Conflict and Democracy
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Viadrina / Andreas Labes
Viadrina / Andreas Labes
Auf einen Blick
Abschluss
Master of Arts (M.A.)
Regelstudienzeit
4 Semester
Studienform
Vollzeit, Teilzeit
Hauptunterrichtssprache
Englisch
Studienbeginn
Wintersemester
Zugang
zulassungsfrei (ohne Numerus clausus)
Kosten
keine Studiengebühren
Einschreibefristen
1. Juni – 15. September
Prüfung der Zugangsvoraussetzungen für Bildungsausländer*innen
Wintersemester: 1. Juni – 15. August
Konflikte bearbeiten – Demokratie formen – Veränderung gestalten
Sie interessieren sich dafür, wie politische und gesellschaftliche Konflikte produktiv transformiert werden können und so dazu beitragen, dass Demokratien gestärkt werden? Sie wollen verstehen, was liberale Demokratien anfällig für autoritäre Tendenzen macht und wie eine wehrhafte Demokratie der Zukunft aussehen könnte? Sie fragen sich, wie internationales Recht und internationale Politik auch angesichts erstarkender autoritärer Regime, geopolitischer Herausforderungen und globaler Krisen weiterhin eine funktionierende internationale Zusammenarbeit ermöglichen können?
Der Masterstudiengang „Conflict and Democracy“ verknüpft Politik- und Rechtswissenschaft mit praxisorientierter Konfliktforschung. Er geht davon aus, dass Konflikte innerhalb demokratischer Gesellschaften und zwischen demokratischen und autoritären Akteuren unsere Gegenwart und Zukunft prägen. Sie sind unvermeidbar und unverzichtbarer Bestandteil pluralistischen Zusammenlebens und fundamental für die Realitätstauglichkeit und die Weiterentwicklung demokratischer Strukturen. In Ihrem Studium lernen Sie, wie die politische Dimension solcher Konflikte erfasst und analysiert werden kann, Sie verstehen die unterschiedlichen gesellschaftlichen und verfassungsrechtlichen Dimensionen, die dabei berührt werden und Sie erwerben praktische Fähigkeiten für die Bearbeitung gesellschaftlicher und politischer Konflikte. In Ihrem Studium verbinden Sie eine wissenschaftlich-analytische Perspektive mit einer handfesten und zukunftsweisenden Praxiskompetenz.
Als Absolvent*in des Studiengangs „Conflict and Democracy“ verfügen Sie über ausgewiesene Kompetenzen zur Analyse und Bearbeitung politischer und gesellschaftlicher Konflikte auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Sie sind vertraut mit den politischen und juristischen Rahmenbedingungen und Steuerungsmechanismen demokratischer Gesellschaften. Sie kennen sich mit Methoden wissenschaftlichen Arbeitens aus und sie verfügen über praxisorientierte Fähigkeiten für den Umgang mit Konflikten in und über Demokratie.
Besonderheiten
Der Masterstudiengang „Conflict and Democracy“ kann vollständig auf Englisch studiert werden, umfasst aber auch deutschsprachige Veranstaltungsangebote.
In diesem Studiengang schärfen Sie Ihr internationales Profil und profitieren von der besonderen Lage der Europa-Universität an der Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa und einer einmaligen gesamteuropäischen Perspektive.
Optional können Sie im Rahmen des Studienprogramms das interdisziplinäre Wahlfach „Central and East European Studies“ belegen und so einen Einblick in die Geschichte, Kulturen, Gesellschaften und Literaturen Mittel- und Osteuropas gewinnen. Wenn Sie in beiden Wahlmodulen das Elective „Central and East European Studies“ wählen, erhalten Sie mit Ihrem Abschluss ein entsprechendes Zertifikat.
Wir bieten Ihnen umfangreiche Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte, etwa an einer unserer weltweit über 250 Partnerhochschulen. An der Viadrina kommt fast jede*r zweite Studierende aus dem Ausland. Das macht uns zu einer internationalen Gemeinschaft, die geprägt ist von Mehrsprachigkeit, Multiperspektivität, Begegnung und Austausch.
So erhalten Sie in Ihrem Masterstudium „Conflict and Democracy“ Einblicke in andere Wissenschaftskulturen, festigen und erweitern Ihre Sprachkenntnisse und erlernen im Studienalltag, sich auch in internationalen Kontexten souverän und selbstverständlich zu bewegen. Bereits während Ihres Studiums knüpfen Sie ein internationales persönliches und berufliches Netzwerk.
