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Abteilung für Hochschulkommunikation

Medieninformation Nr. 104-2014

vom 5. Juni 2014

Eine Frau an der alten Viadrina?! –
Europa-Universität ehrt Hebamme Justine Siegemundin mit „FrauenOrte-Tafel“  


Am Donnerstag, dem 12. Juni, 11.00 Uhr, ehrt die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) die Hebamme Justine Siegemundin (1636-1705), eine der wenigen Frauen in der frühen Geschichte der alten Frankfurter Universität, als Wissenschaft und Medizin noch rein männliche Domänen waren: 1689 hatte sie der damaligen medizinischen Fakultät der Alma Mater Viadrina ihr umfangreiches Werk zur Hebammenkunst zum Testat vorgelegt.  Obwohl sie nie selbst an einer Universität eingeschrieben war und studiert hatte, blieb ihr Buch mehr als 100 Jahre ein Standardwerk der Hebammenkunst und ging in die Medizingeschichte ein.
 
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Um 11.00 Uhr enthüllen Viadrina-Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Brömmelmeyer, die amtierende Bürgermeisterin Dr. Claudia Possardt und die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Sabine Hübner, eine Tafel am Zaun zum Ehrenhof des Hauptgebäudes der Viadrina, Zugang Logenstraße. Zur Würdigung von Justine Siegemundin spricht Prof. Dr. Bożena Chołuj, Professorin für Deutsch-Polnische Kultur-  und Literaturbeziehungen und Gender Studies an der Viadrina.

Um 19.00 Uhr zeigt die Viadrina mit freundlicher Unterstützung des Kleinen Kinos den thematisch passenden Historienfilm „Die Hebamme – Auf Leben und Tod“ (D/A 2010) über eine Tiroler Hebamme, die 1813 mit der Kirche und der Schulmedizin in Konflikt geriet.
 
Ein Nachdruck und Ausschnitte des bedeutenden Lehrwerkes von Justine Siegemundin  können in einer Begleitausstellung vom 12. Juni bis 31. Oktober 2014 im Eingangsbereich der Universitätsbibliothek im Viadrina-Hauptgebäude besichtigt werden.

Das Projekt „FrauenOrte im Land Brandenburg“ wird koordiniert vom Frauenpolitischen Rat Brandenburg und gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg. Es verfolgt das Ziel, Spuren von Frauen in der Geschichte des Landes Brandenburg sichtbar zu machen und aufzuzeigen, wie vielfältig Frauen die Gesellschaft mitgestaltet haben. Rund 40 „FrauenOrte“ gibt es schon in Brandenburg, darunter unter anderem einen am Frankfurter Kleist-Museum für Ulrike von Kleist.

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