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Abteilung für Hochschulkommunikation

Medieninformation Nr. 43-2010

Nr. 43 vom 26. Februar 2010

„Schichten der Erinnerung” –
Die „Geschichtswerkstatt Europa” an der Viadrina lädt zum „Treffen an der Oder”:
Zwei Ausstellungen zu Skopje, Nürnberg und Den Haag vom 4. bis 7. März 2010 zu sehen

Vom 4. bis 7. März 2010 diskutieren über 100 junge Europäer aus mehr als 15 Ländern im Collegium Polonicum in Słubice, einer gemeinsamen Wissenschafts- und Forschungseinrichtung der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Adam Mickiewicz-Universität Poznań, über Europa als gemeinsamen Erfahrungs- und Erinnerungsraum.
Das „Treffen an der Oder“ der     „Geschichtswerkstatt Europa” ist für die Teilnehmer – Studierende und Absolventen unterschiedlichster Fachrichtungen, aber auch Aktivisten in Nichtregierungsorganisationen – Startschuss einer einjährigen Förderung ihrer insgesamt 50 wissenschaftlichen, dokumentarischen oder künstlerischen Projekte. Unter dem Oberbegriff „Schichten der Erinnerung” werden diese von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert und vom Institut für angewandte Geschichte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) koordiniert.

 Zum Auftakt der diesjährigen Projekte zum Thema „Pfade der Erinnerung“ referiert Prof. Dr. Karl Schlögel, Inhaber des Lehrstuhls für osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina, über Europa als Kontinent der Vertreibungen.
Stephanie Herold von der TU Berlin stellt das Ergebnis des von ihr koordinierten Ausstellungsprojekts zu Erinnerungsräumen der mazedonischen Hauptstadt Skopje vor. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Architekturstudenten aus Skopje entwickelt und zeigt eine künstlerische Sicht auf die Erinnerung in einem multiethnischen Staat.

Außerdem wird im Collegium Polonicum parallel die Ausstellung „Schichten juristischer Erinnerung. Internationale Gerechtigkeit und ihre lokale Wahrnehmung in Nürnberg und Den Haag“ gezeigt. Sie wurde von Jakob Ackermann und Vladimir Petrovic konzipiert, die den Einfluss eines internationalen Gerichts auf die Städte Nürnberg und Den Haag verglichen.

Zum Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Karl Schlögel sowie zur feierlichen Eröffnung der beiden Ausstellungen am Donnerstag, dem 4. März 2010, 18.00 Uhr, in die Aula des Collegium Polonicums in Słubice, ul. Kościuszki 1, sind alle Interessierten aus Universität und Stadt herzlich eingeladen.

Die beiden Ausstellungen sind bis einschließlich 7. März 2010 jeweils von 8.00 bis 20.00 Uhr im Collegium Polonicum zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Julia Gerstenberg
E-Mail: gerstenberg@geschichtswerkstatt-europa.org
Tel.: 0174 / 1382639
www.geschichtswerkstatt-europa.org