Learning and Teaching Together (Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk)

Beschreibung des Projekts

Die Europa-Universität Viadrina kooperiert seit über 25 Jahren mit ukrainischen Hochschulen im Bereich des Studierendenaustauschs und in Form von Initiativen wie dem Kompetenznetzwerk für interdisziplinäre Ukraine-Studien (KIU) und ist damit ein zentraler Standort für Forschung und Lehre mit Bezug zur Ukraine in Deutschland.

Im Rahmen des DAAD-Programms Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk (DUHN) zielt das Projekt „Learning and Teaching Together“ darauf ab, die bereits bestehende Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern der Viadrina durch folgende Maßnahmen zu vertiefen und zu stärken:

Beschreibung des Projekts

Collaborative Online International Learning (COIL) & Shared Classrooms

Die Projektmaßnahmen mit Bezug zu COIL und Shared Classrooms zielen auf die Ausweitung internationaler digitaler Lehrformate zur Förderung des interkulturellen Austauschs, die Erweiterung der Lerninhalte mit Bezug zur Ukraine sowie die Förderung der Zusammenarbeit in der Forschung und deren Integration in die reguläre Lehre ab. Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Projekts Netzwerk- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten.

Internationale Trainingstage für Mitarbeitende

Diese Projektkomponente umfasst Module zum Kapazitätsaufbau in den Bereichen Hochschulverwaltung und internationale Zusammenarbeit für Verwaltungsmitarbeitende zur Entwicklung von Kompetenzen und zur Stärkung bestehender Strukturen.

Doppel-B.Sc. in Internationaler Betriebswirtschafts-
lehre

Der Aufbau eines Doppelstudiengangs (Bachelor) in Internationaler Betriebswirtschaftslehre mit der Karazin Business School soll zur Stärkung der Zusammenarbeit im EU- und ukrainischen Kontext in einem vernetzten Wirtschaftsraum beitragen.

Geplanter Start: Herbst 2026

Doppel-LL.M. in Transitional Justice

Durch den Aufbau eines Doppelstudiengangs (Master) in Transitional Justice mit der Ukrainischen Katholischen Universität (Lviv) sollen Fachkräfte für den Umgang mit Menschenrechtsverletzungen und die Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse ausgebildet werden.

Geplanter Start: Herbst 2027

Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und fördert die Zusammenarbeit zwischen der Viadrina und ihren ukrainischen Partnern über Fach-, Fakultäts- und Statusgruppengrenzen hinweg. Es zielt darauf ab, einen gemeinsamen Raum für den gegenseitigen Austausch in allen drei Kernbereichen – Lehre, Forschung und Wissenstransfer – zu schaffen, wobei der Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf dem individuellen und institutionellen Lernen voneinander und miteinander liegt.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht das Engagement für eine transinstitutionelle Lerngemeinschaft, die sich bedarfsorientiert mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzt und darüber reflektiert, wie diese Herausforderungen in die akademische Praxis integriert werden können.

Bevorstehende Veranstaltungen

Interdisciplinary Conference ‘Transitional Justice beyond the rule-based world order: Interdisciplinary perspectives on peace and justice’

European University Viadrina Frankfurt (Oder) and the National University of Kyiv Mohyla Academy invite scholars and practitioners to submit abstracts for an international interdisciplinary conference on Transitional Justice, taking place on 1–2 December 2026 in Frankfurt (Oder). The conference will explore how societies address grave human rights violations, rebuild institutions, restore trust, and pursue peace and justice amid shifting global orders and new forms of conflict. | Submission deadline: 15 June 2026.

Processes of political transition following armed conflict, authoritarian rule, and mass atrocities have become an increasingly ambiguous and conflictual global challenge. In particular, as the international order is eroding and the number of interstate wars is increasing again, practical and paradigmatic shifts question established formats of conflict resolution and rebuilding state societies. While the role of international organisations is put increasingly into question, it has become more challenging for today’s societies to deal with the complex task of addressing grave human rights violations, rebuilding institutions, restoring trust, and laying the foundations for a peaceful and democratic future. Transitional Justice has therefore evolved into a dynamic and increasingly important interdisciplinary field at the intersection of law, political science, sociology, history, and peace and conflict studies. 

