Osteuropa-Historiker Oliver Jens Schmitt liest aus „Moskaus westliche Rivalen“

Frankfurt (Oder), 

Der österreichische Historiker Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt stellt am Dienstag, dem 3. Februar, 18.00 Uhr, sein Buch „Moskaus westliche Rivalen – Eine europäische Geschichte vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer“ an der Europa-Universität Viadrina vor. Auf Einladung von Viadrina-Jurist Prof. Dr. Markus Beham liest der Osteuropa-Kenner aus seinem preisgekrönten Buch, in dem er der Frage nachgeht, was Russland in seiner politischen Kultur von seinen westlichen Nachbarländern unterscheidet. Dabei spannt er einen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis zu Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Veranstaltung im Hauptgebäude der Viadrina, Große Scharrnstraße 59, Senatssaal (Raum 109), steht allen Interessierten offen; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt

Zur Person
Oliver Jens Schmitt, geboren 1973, ist seit 2005 Professor für Geschichte Südosteuropas an der Universität Wien und Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er gilt als einer der besten Kenner der Sozial- und Kulturgeschichte Osteuropas. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem der Faschismus in Osteuropa im Rahmen der vergleichenden Faschismusforschung, ostmediterrane Stadtgesellschaften im langen 19. Jahrhundert, Gesellschaft und Politik im spätosmanischen Reich und die spätmittelalterliche Geschichte des Balkans.

Zum Buch
Im vergangenen Jahr ist das Buch „Moskaus westliche Rivalen – Eine europäische Geschichte vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer“ im Verlag Klett-Cotta erschienen. Der Autor Oliver Jens Schmitt zeigt darin, dass Moskau von seinen westlichen Nachbarn nicht primär durch Sprache oder Religion, sondern vor allem durch Unterschiede der politischen Kultur getrennt ist.

Er stellt dabei einen umfassenden Zusammenhang zwischen den Erfahrungen von Skandinavien über das Baltikum bis zum Mittelmeer her. „Zum ersten Mal erzählt ein Historiker die wenig bekannte Geschichte eines oft übersehenen, aber weitreichenden Teils Europas, dessen Unabhängigkeit heute erneut bedroht ist“, heißt es zum Buch auf der Verlagswebseite.

Die Publikation wurde mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2025 ausgezeichnet.

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