Europäische Hochschulallianz ERUA wird dauerhaft institutionell verankert
Am 7. Mai 2026 hat Prof. Dr. Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), gemeinsam mit den Leitungen der Partneruniversitäten der European Reform University Alliance (ERUA) in Brüssel den notariellen Akt zur Gründung einer internationalen gemeinnützigen Vereinigung nach belgischem Recht unterzeichnet. Mit diesem Schritt überführt die Allianz ihre bislang projektbasierte Zusammenarbeit in eine dauerhafte institutionelle Struktur. Ziel ist es, die Kooperationen innerhalb von ERUA langfristig zu sichern und strategisch weiterzuentwickeln – unabhängig von befristeten Förderzyklen.
Die Etablierung der gemeinnützigen Vereinigung stellt für die Viadrina und ihre europäische Hochschulkooperation im Rahmen der ERUA-Allianz einen wichtigen Meilenstein dar. Während viele grenzüberschreitende Universitätsnetzwerke primär auf zeitlich begrenzten EU-Förderprogrammen basieren, schafft ERUA mit der neuen Rechtsform einen stabilen Rahmen für nachhaltige Zusammenarbeit.
Die Präsidenten und (Vize-)Rektor*innen der acht Mitgliedsuniversitäten der Hochschul-Allianz ERUA am 7. Mai 2026 bei der Unterzeichnungs-Zeremonie in Brüssel (v.l.n.r.): Prof. D.Sc. Plamen Doynov (Bulgarien), Prof. Efstratios Georgoulas (Griechenland), Prof. Dr. Lluís Serra Majem (Spanien), Prof. Dr. Eduard Mühle (Deutschland), Arnaud Laimé (Frankreich), Prof. John McCourt (Italien), Prof. Dr. Inga Žalėnienė (Litauen), Prof. Roman Cieślak (Polen)
Christo Panchugov
ERUA wird heute zu einer wahrhaft europäischen Hochschule – einer starken akademischen Gemeinschaft mit über 80 Fakultäten und rund 120.000 Studierenden von den Kanarischen Inseln über Frankreich, Italien, Deutschland und Polen bis nach Litauen, Bulgarien und Griechenland. Gemeinsam entwickeln wir Studienangebote, forschen zu zentralen Zukunftsfragen Europas und bauen einen digitalen Campus auf, der neue Formen alltäglicher internationaler Zusammenarbeit im universitären Alltag ermöglicht.
Prof. Dr. Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Ein aktuelles Beispiel für die vertiefte Zusammenarbeit ist der gemeinsame Masterstudiengang „Forced Migration: Europe in a Global Context“, der im Wintersemester 2026/27 starten soll. Das Programm wird gemeinschaftlich entwickelt, verbindet unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven und ermöglicht Studienphasen an mehreren Standorten in Europa. Für die Viadrina bedeutet dies eine stärkere internationale Sichtbarkeit in einem hochrelevanten Themenfeld sowie eine Erweiterung ihres Studienangebots.
Ein weiterer Schwerpunkt von ERUA liegt auf der engen Verzahnung von Universitäten und ihren regionalen Kontexten. In diesem Zusammenhang fand an der Viadrina kürzlich die Veranstaltung „Doing Democracy“ statt, die Akteur*innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft, insbesondere aus Polen und Deutschland zusammenbrachte.
Hintergrund:
Die European Reform University Alliance (ERUA) wurde am 1. November 2020 im Rahmen der Erasmus+-Initiative „Europäische Universitäten“ der Europäischen Kommission gegründet. Die Europa-Universität Viadrina ist seit November 2023 Mitglied und verantwortet federführend den Bereich studentische Beteiligung.
Der Verbund steht für eine vertiefte europäische Zusammenarbeit in Forschung, Lehre, Campusleben und Transfer in die Gesellschaft. Ziel ist die Förderung einer international ausgerichteten, reformorientierten und gesellschaftlich engagierten Hochschulbildung.
Aktuell umfasst ERUA:
- über 80 Fakultäten
- rund 120.000 Studierende
- etwa 10.500 Beschäftigte in Wissenschaft und Verwaltung
Mitgliedsuniversitäten:
- Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) (Deutschland)
- University of Paris 8 Vincennes, Saint-Denis (Frankreich)
- University of Macerata (Italien)
- Mykolas Romeris University, Vilnius (Litauen)
- University of the Aegean, Aegean Islands (Griechenland)
- New Bulgarian University, Sofia (Bulgarien)
- SWPS University, Warsaw (Polen)
- University of Las Palmas de Gran Canaria (Spanien)
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