Paris Lodron Universität Salzburg: "Zusammenfassend bin ich sehr glücklich über die zwei Semester, die ich in Salzburg verbracht habe"
Deutsch-Polnisches Jurastudium (BA)
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Vorbereitung
Die Vorbereitung auf meinen Austausch habe ich in sehr angenehmer Erinnerung. Trotz der großen Freude über die Zusage war der Prozess natürlich auch mit etwas Stress bezüglich des neuen Ortes, der Menschen, der Unterkunft, der Universität und der Lehrveranstaltungen verbunden. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass wir ausreichend Unterstützung erhielten, sodass der gesamte Ablauf reibungslos und stressfrei verlief.
Zu Beginn half mir meine Heimatuniversität beim Ausfüllen der notwendigen Dokumente wie dem Learning Agreement und dem Grant Agreement – den beiden zentralen Säulen eines jeden Austauschprogramms:
- Learning Agreement: Auf der Website der Gastuniversität habe ich die Kurse ausgewählt, die mich am meisten interessiert haben. Die Viadrina hat mir dann geholfen, die passenden Fächer auszuwählen, damit sie an meiner Heimatuni angerechnet werden können.
- Grant Agreement: Dieses Dokument regelte vor allem die finanziellen Aspekte der Förderung und wurde ebenfalls sorgfältig von der Viadrina geprüft.
Auch die Vorbereitung der Reise war sehr einfach. Es gibt direkte Zugverbindungen nach Salzburg, deshalb konnte ich mit dem Zug fahren und das Angebot „Green Travel“ nutzen. Auch mit der Krankenversicherung gab es keine Probleme, weil ich als EU-Bürgerin die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) habe.
Einführungsveranstaltungen und Integration:
- Wintersemester: Zu Beginn des ersten Semesters fand eine Orientierungswoche statt, in der zahlreiche Integrationsveranstaltungen organisiert wurden. Dazu gehörten gemeinsame Auslandsreisen (u. a. nach Budapest und Ljubljana) sowie ein traditionelles österreichisches Abendessen, bei dem wir uns alle kennenlernen und lokale Spezialitäten probieren konnten.
- Sommersemester: Im zweiten Semester gab es leider spürbar weniger solcher Treffen und Gelegenheiten zum Austausch. Aus meiner Sicht war das ein kleiner Nachteil, weil es im Vergleich zum Wintersemester viel weniger Angebote zur Integration gab.
Trotzdem konnte ich mich bei Fragen oder Anliegen jederzeit an eine mir speziell zugewiesene Ansprechperson an der Gastuniversität wenden, die mir immer sehr nett geholfen hat. Zudem bot die Universität viele tolle Zusatzprogramme an – wie beispielsweise ein Sprachcafé / Sprach-Tandem, bei dem man nicht nur neue Sprachen lernen, sondern auch wunderbar neue Kontakte knüpfen konnte.
Privat
Unterkunft
Was das Wohnen betrifft, habe ich mich für ein Studentenwohnheim entschieden. Das Bewerbungsverfahren erforderte lediglich das Ausfüllen eines Online-Formulars auf der Website des Wohnheims sowie die Einreihung in die Warteliste. Ich hatte das Glück, ein eigenes Zimmer in einer Wohngemeinschaft mit drei weiteren Mitbewohnerinnen zu bekommen.
Wie ich jedoch aus den Erfahrungen anderer Studierender weiß, hatte nicht jeder so viel Glück wie ich: Der Wohnungsmarkt in Salzburg gilt als sehr angespannt und teuer. Daher empfehle ich dringend, sich so früh wie möglich für einen Wohnheimplatz zu bewerben, um die Chancen auf eine Zusage zu maximieren.
Das Leben im Wohnheim ist auch eine super Möglichkeit, ganz einfach neue Leute kennenzulernen. Ich persönlich war mit dem Standard meiner Unterkunft sehr zufrieden; es gab alle Annehmlichkeiten, die ich benötigte. Was die Kosten angeht, so lagen diese zwar höher als in Deutschland, doch der Platz im Wohnheim hat mein Budget im Vergleich zum freien Wohnungsmarkt deutlich entlastet.
Zusammenfassend würde ich allen zukünftigen Austauschstudierenden raten, sich direkt nach Erhalt der Zusage für den Austausch, um einen Platz im Studentenwohnheim zu bewerben. Dies erhöht die Erfolgschancen erheblich und beschleunigt den gesamten Prozess.
Das ist der Link zur Website der Studentenwohnheime bei, über die man sich direkt für einen Platz bewerben kann: https://studentenheim.at/
Studium an der Gasthochschule
Mein typischer Tagesablauf an der Gastuniversität sah in jedem Semester anders aus.
