Frankfurter Medienrechtstage: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk vor Gericht
Wie lässt sich die Rundfunkfreiheit bewahren, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk immer häufiger in der Kritik steht – bis hin zu Gerichtsverfahren? Mit dieser Leitfrage beschäftigen sich die 22. Frankfurter Medienrechtstage am Mittwoch, dem 14., und Donnerstag, dem 15. Januar 2026 an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Die zweitägige Konferenz trägt den Titel „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk vor Gericht – Wege zur Bewahrung der Rundfunkfreiheit“.
Am ersten Konferenztag stehen vielfach beklagte Defizite des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Zentrum mehrerer Gesprächsrunden – vom verengten journalistischen Spektrum bis zur Sorgfaltspflicht am Beispiel Antisemitismus. Ausgangspunkte für die Diskussionen sind die Empfehlungen des Zukunftsrates der Rundfunkkommission sowie die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 15. Oktober 2025 zur Rechtmäßigkeit des Rundfunkbeitrages.
Am zweiten Konferenztag richtet sich der Blick auf Best-Practice-Beispiele aus Südosteuropa und auf regulatorische Perspektiven, die zur Rückbesinnung auf den verfassungsrechtlichen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beitragen können.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte sowie Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen, an der Tagung oder an ausgewählten Panels teilzunehmen.
Eine Anmeldung ist bis Montagabend, 12. Januar, erforderlich (PDF).
Programm
Eröffnet werden die Medienrechtstage am 14. Januar um 10.00 Uhr im Senatssaal des Hauptgebäudes der Europa-Universität Viadrina (Große Scharrnstraße 59) mit Grußworten des Präsidenten der Viadrina, Prof. Dr. Eduard Mühle, sowie von Prof. Dr. Johannes Weberling, Medienrechtsexperte und Honorarprofessor der Viadrina. In die Thematik führen Prof. Dr. Peter M. Huber, Bundesverfassungsrichter a. D., und Claus Liesegang, Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung, ein.
Zum ausführlichen Programm (PDF)
Personen
Zu den Mitwirkenden der Tagung gehören namhafte Stimmen aus Wissenschaft, Politik und Journalismus: Prof. Dr. Stephan Russ-Mohl, Medienwissenschaftler und langjähriger Beobachter des europäischen Journalismus, Prof. Dr. Christian von Coelln, Verfassungsrechtler an der Universität zu Köln, Prof. Dr. Mark Eisenegger, Direktor des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich, sowie Prof. Dr. Marcus Maurer, Kommunikationswissenschaftler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mit Marína Urbániková von der Masaryk-Universität Brünn und Hyrie Mehmeti, Südosteuropäische Universität Pristina/Tetovo/Skopje, fließen zudem Perspektiven aus Südosteuropa ein. Die politische Dimension ergänzt Prof. Dr. Johanna Wanka, ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung. Journalistische Praxis bringt Peter Rothenbühler ein, langjähriger Chefredakteur des SonntagsBlick und von Le Matin.
Die Frankfurter Medienrechtstage werden veranstaltet vom Studien- und Forschungsschwerpunkt Medienrecht der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina in Kooperation mit der Südosteuropa-Gesellschaft sowie mit freundlicher Unterstützung des Medienprogramms Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Märkischen Oderzeitung.
Journalistinnen und Journalisten vermitteln wir gern Kontakte zu den Mitwirkenden der Tagung.
Ihr Kontakt: presse@europa-uni.de
Prof. Dr. Johannes Weberling
Heide Fest
Zurück zum Newsportal
Beitrag teilen: