Hochschulpräsenzstelle Oderland-Spree | Beeskow auf der Spreeinsel eröffnet

Beeskow, 

Welches ist das älteste Forschungsinstitut in Brandenburg? Wie viele Bücher stehen in der Universitätsbibliothek Potsdam? Die Hochschulpräsenzstelle Oderland-Spree | Beeskow hilft bei Fragen rund um Wissenschaft, Hochschule und Studium im Land Brandenburg weiter. Sie bringt den Kosmos der brandenburgischen Wissenswelt in die Fläche und nimmt Impulse aus der Region mit an die Hochschulen. Am 23. September 2026 eröffnete die gemeinsame Außenstelle der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Technischen Hochschule Wildau am neuen Standort in Beeskow.

Wer Ideen hat und diese umsetzen möchte, hat in Beeskow nun einen neuen Ansprechpartner. Die Hochschulpräsenzstelle Oderland-Spree | Beeskow bietet als eine von sieben Präsenzstellen im Land Brandenburg eine Anlaufstelle, um als lokaler Akteur mit wissenschaftlichen Institutionen in Kontakt zu kommen.

„Präsenzstellen sind die Botschaften unserer Brandenburger Hochschulen mitten in den Regionen – Orte, an denen Wissenschaft vor Ort ansprechbar ist. Niemand muss dafür nach Potsdam, Wildau oder Frankfurt (Oder) fahren: Man kann vor Ort fragen, forschen, Probleme schildern und Unterstützung finden. Gleichzeitig bringen die Präsenzstellen die Fragen und Erfahrungen der Regionen zurück in unsere Hochschulen. In einer Zeit, in der Wissenschaft zunehmend angegriffen und forschungsbasierte Expertise als bloße Meinung diffamiert wird, brauchen wir genau solche Orte des offenen Fragens und des Austausches. Sie sind das Gegenteil von Elfenbeintürmen: Sie sind offene Türen zur Wissenschaft und Brücken zwischen Hochschule und Gesellschaft“, sagt Staatssekretär Tobias Dünow des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg.

 

 

eroeffnung praesenzstelle

Eröffneten die Präsenzstelle am neuen Ort (v.l.n.r.): Frank Steffen (Landrat Oder-Spree), Janine Nuyken (Viadrina-Vizepräsidentin für Transfer und Campus), Robert Czaplinski (Bürgermeister von Beeskow), Thomas Lehne (Kanzler der TH Wildau) und Tobias Dünow (Staatssekretär des MWFK)

Bei der Eröffnungsfeier moderierte er ein Wissensquiz, ein gelungenes Beispiel für eine spielerische und faktenbasierte Wissensvermittlung für verschiedene Zielgruppen. Im Publikum beteiligten sich rund 100 Macher*innen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Bildung, Politik, Wirtschaft und Landleben am gemeinsamen Rätselraten. Anschließend bekamen sie bei einem Rundgang auf dem Markt der Möglichkeiten die Chance, mit Forschenden verschiedener brandenburgischer Institutionen ins Gespräch zu kommen und sich zu möglichen künftigen Schnittstellen auszutauschen. Dabei präsentierten sich insgesamt sechs Forschungsprojekte, darunter das autonom fahrende Solarboot der Technischen Hochschule Wildau. Wer mochte, hatte die Gelegenheit für eine kleine Spritztour auf der Spree.


Wissenschaft zum Erleben und Anfassen

„Mit uns eröffnen sich vielseitige Möglichkeiten, Wissenschaft mit der Region zu verbinden und so gemeinsam ins Machen zu kommen“, lädt Franziska Barth, Mitarbeiterin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), ein. Das können gemeinsame Projekttage an Schulen, Abendvorlesungen zu gesellschaftlich relevanten Themen oder auch ein Science Slam sein, bei dem Wissenschaftler*innen kurz und knackig ihr Forschungsthema auf der Bühne präsentieren. „Wir bringen fünf Jahre Erfahrung mit, wie solche Formate für verschiedene Zielgruppen von Klein bis Groß gelingen können“, berichtet Lisa Marrold-Schwember, Mitarbeiterin der Technischen Hochschule Wildau. Ziel sei es, im Schulterschluss mit den beiden Kooperationspartnern, der Stadt Beeskow und dem Landkreis Oder-Spree, aktuelle Themen, die die Region Oderland-Spree bewegen, mit Köpfen aus der Wissenschaft anzugehen, aufzubereiten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

„Wir erleben, dass es mitunter Vorbehalte gibt, wie Wissenschaft funktioniert. Oft fehlt ein Zugang dazu, was genau Forschung auszeichnet und wie spannend dieses Berufsfeld sein kann. Mit unseren Angeboten wollen wir eine Lanze brechen, um Menschen aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Region einander näher zu bringen und füreinander sichtbarer zu machen“, fasst Annika Bischof, ebenfalls Mitarbeiterin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), zusammen. Als Dreierteam haben Franziska Barth, Lisa Marrold-Schwember und Annika Bischof im Sommer dieses Jahres auf der Spreeinsel im Incubator Village der Stadt Beeskow ein Büro bezogen. Von dort werden sie in der Region Oderland-Spree langfristig wirken und für wissenschaftsinteressierte Zielgruppen Ansprechpartnerinnen auf Augenhöhe sein.

Pressekontakt der Präsenzstelle Oderland-Spree | Beeskow:

Annika Bischof
Spreeinsel 6
15848 Beeskow
M +49 151 18479338
kontakt@praesenzstelle-beeskow.de
www.praesenzstelle-beeskow.de

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