Prof. Dr. Christoph Helm


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Kulturwissenschaftliche Fakultät (Kuwi)

Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte

Nach Vereinbarung. 

  • Europäische Bildungsreformen mit Schwerpunkt auf dem Humanismus und Neuhumanismus
  • Wirkungsgeschichte von Johann Joachim Winckelmann
  • Aktuelle Probleme des Bologna-Prozesses

Wintersemester 2026/2027

Struktur und Grundlagen der Attischen Demokratie

Termine: 14-tägig, Beginn: 21.10.2026 (online), 14:15-17:45
Leistungsnachweise: Kleine Essays, Referat, Hausarbeit

MES: WPM 5: Kultur, Geschichte & Gesellschaft in Europa
3/6/9 ECTS

Dass Athen einen zukunftsgewandten Ausweg aus der Krise der archaischen Zeit, die durch unlösbar erscheinende Spannungen zwischen Armen und Reichen, zwischen adligem Regiment und beherrschtem Volk charakterisiert ist, fand, ist dem vorbildhaften Wirken Solons zu verdanken, der durch seine überragende Persönlichkeit und seine hohen zuvorderst an sich selbst gerichteten Leistungsansprüche und ethischen Maßstäbe den Politikstil der attischen Demokratie vorprägte, der für seine Nachfolger Kleisthenes, Themistokles und Perikles verpflichtend wurde. Dem Politiker, Philosophen und Dichter Solon, der die intellektuelle Autorität im politischen Raum und im Handeln in der Realität verkörpert und der in reinster Form als Philosophenkönig gelten kann, soll deshalb ein erster Schwerpunkt im Seminar gewidmet werden – Verbunden mit der Frage nach dem idealen Politiker gerade in unserer Zeit. Sodann wird der Weg Athens hin zur voll ausgebildeten Demokratie weiter verfolgt werden, wobei die Reformen des Kleisthenes nach der Überwindung der Tyrannis der Peisistratiden im Zentrum stehen. Die durch die Perserkriege ausgelöste Krise Athens, deren Überwindung durch Themistokles in die Begründung des attisch-delischen Seebundes einmündet, stellt dann ein nächstes Untersuchungsfeld dar. Den Abschluss bildet die Beschäftigung mit dem Wirken des Perikles, dessen Zeitalter den Höhepunkt der demokratischen Entwicklung bedeutet und als „ griechische Klassik „ auch die kulturelle Leistungsfähigkeit der Griechen in Architektur, Tragödie, Komödie, Philosophie und Geschichtsschreibung unter Beweis stellt. Dies soll mit der Prüfung der These von Johann Joachim Winckelman verbunden werden, Höhepunkte der kulturellen Entwicklung der Völker seien nur in freien Gesellschaften möglich.

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