Sinnliche Flussreise „OderHive“
Wie klingt die Oder? Was nehmen Wassertiere wahr und wie verändert der Fluss menschliche Sinneswahrnehmungen? Die intermediale Performance „OderHive – eine multisensuale Flussreise zum Hören, Sehen und Fühlen“ geht diesen Fragen am Donnerstag, dem 29. Januar, ab 17.00 Uhr, an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) auf den Grund. Das Neue-Musik-Ensemble FrauVonDa// ist zu Gast im Logensaal, Logenstraße 11, und lädt Interessierte ein, gemeinsam mit Gästen aus Kunst und Wissenschaft auf eine sinnliche Reise durch den Lebensraum Oder zu gehen. Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.
Der Logensaal wird während der Performance zum vibrierenden Flussbett, auf dem sich wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wahrnehmung von Fischen und künstlerische Fiktion miteinander verweben. Das Publikum begegnet den Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aus Deutschland und Polen in offenen Talkrunden – die Künstlerin Claudia van Hasselt hat dafür das Diskursformat senSONICtalk© entwickelt. Die interaktiven Gespräche werden künstlerisch gestaltet und wechseln sich als eigene Kunstform ab mit Sound Art, visueller Kunst, freier Improvisation und den Kompositionen von Wojtek Blecharz.
Janine Escher
Oder-Katastrophe als Auslöser
Claudia van Hasselt und Nicolas Wiese, künstlerische Leitung des Ensembles FrauVonDa//, haben nach der menschengemachten Umweltkatastrophe in der Oder im Sommer 2022 ein Jahr lang die Forschungsarbeit des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin begleitet. Aus den umfangreichen Recherchen und Aufnahmen entwickelt die Berliner Künstlergruppe eine aufmerksame Perspektive auf die im Verborgenen liegenden Sinne der Lebensformen in der Oder. In ihrer interaktiven Performance stellt FrauVonDa// die Frage, wie wir uns als Gemeinschaft Lebensräume teilen wollen. Das Projekt wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Fotos und Interviews
Für die mediale Ankündigung können diese Fotos der Performance genutzt werden (Copyright: Janine Escher). Akteur*innen der Performance stehen für Interviews im Vorfeld und am Rande der Veranstaltung zur Verfügung.
Kontakt: presse@europa-uni.de oder telefonisch unter 0335 - 5534 4515.
Akteur*innen aus Kunst und Wissenschaft
Zu den künstlerischen Akteur*innen des Abends gehören: das Otucha Collective mit Sängerinnen aus Berlin und Szczecin, Schneider TM an Gitarren und Elektronik, Roland Fidezius an Kontrabass und E-Bass und Perkussionist Daniel Eichholz. Dramaturgie und Texte kommen von Claudia van Hasselt, an der Dramaturgie mitgewirkt hat Katja Kettner. Videokunst und Live-Elektronik kommen von Nicolas Wiese, Text und Live-Elektronik von Łukasz Jastrubzak. Wissenschaftliche Beiträge liefern: die Umweltethikerin Dr. Hanna Schudy (Wrocław), die Gewässerbiolog*innen Dr. Gabriela Costea, Dr. Christian Wolter und Dr. Martin Pusch vom Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin (IGB), sowie der Historiker Karol Chwastek (Śląskie Centrum Wolności i Solidarności in Katowice).
Es moderieren Dr. Anja Hennig (Viadrina) und Dr. Simon Teune (Freie Universität Berlin).
OderHive findet in Kooperation mit dem Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin, der Freien Universität Berlin/Intervenierende Künste und dem Viadrina-Institut für Europastudien sowie dem Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION statt.
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