European University Viadrina Frankfurt (Oder) and the National University of Kyiv Mohyla Academy are pleased to invite submissions for an international interdisciplinary conference on Transitional Justice, to be held on 01 and 02 December 2026 in Frankfurt (Oder)

The conference aims to foster the establishment of interdisciplinary approaches to Transitional Justice and therefore to bring together scholars and practitioners from different disciplines and regions to discuss current challenges, theoretical developments, and practical experiences in the field of Transitional Justice. 

We explicitly encourage submissions from different academic disciplines (law, political science, sociology, history, cultural studies, peace and conflict studies, and related fields) as well as from practitioners working in international organizations, NGOs, public administration, or international justice institutions. 

We warmly invite scholars and practitioners who wish to contribute to this dialogue to submit an abstract of no more than 300 words outlining their proposed presentation by 15 June 2026 to transitional-justice@europa-uni.de. Authors of accepted proposals will be notified by 10 July 2026. All presenters will be invited to transform their presentation into a paper to be published in an edited conference volume following the event. Travel and accommodation costs for accepted speakers will be fully covered by the organizers. 

We very much look forward to your submissions and to welcoming you to Frankfurt (Oder) for an inspiring and engaging exchange on Transitional Justice!

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This project is implemented within the framework of the German-Ukrainian University Network and the project “Learning and Teaching Together,” in cooperation with the Competence Network Interdisciplinary Ukrainian Studies, funded by the German Academic Exchange Service (DAAD) with resources provided by the Federal Ministry of Research, Technology and Space.

Download CfP here

Collaborative Online International Learning Infoveranstaltung 

  • 28.05.2026 (Donnerstag), 15-16 Uhr
  • Online via Zoom

Das Programm und den Link zur Veranstaltung finden Sie hier.

Projektpartner

KSE_School 900xx1Die Kyiv School of Economics (KSE) ist eine schnell wachsende ukrainische Universität, die für ihre hochwertige Ausbildung, akademische Integrität und starke internationale Zusammenarbeit bekannt ist. Sie bietet englischsprachige multidisziplinäre Studiengänge für rund 2.000 Studierende in 26 Studiengängen an, darunter Sozial- und Geisteswissenschaften, Informatik, Ingenieurwesen und Rechtswissenschaften, und betreibt wirkungsvolle Forschung in den Bereichen MINT, Innovation, KI, Politikentwicklung sowie EU-Integration und -Beitritt. Die KSE konzentriert sich stark auf ihre soziale Mission und unterstützt die Regierung und lokale Gemeinschaften, Binnenvertriebene und umgesiedelte Unternehmen mit Umschulungen, Mikro-Zertifizierungskursen, datenbasierten Analysen, Resilienzstrategien und der Integration von Veteranen. Die Universität beteiligt sich an großen internationalen Projekten, darunter Horizon Europe und Erasmus+, unterhält über 70 globale Partnerschaften und ist Mitglied der CIVICA Alliance und der Alliance of Ukrainian Universities (AUU). Die KSE zieht internationale Lehrkräfte an und entwickelt gemeinsame und duale Studiengänge, um die akademische Mobilität und Zusammenarbeit zu fördern. 

Webseite der KSE

NAUKMA_logo_dark-blue_v03_RGB_EN

Die Nationale Universität Kiew-Mohyla-Akademie (NaUKMA) ist eine der renommiertesten und ältesten Universitäten der Ukraine und bekannt für ihre Führungsrolle in den Bereichen Bildung, Forschung und internationale Zusammenarbeit. Mit ihrer mehr als 400-jährigen Geschichte und einer modernen europäischen Vision baut die NaUKMA ihre globalen Partnerschaften aktiv aus und beteiligt sich an strategischen internationalen Initiativen.

Für die NaUKMA ist die Teilnahme am DUHN-Projekt eine wichtige Gelegenheit, internationale Verbindungen zu stärken, bewährte Verfahren auszutauschen und gemeinsam mit Partnern Lösungen zu entwickeln, die die Widerstandsfähigkeit, Innovationskraft und allgemeine Qualität des Studiums sowohl innerhalb der Region als auch darüber hinaus verbessern.

