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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Prof. Dr. Enrico Peuker zum Professor für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht, ernannt

Prof. Dr. Enrico Peuker hat seit dem 1. Oktober 2022 die Professur für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht, an der Juristischen Fakultät der Viadrina inne. Nach mehreren Vertretungsprofessuren – unter anderem auch an der Viadrina – freut er sich darauf, in Frankfurt anzukommen und den Studierenden abseits von Online-Veranstaltungen zu begegnen.

„Das Verwaltungsrecht liegt mir sehr am Herzen“, sagt Prof. Dr. Enrico Peuker direkt nach seiner Ernennung zum Professor der Europa-Universität. Eines seiner Spezialgebiete, mit dem er sich an der Humboldt-Universität zu Berlin 2019 habilitierte, ist der Verfassungswandel durch Digitalisierung. „Meine Frage dabei ist, ob die Verfassung der digitalen Welt standhält“, sagt er und betont, dass sich die gleiche Frage auch für das Verwaltungsrecht stelle. Als Beispiele nennt er die Kommunikation von Behörden – sowohl untereinander als auch mit Bürgerinnen und Bürgern. Muss es wirklich immer ein ausgedrucktes und signiertes Formular sein oder reicht mitunter auch eine E-Mail für bestimmte Vorgänge? „Während der Corona-Pandemie wurden da einige befristete Sonderregelungen geschaffen; diese könnten verlängert oder entfristet werden“, gibt er Einblick in seine Überlegungen.

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Frischt ernannt: Prof. Dr. Enrico Peuker (Mitte) mit Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal und Prof. Dr. Ulrich Häde, Dekan der Juristischen Faklutät.        Foto: Heide Fest


Seine besondere Affinität zum Öffentlichen Recht erklärt Enrico Peuker mit dem grundlegenden Interesse daran, was der Staat tun darf und was nicht. Dem Einwurf, dass das manche Jura-Studierende in den ersten Semestern weniger interessieren könnte als Strafrecht oder Zivilrecht hält er entgegen: „Die Praxis lebt vom Verwaltungsrecht, von der Bauplanung über das Vergabe- bis zum Beamtenrecht. Die Themen liegen auf der Straße!“

Nach mehreren Vertretungsprofessuren, die ihn unter anderem nach Saarbrücken, Bayreuth und auch schon nach Frankfurt (Oder) geführt hatten, freut sich Enrico Peuker nun besonders darauf, dass es „endlich richtig losgeht“. Vier Umzugskisten voller Literatur warten darauf, im neuen Büro ausgepackt zu werden. Neben der großen Freiheit in der Forschung freue er sich vor allem auf den Kontakt zu den Studierenden. „Mein Anspruch ist, wirklich mit ihnen ins Gespräch zu kommen, dass sie mitdenken und mitmachen und nicht nur passiv als schwarze Kacheln teilnehmen“, sagt er mit Blick auf die nicht immer einfachen Online-Semester während der Corona-Pandemie.

(FA)