Ein Abend über Literaturübersetzung mit Urszula Poprawska und Lothar Quinkenstein
Anlässlich der Bekanntgabe der Karl-Dedecius-Preisträger*innen 2026 lädt die Karl Dedecius Stiftung am Dienstag, dem 2. Juni 2026, 19.00 Uhr, zu einem öffentlichen Podiumsgespräch mit dem Titel „Zwischen den Zeilen – Ein Abend über Literaturübersetzung mit Urszula Poprawska und Lothar Quinkenstein“ ein.
Da die diesjährige Preisverleihung noch bevorsteht, richtet die Stiftung den Blick auf die zuletzt ausgezeichneten Übersetzer*innen des Karl-Dedecius-Preises 2024: Urszula Poprawska und Lothar Quinkenstein. Im Mittelpunkt des Abends stehen literarische Übersetzung, deutsch-polnischer Kulturaustausch sowie die Arbeit zwischen Sprachen und Kulturen.
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Urszula Poprawska übersetzt seit vielen Jahren bedeutende Werke deutschsprachiger Literatur ins Polnische, darunter Texte von Daniel Kehlmann, Katja Petrowskaja und Nino Haratischwili. Lothar Quinkenstein überträgt polnische Literatur ins Deutsche und machte unter anderem Werke von Olga Tokarczuk, Henryk Grynberg und Bolesław Prus deutschsprachigen Leser*innen zugänglich.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem Gespräch teilzunehmen, sowie Medienvertreter*innen, darüber zu berichten. Die Veranstaltung findet in der Universitätsbibliothek der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) statt. Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.
Hintergrund
Der Karl-Dedecius-Preis wird seit 2026 in einem neuen Format vergeben: Ausgezeichnet wird nicht mehr das Gesamtwerk, sondern die beste Übersetzung eines in den vergangenen zwei Jahren erschienenen Buches aus dem Polnischen beziehungsweise aus dem Deutschen. Die Auszeichnung ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert und wird vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt gemeinsam mit der Villa Decius in Krakau vergeben. Partner des Preises sind das Europäische Übersetzer-Kollegium Straelen sowie die Karl Dedecius Stiftung in Frankfurt (Oder).
Die diesjährigen Träger*innen des Karl-Dedecius-Preises sind Olaf Kühl und Eliza Borg. Olaf Kühl wird für seine Übersetzung von Szczepan Twardochs Roman „Die Nulllinie. Roman aus dem Krieg“ aus dem Polnischen ins Deutsche ausgezeichnet, Eliza Borg für ihre Übersetzung von Jenny Erpenbecks Roman „Kairos“ ins Polnische. Die Preisverleihung an Olaf Kühl findet am 19. Juni 2026 in Darmstadt statt, die Verleihung an Eliza Borg am 1. Juli 2026 in der Villa Decius in Krakau.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des studentischen Workshops „Henryk Bereska und die Rezeption seines literarischen und übersetzerischen Werks“ statt, der Teil des Projektes „Henryk Bereska – Erinnerung und Rezeption im deutsch-polnischen Kulturdialog“ ist. Gefördert wird das Projekt von der Marion Dönhoff-Stiftung, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit sowie der Stiftung Sparkasse Oder-Spree.
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