dr. Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina

Der Platz der Ukraine in Europa wird nicht nur durch politische Entscheidungen geprägt, sondern auch davon, wie die Ukraine an europäischen Universitäten erforscht, gelehrt und verstanden wird. Die Viadrina leistet seit vielen Jahren einen Beitrag zu dieser Arbeit, indem sie das KIU-Netzwerk aufbaut, Forschung und Lehre fördert und Möglichkeiten für den deutsch-ukrainischen akademischen Austausch schafft. Es ist uns eine Ehre, die Viadrina in der Global Coalition of Ukrainian Studies willkommen zu heißen.

Volodymyr Sheiko, Generaldirektor des Ukrainischen Instituts

Neben der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung umfasst die Eröffnung der Ukrainischen Woche an der Viadrina einen Vortrag über die Arbeit der Global Coalition of Ukrainian Studies, eine Podiumsdiskussion über die europäische Zukunft der Ukraine und die Vorstellung aktueller Projekte der Viadrina mit ukrainischen Partnern. Olena Selenska, First Lady der Ukraine und Initiatorin der Global Coalition of Ukrainian Studies, steuerte ein Videogrußwort bei. Das Programm endet am Abend mit einer Keynote des Philosophen und Essayisten Prof. Dr. Volodymyr Yermolenko zum Thema „Freedom despite: why Ukraine matters for Europe“.

Die im Rahmen der Veranstaltung eröffnete Ausstellung „Crimea: Over a Decade under Russian Occupation“ ist noch bis Sonntag, den 1. November, im Hauptgebäude der Viadrina vor der Universitätsbibliothek zu sehen. Die Ausstellung thematisiert die Auswirkungen der russischen Besatzung der Krim seit 2014. Gezeigt werden systematische Menschenrechtsverletzungen aber auch Formen des Widerstandes durch die ukrainische Bevölkerung.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

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