Wir sind eine Universität der kurzen Wege und der direkten Begegnung. Wir bieten Ihnen hervorragende Studien- und Lernbedingungen. Als Studierende stehen Sie mit unseren Wissenschaftler*innen in persönlichem Austausch. Lehre und Forschung erfolgen in offener Atmosphäre und in überschaubaren Learning Communities. Wir lernen zusammen in interaktiven und erfahrungsbasierten Formaten. Wir fordern Sie heraus, sich im geschützten Rahmen mit schwierigen Realitäten auseinanderzusetzen und daran Ihr Denken zu schärfen und Ihr Handwerkszeug zu trainieren. Von der Studienfachberatung bis zum Career Center stehen Ihnen umfangreiche Beratungsangebote zur Verfügung, um Sie bei allen Fragen und Herausforderungen rund ums Studium zu unterstützen
USPs
Warum „Conflict and Democracy“ studieren?
- wissenschaftlich fundiert und gesellschaftlich relevant
- anwendungsorientiert und praxisbezogen
- international und interdisziplinär
- persönlich begleitet und individuell unterstützt
- direkte Begegnung und kurze Wege
- gesamteuropäische Perspektive
- Universitätsstandort vor den Toren Berlins
Qualifikationen und Berufsperspektiven
Der Studiengang „Conflict and Democracy“ vermittelt Ihnen fundierte theoretische und empirische Kenntnisse über die vielfältigen und dynamischen Steuerungsmechanismen demokratischer Gesellschaften. Sie erwerben umfangreiche Kompetenzen und wirkmächtiges Handwerkszeug, um politische und gesellschaftliche Konflikte in Demokratien und im Spannungsfeld zwischen demokratischen und autoritären Akteuren kritisch zu analysieren, handhabbar zu machen und konstruktiv zu bearbeiten.
Damit sind Sie sowohl für einen Berufseinstieg als auch für eine weitere akademische Laufbahn (anschließende Promotion) qualifiziert.
Sie erwerben im Studiengang „Conflict and Democracy“ Kompetenzen, die über die Qualifikation für den beruflichen Erfolg hinausgehen und für die Gestaltung einer gelingenden Zukunft unerlässlich sind: Sie erlernen und erleben, wie zukunftsrelevante Themen fundiert und verantwortungsbewusst in unsere Gesellschaft eingebracht werden und wie Bürger*innen wirksam die Realität der Demokratie gestalten und verändern können.
Der Studiengang bereitet Sie auf folgende konkrete Berufsfelder im nationalen oder internationalen Kontext vor:
- Diplomatie und internationale Zusammenarbeit in staatlichen Institutionen und internationalen Organisationen
- Gesellschaftlich-politische Arbeit in Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Interessenverbänden
- Konfliktmediation, Konfliktmanagement und Kommunale (Konflikt-) Beratung
- Politik und Verwaltung auf kommunaler, regionaler, nationaler und EU-Ebene
- Politikberatung, Organisationsberatung, Kommunikationsberatung
- Politische Bildung, Erwachsenenbildung, außerschulische Jugendbildung
- Stiftungen, kulturelle oder konfessionelle Initiativen
- (Soziale) Medien, Verlagswesen, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit
- Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation, z.B. in sozialwissenschaftlichen oder interdisziplinären Lehr- und Forschungseinrichtungen
Bewerbung und Einschreibung⠀
Fachliche Voraussetzungen
Der Masterstudiengang Conflict and Democracy setzt einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss im Umfang von 180 ECTS-Credits voraus, in dem einschlägige Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von mindestens 30 ECTS-Credits in Fächern mit sozial-, politik- oder rechtswissenschaftlichem Schwerpunkt nachgewiesen wurden.
Sprachliche Voraussetzungen
Bei allen Studierenden werden Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) vorausgesetzt. Als Nachweis werden anerkannt:
- TOEFL (IBT): mind. 80 Punkte (vor 21.01.2026) / t.b.a. (ab 21.01.2026)
- Cambridge Advanced oder Proficiency: mind. 176 Punkte
- IELTS (IELTS for Study): Mindestnote 6.5
- UNIcert II
Über die Anerkennung anderer Sprachnachweise entscheidet die Studiengangsleitung.
Deutschkenntnisse müssen bei der Einschreibung nicht nachgewiesen werden, sind jedoch von Vorteil, um auch aus dem deutschsprachigen Kursangebot wählen zu können.
Der Studiengang ist zulassungsfrei. Einen Studienplatz erhält, wer die Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang erfüllt und sich innerhalb der Fristen im Studiengang einschreibt.
Die Einschreibung für das 1. Fachsemester ist nur im Wintersemester möglich.
Die Einschreibung erfolgt online über viaCampus. Erforderliche Unterlagen werden im System hochgeladen.
Für Bildungsausländer*innen erfolgt die Prüfung der Zugangsvoraussetzungen über uni-assist e.V.
- Beachten Sie die besonderen Fristen!
- Hier finden Sie eine Schritt für Schritt Anleitung.
- Nach erfolgter Prüfung werden Ihre Unterlagen an uns weitergeleitet und Sie erhalten vom Zulassungsamt die Zugangsdaten zu unserem Portal viaCampus und Informationen zum weiteren Ablauf.
