Wirtschaftsjuniorenpreis geht an Viadrina-Studentin Suman Schaffa
Beim Wirtschaftsjuniorenpreis 2025 haben am 29. Mai 2026 in Erkner sieben Studierende der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Viadrina ihre Abschlussarbeiten vorgestellt. Den ersten Platz belegte Suman Schaffa mit ihrer Arbeit über die Rolle europäischer Innovationsökosysteme für die grüne Transformation der EU. Der Wirtschaftsjuniorenpreis wird seit mehr als 20 Jahren jährlich von den Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg vergeben und zeichnet besonders engagierte Studierende der Viadrina aus.
Sieben Studierende stellten sich der Herausforderung, ihre Abschlussarbeiten in einem Pitch-Format zu präsentieren. Sie hatten dabei jeweils fünf Minuten Zeit, ihre Forschungsthemen vor einem Publikum aus Mitgliedern der Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg, dem Partnerkreis der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken, Vertreter*innen der Viadrina sowie weiteren Gästen vorzustellen. Präsentiert wurden zwei Masterarbeiten und fünf Bachelorarbeiten.
1. Preis Suman Schaffa (M.) - 2. Preis Arina Belotskaya - 3. Preis Arina Belotskaya
Elisabeth Nepke
Den ersten Platz und damit ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro gewann Suman Schaffa mit ihrer englischsprachigen Präsentation zum Thema „The Role of the European Innovation Ecosystems in Driving the EU’s Green Transition“. Die Jury habe vor allem die hohe Aktualität des Themas, der europäische Blickwinkel und die Relevanz der Frage überzeugt, wie Innovationsökosysteme den nachhaltigen Wandel und die grüne Transformation Europas unterstützen können.
Auf den zweiten Platz kam Arina Belotskaya mit ihrer Arbeit „Datengetriebene Analyse der Kommissionierungskosten im Online-Lebensmittelhandel“. Sie erhielt ein Preisgeld in Höhe von 600 Euro. Ihre Arbeit beleuchtet ein praxisnahes Thema an der Schnittstelle von Digitalisierung, Datenanalyse und wirtschaftlicher Effizienz.
Den dritten Platz belegte Nouralddin Kalout mit dem Thema „Potenzial internationaler Studierender: Chancen für die Fachkräftegewinnung in Frankfurt (Oder) und die Rolle der Europa-Universität Viadrina“. Er erhielt ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro. Besonders hervorgehoben wurde der starke regionale Bezug seiner Arbeit und die Auseinandersetzung mit einer zentralen Zukunftsfrage für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Auch die weiteren Finalist*innen überzeugten mit vielfältigen Forschungsthemen. Joan Eichhorn befasste sich mit der Entwicklung kommunaler Finanzen im Kontext wirtschaftlicher und demographischer Veränderungen am Beispiel der Stadt Frankfurt (Oder). Domenik Radke untersuchte in seiner Arbeit zur Reform der Erbschaftsteuer den Einfluss von Interessengruppen auf den Gesetzgebungsprozess. Genova Rozmari legte eine steuerliche Analyse von Direktinvestitionen in Bulgarien im Vergleich zu einer Geschäftsausweitung in Deutschland für mittelständische Unternehmen vor. Simon Pielorz beschäftigte sich mit dem doppelten Wesentlichkeitsgrundsatz nach der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) im Spannungsverhältnis von Relevanz, Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit. Sie alle belegten den vierten Platz und erhielten jeweils 150 Euro Preisgeld.
Die Jury bestand aus Katharina Lein, Mitglied der Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg, Andreas Höfert, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken, sowie Fabian Zorn als Vertreter des Landesverbands der Wirtschaftsjunioren Berlin-Brandenburg. Bewertet wurden die Arbeiten unter anderem nach Innovationskraft, Zukunftsfähigkeit, regionalem Bezug, wirtschaftlicher Relevanz und Qualität der Präsentation.
Der Preis sei jedes Jahr ein besonderes Highlight, weil er zeige, „wie viel Potenzial, Innovationskraft und Unternehmergeist bereits während des Studiums entstehen“, betont Elisabeth Nepke, Geschäftsführerin bei den Wirtschaftsjunioren. Die Teilnehmenden brächten nicht nur wissenschaftlich fundierte Analysen mit, sondern setzten sich mit konkreten Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft auseinander. „Genau diese Verbindung aus Forschung, Praxis und Zukunftsideen möchten wir als Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg sichtbar machen und fördern.“
Heike Stralau, Elisabeth Nepke
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