Kulturelle Kraft aus der Viadrina: „Hearing – Wortzart“ begeistert Hunderte
Das Open-Air-Festival „Hearing – Wortzart“ hat vom 10. bis 12. Juli 2026 eindrucksvoll demonstriert, wie Studierende der Europa-Universität Viadrina mit kulturellen Institutionen der Stadt zusammenwirken können – und dabei etwas Besonderes schaffen. Im Garten des Kleist Museums präsentierten fünf Studierende über das Wochenende ein vielfältiges und international besetztes Programm: neun Acts, mehr als 30 Musiker*innen aus mehr als fünf Ländern und viersprachig begeisterten mehrere hundert Besucher*innen. Das Festival war damit nicht nur ein künstlerischer Erfolg, sondern machte auch die kulturelle Kraft sichtbar, die von der Universität und ihren Studierenden ausgeht.
Fotos von Hearing - Wortzart aus dem Garten des Kleist Museums
Praxis statt Theorie
Im Zentrum stand die Frage: Wie können junge Menschen verschiedener Herkunft und künstlerischer Prägung gemeinsam Kultur gestalten und vermitteln? Die fünf studentischen Organisatorinnen übernahmen dabei vollständig die Verantwortung – von der kuratorischen Auswahl der Acts über Projektmanagement, Finanzierung, Bewerbung bis zur praktischen Umsetzung vor Ort. Sie mussten Künstler*innen akquirieren, Abläufe koordinieren, Probleme lösen und ein Publikum erreichen. Ein Praxisseminar im besten Sinne – bei dem echte Gestaltungsaufgaben zu echten Ergebnissen führten.
Mehr als nur Musik: Ein buntes Rahmenprogramm
Das Festival gestaltete sich als kleine musikalische Oase abseits des wilden Stadtfesttrubels – auch dank eines durchdachten Rahmenprogramms. An allen drei Tagen konnten Besucher*innen Jutetaschen mit Farbe und Schablonen selbst gestalten und so ein eigenes Kunstwerk mit nach Hause nehmen. Das Wochenende bot zudem Führungen durch das Museum mit Mitarbeitenden des Kleist Museums sowie am Sonntag einen Malkurs zwischen den musikalischen Acts. Die Veranstaltung war geprägt von der natürlichen Atmosphäre des Gartens zwischen Rosen und Wildblumen – die dem Gelände seinen besonderen, intimen Charakter verleihen.
Zusammenarbeit zahlt sich aus
Ermöglicht wurde das Festival durch eine reibungslose Zusammenarbeit mit Partnern aus der Stadt: Das Kleist Forum stellte Technik und Expertise bereit; das Kleist Museum bot die wunderbare Location und öffnete seine Tore für dieses Projekt. Diese Kooperation zwischen Universität, Museum und Kultureinrichtung erwies sich als gewinnbringend für alle Beteiligten – und zeigt, wie produktiv solche Partnerschaften sein können.
Ein Gewinn für Stadt und Universität
Einmal mehr wurde bewiesen, welchen Mehrwert solche Praxisseminare haben: Die Studierenden lernen nicht nur handwerkliche Fähigkeiten und Fachkompetenz, sondern sie lernen auch ihre Stadt kennen, bauen Netzwerke auf und erfahren, dass ihre Ideen und ihr Engagement gebraucht werden. Gleichzeitig erleben Frankfurter Bürger*innen die Universität als einen lebendigen, kreativen und gestaltenden Teil ihrer Stadt – nicht als Elfenbeinturm, sondern als einen Ort, an dem junge Menschen Lust haben, etwas zu bewegen und die Kultur mitzuprägen. Das „Hearing – Wortzart“ ist ein Beispiel dafür, wie diese gegenseitige Bereicherung konkret aussieht.
Maria Ullrich
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