Gastdozent Dr. Naum Trajanovski über den Konflikt zwischen Bulgarien und Nordmazedonien

Frankfurt (Oder), 

Der Soziologe Dr. Naum Trajanovski spricht am Montag, dem 19. Januar, 13.00 Uhr, an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) über den jüngsten erinnerungspolitischen Konflikt zwischen Nordmazedonien und Bulgarien. Naum Trajanovski ist ein ausgewiesener Experte für die Rolle von Geschichte und Erinnerung in den Auseinandersetzungen zwischen den südosteuropäischen Staaten und lehrt aktuell als Gastdozent an der Viadrina.

Seine englischsprachige Vorlesung kann vor Ort im Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Viadrina, Raum 102, Europaplatz 1, oder online verfolgt werden.

Weitere Informationen und Link zum Livestream

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Dr. Naum Trajanovski mit Studierenden in seinem Seminar an der Viadrina

Zur Vorlesung
In seinem Vortrag untersucht Naum Trajanovski die Verbindung von erinnerungspolitischen Auseinandersetzungen und politischen Konflikten und hebt dabei die Rolle von Intellektuellen hervor. Wenn Staaten – wie im Fall von Bulgarien und Nordmazedonien – in der gesellschaftlichen Wahrnehmung ihre nationale Identität nicht angemessen verteidigen können, so seine Argumentation, werden Intellektuelle zu zentralen Akteuren im erinnerungspolitischen Diskurs, indem sie grundlegende historische Narrative als existenziell bedroht darstellen.

Konkret beschreibt Trajanovski drei umkämpfte Formen des Gedenkens an historische Figuren, die sowohl von Bulgarien als auch von Nordmazedonien beansprucht werden. Mit diesen exemplarischen Fällen verdeutlicht er, welchen Einfluss erinnerungspolitische Kämpfe auf aktuelle politische Konflikte und unsichere Identitäten haben.

Die Vorlesung findet im Rahmen der ValEUs Lecture Series statt, einer Veranstaltung des Jean-Monnet-Netzwerkes „ValEUs. Research & Education Network on Contestations to EU Foreign Policy“.

Über den Dozenten
Dr. Naum Trajanovski lehrt und forscht an der Universität Warschau und ist im laufenden Wintersemester Gastdozent an der Europa-Universität Viadrina. Der Soziologe arbeitet mit Studierenden der Viadrina zum Auf und Ab bilateraler Beziehungen. Seine Expertise in den Memory Studies setzt er mit seiner Seminargruppe in den lokalen Kontext der deutsch-polnischen Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice. Wie hier an historische Ereignisse und Figuren gedacht wird, erforscht er mit den Studierenden bei Exkursionen. Das Ziel ist eine Ausstellung, die im Februar an der Viadrina zu sehen sein wird.
Die Gastdozentur wird von der Meyer-Struckmann-Stiftung gefördert.

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