Die Einschreibung für ein höheres Fachsemester ist zu jedem Semester über viaCampus möglich.
- Für die Einschreibung in höhere Fachsemester ist zusätzlich folgende Anforderung zum Einstufungsbescheid zu beachten.
- Fragen zu Anerkennung und Studienplanung können mit der Studienfachberatung des Studiengangs geklärt werden.
Für weitere Informationen zur Einschreibung besuchen Sie unserer Seite "Bewerben und Einschreiben".
Bewerben und EinschreibenEgal, ob Sie eines unserer Studienprogramme absolvieren und mit einen akademischen Abschluss der Europa-Universität Viadrina abschließen möchten oder ob Sie einen ein- oder zweisemestrigen Auslandsaufenthalt im Rahmen unserer Austauschprogramme bei uns an der Viadrina planen – Wir heißen Sie herzlich willkommen.
Für wichtige Informationen, die die Einschreibung, das Ankommen und das Einleben erleichtern sollen, folgen Sie dem Link zu unserer Seite:
Informationen für Incoming-StudierendeZulassungsamt: Beratung zum Bewerbungs- und Einschreibprozess
Zentrale Studienberatung: weiterführende Beratung zum Studienbeginn (Wohnen, Finanzieren, Ankommen)
Viadrina Internationale Angelegenheiten: spezifische Informationen und Beratung für ausländische Interessenten
Aufbau des Studiums
Im Grundlagenmodul erwerben Sie die Grundlagen der Politikwissenschaft, der Rechtswissenschaft und der Konfliktforschung.
Darauf bauen drei Fachmodule auf, in denen Sie Ihr politik- und rechtswissenschaftliches Fachwissen über die Mechanismen von Interessenaushandlung und Konfliktregulierung in Demokratien sowie in nationaler und internationaler Politik erweitern:
- Im Modul „Politics of International Conflict and Democracy“ befassen sie sich mit Ursachen von Krieg und Frieden, besonders hartnäckigen internationalen Konflikten, der Rolle internationaler Organisationen bei der Konfliktlösung, Narrativen und Identität in der internationalen Politik sowie internationaler Sicherheitspolitik.
- Das Modul „Politics of Domestic Conflict and Democracy“ untersucht die Entstehung, Institutionalisierung und Bewältigung politischer und sozialer Konflikte innerhalb demokratischer und autoritärer Systeme. Eine besondere Rolle spielen Staats- und Konfliktformen, Populismus als politische Strategie, politische Dynamiken und Prozesse in demokratischen und autoritären Staaten oder Kapitalismus und soziale Struktur.
- Das rechtswissenschaftliche Modul „Legal Regulation of Conflict“ setzt thematische Schwerpunkte auf Rechtsstaatlichkeit, Europäische Rechtstraditionen, Übergangsjustiz, internationale Klimagerechtigkeit, Kollektives Arbeitsrecht und Kriegsvölkerrecht.
Das Praxismodul „Navigating Conflict within and about Democracy“ ermöglicht Ihnen den Erwerb von anwendungsorientierter Expertise und praktischen Fähigkeiten im Bereich der interessenbasierten Konfliktbearbeitung in gesellschaftlichen und politischen Kontexten, insbesondere in der Konfliktanalyse, Kommunikation, Verhandlungsführung, Mediation, Dialoggestaltung und im Dilemma-Management.
Über den Zentralbereich hinaus setzen Sie im Laufe Ihres Studiums weitere, an Ihren Interessen orientierte Schwerpunkte. Dazu wählen Sie aus den folgenden Optionen zwei Wahlmodule („Electives“) aus:
- Vertiefung der politik- oder rechtswissenschaftlichen Module aus dem Zentralbereich
- „Interdisciplinary Electives“ der Kulturwissenschaftlichen Fakultät:
- Central and East European Studies
- Cultural History
- Gender and Queer Studies
- Philosophy and Arts in Times of Crises
- Wahlmodul „Language and Practice“: In diesem Modul können Sie Ihre Praxiserfahrung und/oder Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Sie können Kenntnisse einer modernen europäischen Fremdsprache erwerben. Alle Sprachkurse im Viadrina-Sprachenzentrum sind kostenfrei. Alternativ können Sie praxisrelevante Fähigkeiten erwerben – entweder durch ein berufsqualifizierendes Praktikum, den Besuch praxisrelevanter Lehrveranstaltungen oder den Erwerb von Zusatzzertifikaten.
Die Abschlussphase Ihres Studiums besteht aus der Masterarbeit zu einem Thema Ihrer Wahl und einer anschließenden mündlichen Prüfung (Abschlusskolloquium).
Studienfachberatung
Heide Fest
Laura Bannan-Fischer
Koordination und Studienfachberatung
- Große Scharrnstraße 59 | 15230 Frankfurt (Oder)
- HG Raum 071
- +49 (0) 335 5534-5303
- master-code@europa-uni.de