Unithea 2026 sucht Trost in krisenhaften Zeiten: Viadrina-Studierende laden ein
Am Freitag, dem 5. Juni, und Samstag, dem 6. Juni, findet das von Studierenden der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) organisierte Theater- und Performancefestival UNITHEA unter dem Titel „Tröste mich“ statt. Eröffnet wird das Festival am Freitag, dem 5. Juni 2026, um 17.00 Uhr im Kleist Forum.
Seit 25 Jahren bringt UNITHEA Studierende, Künstler*innen, Kulturinstitutionen und Stadtgesellschaft in Frankfurt (Oder)-Słubice zusammen. Die Ausgabe 2026 fragt danach, wo Trost entstehen kann: auf der Bühne, im Gespräch, im Stadtraum, in Erinnerung, in Bewegung und im Zusammensein.
Das Programm führt an verschiedene Orte der Stadt, darunter das Kleist Forum, das MehrGenerationenHaus Mikado und die Obere Stadt. Gezeigt werden internationale und regionale künstlerische Arbeiten, partizipative Formate, Gespräche, Musik und Begegnungen. Drei professionelle Produktionen gehören zu den Höhepunkten des Festivals:
· Die dokumentarische Performance „Ay Kash/ کاش ای If Only“ von Rachel Karafistan (Cosmino Theatre) rückt die Stimmen von elf jungen Frauen aus Afghanistan ins Zentrum, deren Leben sich seit der Machtübernahme der Taliban radikal verändert hat. Über Videos, Texte, Zeichnungen und Musik entsteht ein vielschichtiges Bild von Alltag, Einschränkung, Angst, Sehnsucht und Hoffnung.
Freitag, 5. Juni, 18 Uhr, Studiobühne im Kleist Forum
· Die Performance „Es war so hold und still geworden … Schon wieder morden! Roter Hunger“ der ukrainischen Künstlerin Roksana Vikaluk thematisiert den Holodomor. Die Künstlerin verbindet historische Recherchen mit persönlichen Perspektiven auf die bewusst herbeigeführte Hungerkatastrophe, der in den 1930er-Jahren mehrere Millionen Menschen in der Ukraine zum Opfer fielen.
Samstag, 6. Juni, 17.30 Uhr, Studiobühne im Kleist Forum
· Die musikalische Lectureperformance „Linke Hände“ der Musiktheatergruppe Hauen und Stechen widmet sich verschiedenen Positionierungen von Künstlerinnen der DDR zu Idealen und Ideologie, Repressionen und Realität ihres Landes. Grundlage ist Brigitte Reimanns stark autobiographische Romanfigur Franziska Linkerhand. Das Stück ist Dokumentation, Liebeserklärung, Punkkonzert, Fragestunde und Essay zugleich.
Samstag, 6. Juni, 20 Uhr, Hinterbühne im Kleist Forum
Eine Besonderheit des diesjährigen Festivals ist die Einbindung lokaler Initiativen: Im Rahmen eines Stadtspaziergangs durch die Obere Stadt mit den Künstlern Thomas Roth und Michael Kurzwelly wird der Stadtraum selbst zur Bühne (Samstag, 6. Juni, 15 Uhr, Start am Mikado). Im Anschluss lädt ein interkultureller Kaffeeklatsch im Kleist Forum zum Austausch ein.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter: www.unithea-festival.com oder https://kleistforum.de/.
Das gesamte Programm ist zu finden unter: www.unithea-festival.com.
Das Festival entsteht in Kooperation mit dem Kleist Forum, dem MehrGenerationenHaus MIKADO, dem Slubfurt e. V. und Kunstgriff. Siec kulturalna – Netzwerk für Kultur e. V. UNITHEA wird gefördert mit Mitteln des Landes Brandenburg, unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Bundesprogramm Demokratie leben!; weitere Förderungen durch die Stadt Frankfurt (Oder), den Förderkreis der Europa-Universität Viadrina e. V., den AStA und das StuPa der Viadrina, der Sparkasse sowie der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder).
Kontakt für Medienanfragen: unithea-pr@europa-uni.de
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