Buslinie 983: Viadrina-Leitung und Studierende fordern dauerhaften Erhalt
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), das Studierendenparlament und die Universitätsleitung der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) sowie der Studentenrat (Rada Samorządu Studentów) am Collegium Polonicum haben sich in einem offenen Brief an die Stadtpolitik von Frankfurt (Oder) und Słubice für den Erhalt der grenzüberschreitenden Buslinie 983 in der Doppelstadt ausgesprochen. Sie fordern einen dauerhaften Erhalt der Buslinie durch eine deutsch-polnische Finanzierungsvereinbarung zwischen den Städten sowie einen weiteren Ausbau des grenzüberschreitenden Nahverkehrsangebotes.
„Wir sind zutiefst besorgt über die drohenden Einschränkungen“, heißt es in dem Brief. Viele Universitätsangehörige seien täglich auf die Buslinie angewiesen, da Lehrveranstaltungen, Sprachkurse, studentische Initiativen und kulturelle Angebote grenzüberschreitend stattfinden. Ein Rückbau des lokalen Nahverkehrsangebotes würde die Attraktivität des Universitätsstandortes schwächen. Zudem wird eine Zunahme des motorisierten Individualverkehrs auf der Stadtbrücke befürchtet, was zusätzlich die Attraktivität der Doppelstadt beeinträchtigen würde.
Die Universitätsleitung und die Studierendenvertretungen betonen in ihrem Brief: „Die aktuelle Diskussion über die mögliche Einstellung der Linie gefährdet nicht nur die Mobilität von zuletzt über 1.200 Menschen täglich, sondern stellt auch die politische Vision einer gemeinsamen europäischen Doppelstadt infrage. Besonders in Zeiten, in denen europäische Zusammenarbeit und Austausch gestärkt werden sollten, würde der Abbau der Buslinie 983 die engen Verflechtungen zwischen den Städten beschädigen. Wir sehen es als Aufgabe der Stadtverordneten beider Städte, eine Einigung in dieser Angelegenheit herzustellen.“
Der offene Brief kann hier nachgelesen werden.
Interview-Angebot:
Für Rückfragen und Interviews stehen der Präsident der Europa-Universität Viadrina, Prof. Dr. Eduard Mühle, sowie Sarah Neumann (AStA, Referentin für Repräsentanz) und Jakub Meissner (Vorsitzender des Rada Samorządu Studentów) gern zur Verfügung. Melden Sie Interview-Wünsche an: presse@europa-uni.de.
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