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Viadrina Institut für Europa-Studien (IFES)

Dr. Estela Schindel

Schindel_Estrela_quer ©Fest, Heide

Estela Schindel


Kulturwissenschaftliche Fakultät (Kuwi)
Akademische Mitarbeiterin , Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Viadrina Instituts für Europa-Studien (IFES)
Wissenschaftliche Geschäftsführung
Logenstraße 11
15230 Frankfurt (Oder)
🏠 LH 115
☏ +49 335 5534 2827
📠 +49 335 5534 2278
✉ schindel@europa-uni.de

Sprechzeiten

vorlesungsfreie Zeit:
12.2., 26.2. und 4.3. von 11 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung.

 


Forschungsschwerpunkte

  • EU-Grenzregime
  • Biopolitik
  • Soziale Dynamiken der Exzeption und Exklusion
  • Diktatur- und Gewaltforschung; Erinnerungskulturen 
  • Raum- und Stadtforschung mit Schwerpunkt Lateinamerika

Aktuelles Forschungsprojekt

Die EU-Außengrenzen als Verhandlungsraum des europäischen Selbstbildes und der Alterität. Eine kultursoziologische Untersuchung der Konstruktion des europäischen Selbstbildes, der Alterität und der Verschiebung von Gewalt an die Außengrenzen der EU
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Publikationen

Publikationen


Lebenslauf / Vita

Lebenslauf/Vita


Lehrveranstaltungen

Aktuelles Semester, SoSe 2020:

Grenzregime. Diskurse, Infrastrukturen, Praktiken

6/9 ECTS

Seminar: KGMOE: Räume - Grenzen - Metropolen // MASS: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen,ästhetische Formationen / Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus / Politik und Kultur
Mo, 16 - 18 Uhr, Ort: LH 101/102, Veranstaltungsbeginn: 20.04.2020

Bitte senden Sie zur Anmeldung bis zum 14.04.2020 eine E-mail an schindel@europa-uni.de.

Grenzen werden in der Forschung zunehmend nicht nur als festgelegte Territorien, demarkierende, physische Bereiche betrachtet, sondern als komplexe politische, soziale und diskursive Konstruktionen, die es nicht als Objekte, sondern vielmehr als sozial produziert zu behandeln gilt. Mit dem Begriff Grenzregime wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Grenzen dementsprechend nicht unilateral bestimmt, sondern durch ein Netzwerk von Akteuren, Diskursen, rechtlichen Ordnungen und Infrastrukturen und als Ergebnis eines ständigen Aushandlungsprozesses produziert werden. Fragen der Logistik, der Infrastruktur und der Materialität gewinnen in diesem Kontext an Bedeutung: Vehikel, Netzwerke, technologische Ausrüstungen und digitale Ressourcen werden zu zentralen Elementen des Border Assemblage. Nach einer Einleitung in diesen theoretisch-konzeptuellen Rahmen und dessen methodologische Folgen untersucht das Seminar das EU Grenzregime an ausgewählten konkreten empirischen Fällen von See-, Raum- und Luftgrenzen. Dabei werden sowohl die juristisch-politische Regulierungen als auch symbolische und materielle Grenzziehungen berücksichtigt. Das Seminar dient als Vorbereitung für eine Feldforschung an einer europäischen Grenzzone, die als fakultative Fortsetzung im Winter 2020/2021 im Rahmen einer individuellen Forschungsreise oder einer gemeinsamen Exkursion stattfinden soll.

Literatur:
Hess, Sabine/Kasparek, Bernd (Hg.) Grenzregime. Diskurse, Praktiken, Institutionen in Europa. Assoziation A. 2010.
Mezzadra, Sandro/Neilson, Brett. Border as Method, or, the Multiplication of labor. Duke University Press. 2013.
Sohn, Christophe. Navigating borders‘ multiplicity: the potential of assemblage. Area. 2016, 48 (2) 183-189.
Walters, William. Migration, vehicles, and politics: Three theses on viapolitics. European Journal of Social Theory. 2015. 18(4) 469–488.

Leistungsnachweise: Kurze Essays, Diskussionsprotokolle, Entwurf eines Forschungsprojekts oder Hausarbeit.

Sprache: Deutsch

Frühere Lehrveranstaltungen