Doing Democracy: Zivilgesellschaft und Wissenschaft vernetzen sich an der Viadrina über Grenzen hinweg
Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und das sozialwissenschaftliche Institut der SWPS-Universität Warschau laden im Rahmen der European Reform University Alliance (ERUA) am Donnerstag und Freitag, dem 23. und 24. April 2026, zum deutsch-polnischen Vernetzungsevent „Doing Democracy: Connecting Civil Society and Academia Across Borders“ nach Frankfurt (Oder) und Słubice ein. Zwei Tage lang stehen Impulse, Dialog und Austausch im weiten Feld der Demokratiearbeit über die deutsch-polnische Grenze hinweg im Mittelpunkt. Interessierte sind zu mehreren öffentlichen Diskussionsformaten eingeladen. Anlass der Veranstaltung ist das 35. Jubiläum des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages in diesem Jahr.
Aktuelle Informationen zu der Veranstaltung finden Sie auf der Webseite:
https://ecos.erua-eui.eu/info/doing-democracy/
„Der Deutsch-Polnische Nachbarschaftsvertrag von 1991 und die Wiedergründung der Europa-Universität Viadrina wenige Wochen später stehen für eine gemeinsame Vision: den deutsch-polnischen Dialog in einem vereinten Europa dauerhaft zu stärken und über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten“, sagt Prof. Dr. Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina. Für die Viadrina sei der Vertrag nicht nur historischer Bezugspunkt, sondern auch Auftrag, im deutsch-polnischen Dialog die wichtigen Themen der Gegenwart und Zukunft zu gestalten – in Forschung, Lehre und im gesellschaftlichen Austausch über Grenzen hinweg.
Das Vernetzungsevent hat das Ziel, Wissenschaft und Praxis mit Blick auf die Stärkung von Demokratie in einen Dialog zu bringen. Eingeladen sind zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland und Polen, die sich für politische Bildung, Community Building, demokratische Partizipation, Menschenrechtsschutz, Extremismusprävention und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen sowie Forschende und Studierende aus beiden Ländern, die sich wissenschaftlich mit diesen Themen befassen. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Erfahrungen und Anliegen einzubringen, neue Impulse zu setzen und Kooperationspartner*innen zu finden, die ähnliche Ziele verfolgen – über Arbeitsfelder- und Ländergrenzen hinweg.
Vereine, Bündnisse, Initiativen, Forschende und Studierende reichen ihre Arbeit und Anliegen vorab auf Postern ein. Auf dieser Grundlage entstehen die Themen der Arbeitsgruppen, wie etwa „Herausforderungen bei der Stärkung von Dialog und kommunaler Partizipation“, „politische Bildung und Jugend in Zeiten social-medialer (Des)information“ oder „Strategien im Kampf gegen Hate Speech und Rechtsextremismus“.
Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen von Doing Democracy
Alle öffentlichen Veranstaltungen werden vor Ort deutsch-polnisch und im Live-Stream ins Englische gedolmetscht.
Doing Democracy: Warum Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Bereich „Demokratie“ vernetzen?
Donnerstag, 23. April 2026, 13.00 – 14.30 Uhr
Ort: Logensaal, Europa-Universität Viadrina
Begrüßung: Prof. Dr. Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina
Zum Auftakt findet ein Podiumsgespräch zur Frage statt, warum eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Bereich Demokratie notwendig ist.
Auf dem Podium diskutieren:
Prof. Mikołaj Cześnik (SWPS Warschau)
Artur Koldomasov (SWPS Warschau, angefragt)
Dr. Anja Hennig (Europa-Universität Viadrina)
Moderation: Irene Hahn-Fuhr (Centrum Liberale Moderne / Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit)
Chancen demokratischer Partizipation in Zeiten von Desinformation
Donnerstag, 23. April 2026, 18.30 – 20.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung, Rathaus Frankfurt (Oder)
Podiumsgespräch zu den Herausforderungen und Chancen demokratischer Beteiligung in Zeiten von Desinformation mit anschließendem Empfang.
Mit angefragten Grußworten von Claus Junghanns, Bürgermeister Frankfurt (Oder)
Auf dem Podium diskutieren:
Prof. Dr. Radosław Markowski (SWPS Warschau)
Krzysztof Izdebski (Batory Stiftung Warschau)
Prof. Dr. Gesine Schwan (Berlin Governance Platform)
Dr. Anne Holper (Viadrina Institut für Konfliktmanagement)
Ergänzt wird die Diskussion durch Einblicke in verschiedene Aspekte aus der Zivilgesellschaft.
Moderation: Dr. Anja Hennig (Europa-Universität Viadrina)
Für diese Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter:
https://forms.europa-uni.de/form/provide/2402/
Future Lab: Themen, Formate und Bedingungen für Wissenschaft-Praxis-Kooperationen
Freitag, 24. April 2026, 13.30 – 15.30 Uhr
Ort: Kleine Aula im Collegium Polonicum, Słubice
Das Finale von Doing Democracy dient dem Austausch zentraler Erkenntnisse, gewonnener Erfahrungen und dem Sammeln von Ideen für mögliche Projekte. Im Fokus stehen die Fragen, welche Formate für eine künftige Zusammenarbeit denkbar und welche Bedingungen dafür nötig sind.
Impulse zur Förderung und strategischen Weiterentwicklung geben Alfred Roos, Tolerantes Brandenburg, die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung, Krzysztof Izdebski, Batory Stiftung Warschau und ein/e Vertreter*in des Brandenburger Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa.
Heide Fest
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