Viadrina mit vielfältiger Ukraine-Expertise beim Café Kyiv
Wohin steuert die Ukraineforschung vier Jahre nach der Vollinvasion durch Russland? Wurde die deutsche Unkenntnis über die Ukraine von Desinformation abgelöst? Und wie überwindet man die Gräben zwischen westlichen Forschungseinrichtungen und dem ukrainischen Kriegsalltag?
Mit diesen und weiteren Themen und Fragestellungen nehmen Wissenschaftler*innen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) an der vierten Ausgabe vom Café Kyiv am Montag, dem 23. Februar, im Colosseum in Berlin teil.
Cafe Kyiv
Im vergangenen Jahr kamen rund 5.000 Besucher*innen zu dem von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierten Netzwerkevent und nahmen an mehr als 100 Veranstaltungen in den Kinosälen im Prenzlauer Berg teil. Die diesjährige Ausgabe des Café Kyiv, die von Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnet wird, ist bereits ausgebucht.
Programmpunkte mit Viadrina-Beteiligung:
„Talking About Rivers in Ukraine: From Lessons and Reflections to Action“: Panel und künstlerische Intervention, unter anderem mit aktuellen und ehemaligen Fellows vom Kompetenzverbund Interdisziplinäre Ukrainestudien (KIU). Beteiligt sind Dr. Tetiana Gardashuk, Dr. Francesc Rodríguez und Seila Fernández Arconada: 9.00 Uhr, Silent Stage
„Navigating the Gap – Power, Positionality, and Solidarity in Work on Ukraine”: Die zwölf aktuellen Promovierenden vom Kompetenzverbund Interdisziplinäre Ukrainestudien (KIU) organisieren einen Workshop über die ethischen Herausforderung der Arbeit über ein Land im Kriegszustand. Gemeinsam mit Forschenden, Medienschaffenden und Engagierten aus der Zivilgesellschaft wollen sie darüber sprechen, wie man mit den Hürden und Lücken zwischen dem westlichen Blick und dem Land im Krieg umgeht: 10.00 Uhr, Kino 5
„Ukraine erklären: Vorstellung zwei neuer Sammelbände zur Ukraine“: Auf dem Panel präsentieren Dr. Susann Worschech und KIU-Alumnus Dr. Michael Dobbins ihre im Jahr 2025 erschienen Sammelbände zur Ukraine – „Freiheitsschauplatz“ (Nomos) und „Das politische System der Ukraine“ (Springer): 11.45 Uhr, Book Stage
„Quo vadis Ukraineforschung? Lehre und Forschung über Mittel- und Osteuropa nach vier Jahren Angriffskrieg“: Über dieses Thema sprechen Prof. Dr. Annette Werberger, Prof. Dr. Jan-Claas Behrends und Prof. Dr. Andrii Portnov: 12.30 Uhr, Kino 10
„Von der Unkenntnis zur Desinformation? Osteuropa und die Ukraine im deutschen (Geschichts-)Bewusstsein“: In dieser von Journalistin Dr. Gesine Dornblüth moderierten Runde diskutieren Dr. Susann Worschech, Koordinatorin des KIU, Prof. Dr. Winfrid Halder, Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, und Dr. Kateryna Kobchenko, Habilitationsstipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung: 12.30 Uhr, Kino 3
„Where Can One Publish Research on Ukraine? Editors Introduce their Periodicals”: Dr. Susann Worschech stellt in dieser Runde die Buchreihe „Interdisciplinary Ukrainian Studies“ im Nomos-Verlag vor: 17.00 Uhr, Book Stage
Livepodcast „Ostausschuss der Salonkolumnisten“: Viadrina-Historiker Prof. Dr. Jan-Claas Behrends ist Mitglied im „Ostausschuss der Salonkolumnisten“. Seit Sommer 2022 diskutiert er mit Kolleg*innen regelmäßig den Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im Café Kyiv sprechen sie live mit Dr. Jana Puglierin, Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations: 19.45 Uhr, Kino 1
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