Kurswahl und Vorbereitung: Zunächst musste ich die passenden Fächer auswählen, die meinem Studiengang an der Heimathochschule entsprachen. Dazu habe ich auf der Website der Universität Salzburg das Vorlesungsverzeichnis genutzt, das ein breites Angebot an Lehrveranstaltungen sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch bot. Nach der Auswahl füllte ich mein Learning Agreement aus und sendete es an meine Heimatuniversität. Dort erhielt ich wertvolle Unterstützung bei der Frage, welche Kurse und Kombinationen am besten für die spätere Anerkennung geeignet waren. Bei Fragen konnte ich mich zudem jederzeit an meine persönliche Ansprechperson an der Gastuniversität wenden, die mir stets hilfsbereit alle nötigen Informationen lieferte. Die Kursbeschreibungen auf der Website gaben detailliert Auskunft über Stundenzahl, Unterrichtssprache und Veranstaltungsform (z. B. Seminar, Vorlesung oder Übung).
Unterrichtsform und Leistungsnachweise: Wie auch in Deutschland war die Anwesenheit bei Vorlesungen in der Regel nicht verpflichtend. Bei Seminaren und Übungen hingegen wurde die Anwesenheit in jeder Stunde kontrolliert. Die Leistungsnachweise bestanden häufig aus Präsentationen und dem Verfassen von Essays. Es gab jedoch auch Fächer, bei denen eine schriftliche Prüfung als Prüfungsleistung gefordert war.
Zusatzangebote (Sprach- und Sportkurse):
- Sprachenzentrum: Die Universität Salzburg bot ein umfangreiches Sprachkursangebot an, das finanziell deutlich günstiger war als Unterricht an privaten Sprachschulen.
- Universitätssportisches Institut (USI): Das Sportangebot war extrem vielfältig. Ich persönlich habe wöchentlich an einem Pilates-Kurs teilgenommen. Zur Auswahl standen aber auch Sportarten wie Basketball, Tennis, Skifahren, Fechten, Tischtennis, Fußball, Fitness und vieles mehr – es war also definitiv für jeden etwas Dabei. Da ich meinen Austausch mitten in den Alpen verbrachte, bin ich in meiner Freizeit sehr oft mit Freunden wandern gegangen. Auch die örtlichen Schwimmbäder waren sehr beliebt und überraschend preiswert.
Jeder Tag während meines Erasmus-Aufenthalts sah somit ein bisschen anders aus. Dank des riesigen Portfolios an Fächern, Kursen und Freizeitaktivitäten findet an der Universität Salzburg wirklich jeder das Passende für sich. Wichtig ist vor allem, sich bereits vor Beginn der Mobilität gründlich mit dem Angebot auf der Website vertraut zu machen.
Der Link zum Kursangebot der vergangenen Jahre ein:
https://online.uni-salzburg.at/plus_online/ee/ui/ca2/app/desktop/ - /slc.tm.cp/student/courses?$ctx=lang=DE&$skip=0&objTermId=206&orgId=1
Alltag und Freizeit
Ein sehr wichtiges Thema für viele Studierende sind die Lebenshaltungskosten in Österreich. Ich habe meinen Austausch in Salzburg verbracht. Salzburg ist eine sehr bekannte und touristische Stadt, vor allem wegen Wolfgang Amadeus Mozart. Sowohl im Sommer als auch im Winter kommen sehr viele Touristen hierher – zum Skifahren oder um die Stadt zu besichtigen. Außerdem liegt Salzburg nah an Wien.
Deshalb ist Salzburg eine der teuersten Städte in Österreich. Die Preise sind relativ hoch. Schon beim normalen Einkaufen im Supermarkt merkt man das: Viele Lebensmittel kosten etwa 1 bis 2 Euro mehr als in Deutschland. Auch Freizeitaktivitäten mit Freunden sind teurer als in Polen oder Deutschland. Darauf sollte man gut vorbereitet sein und am besten etwas Geld gespart haben.
Trotzdem lohnt es sich absolut! Österreich ist wunderschön und Salzburg liegt direkt an den Alpen. Man hat super Möglichkeiten für die Freizeit, wie zum Beispiel Skifahren im Winter oder Wandern im Sommer. Im Stadtzentrum gibt es auch viele nette Cafés, Restaurants und Museen.
Mein Tipp ist daher: Man sollte das Erasmus-Stipendium gut und verantwortungsvoll planen. Wenn man sein Geld gut einteilt, reicht es völlig aus. Ich bin das beste Beispiel dafür: Ich musste auf nichts verzichten und konnte während meiner Zeit in Salzburg sogar sehr viel reisen!
Fazit
Zusammenfassend bin ich sehr glücklich über die zwei Semester, die ich in Salzburg verbracht habe. Ich konnte Österreich sehr gut kennenlernen, bin viel in den Alpen gewandert und habe mich in die wunderschönen, glasklaren Seen verliebt. Außerdem habe ich viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich bis heute im Kontakt bin.
Durch die super Lage von Salzburg konnte ich auch viele andere Länder und Regionen reisen – wie Italien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn und Bayern in Deutschland. Zudem konnte ich ein Praktikum machen, was eine fantastische Erfahrung für meine persönliche Entwicklung war.
Ich bin dem Erasmus-Programm und beiden Universitäten sehr dankbar für die Unterstützung. Wenn ich Fragen oder Probleme hatte, habe ich immer schnell Hilfe bekommen.
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