Die NaUKMA ist stolz darauf, einen Beitrag zum DUHN-Projekt zu leisten, und investiert weiterhin in den Aufbau von Partnerschaften, die eine starke und lebendige europäische akademische Gemeinschaft unterstützen.

UCU Law LogoDie Juristische Fakultät der Ukrainischen Katholischen Universität (UCU) ist eine moderne akademische Einrichtung, die sich der Ausbildung einer neuen Generation ukrainischer Jurist*innen verschrieben hat, die auf Ethik, kritischem Denken und öffentlicher Verantwortung basieren. Sie bietet eines der wenigen westlich geprägten Modelle der juristischen Ausbildung in der Ukraine, das globale Ausbildungsstandards mit einer starken ethischen Grundlage verbindet. Im Jahr 2024 wurde ihr Bachelor-Studiengang Rechtswissenschaften anhand der Durchschnittsnote der Bewerber*innen auf Platz 1 in der Ukraine gelistet (Forbes Ukraine).

Die Fakultät hat über 260 Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen und arbeitet mit mehr als 50 nationalen und internationalen Partnern zusammen.

Die Studierenden der UCU zeichnen sich durch hervorragende Leistungen bei internationalen und nationalen Moot-Court-Wettbewerben und im praktischen Lernen durch die Legal Clinic und das Law & Tech Lab aus.

Das Louis B. Sohn Forschungs- und Analysezentrum führt politikorientierte Forschungen zu den Themen Völkerrecht, Transitional Justice und Verfassungsreform durch und veranstaltet jährlich internationale Rechtsseminare und Expertendialoge zum Thema Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg.

V.N. Karazin Kharkiv National University logo bigDie Nationale Universität Charkiw „W. N. Karasin“ (KKNU) ist mit ihrer 221-jährigen Geschichte eine der ältesten öffentlichen Hochschulen Osteuropas. Heute verfügt die Universität über einen der größten Hochschulcampus der Ukraine mit 25 Fakultäten und Bildungs- und Forschungsinstituten, die Fachkräfte in über 200 Studiengängen ausbilden und damit das gesamte Spektrum der modernen klassischen Hochschulbildung abdecken. Derzeit hat die KKNU über 15.000 Studierende. Etwa 400 ordentliche Professoren, über 1000 außerordentliche Professoren und Doktoren arbeiten an der KKNU. Sie zählt zu den besten Hochschulen der Ukraine (Platz 691-700) und hat in den letzten 10 Jahren in Folge ihre führende Position unter den ukrainischen Universitäten behauptet.

Trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine wurde die Universität nicht verlegt und setzt alle ihre Aktivitäten fort. Sie hat weiterhin ihren Sitz in der Stadt Charkiw, wo die Universitätsverwaltung und alle Fachbereiche tätig sind.

KBS_black 2Die Karazin Business School (KBS) – eine besondere innovative Fakultät der Universität. Sie wurde gegründet, um gegenwärtigen und zukünftigen Führungskräften dabei zu helfen, ihr kreatives Potenzial auszuschöpfen, eine erfolgreiche Karriere in jedem Bereich aufzubauen oder sie bei der Entwicklung ihres Unternehmens zu unterstützen.

Die KBS bildet Fachkräfte in den Bereichen Wirtschaft, Management und Unternehmertum in verschiedenen Bereichen der wirtschaftlichen Tätigkeit aus. Unsere Studierenden und Mitarbeitenden verfügen über Erfahrung in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Methodik und Forschung.

Die Karazin Business School ist sehr aktiv in der internationalen Zusammenarbeit und beteiligt sich an Programmen wie Erasmus+ KA 171, hat 5 KA2-Projekte in den Bereichen Unternehmertum, setzt duale Ausbildungen und Mediation um und realisiert unter anderem 2 Jean-Monnet-Projekte, USAID-Projekte, GIZ-Projekte.

 

Webseite der Karazin Business School

Finanziert durch

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Stefan Henkel

Projektleitung

Anna Steinmann

Projektkoordination