Viadrina-Präsident Prof. Dr. Eduard Mühle ist Erstunterzeichner der Stellungnahme „Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg“

Frankfurt (Oder), 

Am 31. August 2026 hat die Brandenburger Wissenschaftsszene ein Statement mit dem Titel „Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg“ veröffentlicht. Zu den Erstunterzeichner*innen gehört Viadrina-Präsident Prof. Dr. Eduard Mühle. Die Stellungnahme, die vom Verein proWissen angestoßen wurde, betont die Bedeutung einer freien und widerstandsfähigen Wissenschaft. Die Unterzeichnenden bekennen sich zu einer verantwortungsvollen Wissenschaft und setzen ein gemeinsames Zeichen für ihre Unabhängigkeit und gesellschaftliche Bedeutung.

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Die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Landes im letzten Jahrzehnt wäre ohne die Stärke ihrer wissenschaftlichen Institutionen kaum vorstellbar.

Die gemeinsame Stellungnahme im Wortlaut:

Die Wissenschaft in Brandenburg steht für gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehören nicht nur Forschung und die Ausbildung von Studierenden, sondern auch der Transfer in die Gesellschaft, in Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Hochschulen, die außeruniversitären Forschungseinrichtungen und andere wissenschaftsnahe Akteure leisten so gemeinsam wesentliche Beiträge zur Entwicklung Brandenburgs. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Landes im letzten Jahrzehnt wäre ohne die Stärke ihrer wissenschaftlichen Institutionen kaum vorstellbar.

Wissenschaft lebt von Transparenz und der Bereitschaft, Kritik anzunehmen. Es ist Kern des wissenschaftlichen Arbeitens, die eigenen Ergebnisse fortwährend zu prüfen und zu korrigieren. Gerade diese Arbeitsweise macht Wissenschaft leistungsfähig, aber auch angreifbar – dann nämlich, wenn politische Einflussnahme, Desinformation, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder gezielte Angriffe auf Personen und Institutionen zunehmen.

Die Leitungen der brandenburgischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich als Pfeiler der freiheitlichen Demokratie. Sie stehen solidarisch Seite an Seite, wenn die grundgesetzlich festgeschriebene Freiheit der Wissenschaft angegriffen wird. Dazu gehört ausdrücklich auch die Umsetzung von Diversität, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung.

Genau deshalb braucht Wissenschaft verlässliche Rahmenbedingungen, die ihre Unabhängigkeit schützen und ihre Handlungsfähigkeit sichern. Dazu gehören Unterstützungsstrukturen für Beschäftigte und Forschende, digitale und organisatorische Sicherheit sowie eine stabile Infrastruktur. Notwendig sind auch klare Verfahren in Krisenlagen und eine öffentliche Kultur, die wissenschaftliche Arbeit nicht delegitimiert, sondern stärkt und anerkennt.

Die Leitungen der brandenburgischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich als Pfeiler der freiheitlichen Demokratie. Sie stehen solidarisch Seite an Seite, wenn die grundgesetzlich festgeschriebene Freiheit der Wissenschaft angegriffen wird. Dazu gehört ausdrücklich auch die Umsetzung von Diversität, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung.

Das Land Brandenburg, seine Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die Fördermittelgeber und die wissenschaftspolitischen Partner arbeiten gemeinsam daran, ihre Resilienz zu sichern. Ziel muss sein, dass Wissenschaft auch unter Druck frei, mutig, offen und verantwortungsvoll arbeiten kann. Nur so kann sie langfristig und nachhaltig dem Gemeinwohl dienen. Und dies ist der Anspruch, an dem die Unterzeichnenden sich messen lassen wollen.

Frauke Adesiyan

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