Prof. Dr. Christoph Helm


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Kulturwissenschaftliche Fakultät (Kuwi)

Honorarprofessor für Wissenschaftsgeschichte

Nach Vereinbarung. 

  • Europäische Bildungsreformen mit Schwerpunkt auf dem Humanismus und Neuhumanismus
  • Wirkungsgeschichte von Johann Joachim Winckelmann
  • Aktuelle Probleme des Bologna-Prozesses

Sommersemester 2026

Homers Odyssee und der Epische Kyklos

14-tägig, Beginn: 15.04.2026 (online) 
MES: WPM 5: Kultur, Geschichte & Gesellschaft in Europa
3/6/9 ECTS

Die europäische Literaturgeschichte beginnt mit Homer und den Epen Ilias und Odyssee, die zu den unvergänglichen Werken abendländischer Dichtung gehören. Die zehnjährige Heimfahrt des unter dem Schutz der Göttin Athene stehenden Heroen Odysseus, die Homer im schicksalsentscheidenden Punkt darstellt, hat von jeher Faszination erregt und die Fantasie der Hörer und Leser beflügelt, sich mit Troia, Mykene, Ithaka und der Welt der mykenischen Helden zu beschäftigen. Die wahrscheinlich im 8. Jhdt. v. Chr. entstandene Odyssee spielt in unterschiedlicher Intensität auf geschichtliche Erfahrungen des frühen Hellenentums wie zum Beispiel die griechische Kolonisation im westlichen Mittelmeer an, die sich auf damals gegenwärtige und vorausgegangene Epochen beziehen. Dieses Werk wirdvervollständigt durch den sogenannten "Epischen Kyklos" , der wohl zwischen 800 und 500 v. Chr. entstanden ist und den Mythos um Troia und Odysseus ergänzt und abrundet (Vorgeschichte: Kyprien. Geschehen nach der Ilias: Aithiopis, Kleine Ilias, Iliupersis). Ein Ziel des Seminars ist es, unter Berücksichtigung der von Manfred Korfmann und Ernst Pernicka vorgelegten, in Troia gewonnenen neuen Grabungserkenntnisse der Frage nach der historischen Authentizität des Sagenkreises um Troia und Odysseus nachzugehen. Die zweite Intension betrifft die Wissenschaftsgeschichte, hier die Entwicklung der Kunstgeschichte und der Archäologie, die unmittelbar mit der Mykenischen Welt und der Wiederentdeckung Homers im 18. Jhdt. zusammenhängt und sich mit den Namen Winckelmann, Goethe, Humboldt und Schliemann verbindet. Damit stehen die geistesgeschichtlichen Epochen Aufklärung, Klassik, Romantik und Neuhumanismus im Zentrum dieses Teils der Untersuchungen des Seminars.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind bei Moodle zu finden.

Kontakt

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