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Zertifikatsprogramm Schreibdidaktik an der Hochschule

Die Aufgabe von Fachlehrenden ist es, Studierende an spezifische Themen, Theorien und Fragen eines Faches heranzuführen und sie beim Erlernen fachbasierter, wissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen zu unterstützen. Für diese Aufgaben können Fachlehrende ein sehr wirkungsvolles Instrument einsetzen: das Schreiben. Auf die Lernziele und Lernenden abgestimmt, kann der Einsatz verschiedener Schreibaufträge in den Lehrveranstaltungen dafür sorgen, dass sich die Lernenden intensiv und motiviert mit den Inhalten der Veranstaltung auseinandersetzen  (vgl. NSSE-Studie 2008, siehe Girgensohn/Sennewald 2012, S. 59f).

Darüber hinaus kann das Schreiben eingesetzt werden, damit sich Lernende schreibend fachbasierte Denk- und Arbeitsweisen aneignen, indem beispielsweise typische Textsorten oder Argumentationsmuster des Faches eingeübt werden. Die Einsatzmöglichkeiten von Schreibaufträgen reichen dabei von kurzen Aufgaben, wie zum Beispiel einer schriftlichen Reflektion am Ende einer Lehrveranstaltung, bis hin zu größeren Projekten, die forschendes Lernen ermöglichen.

Wie kann das Schreiben nun aber sinnvoll in die eigene Lehre integriert und als Lernmedium eingesetzt werden? Wie kann studentisches und fachliches Schreiben effektiv angeleitet und begleitet werden?

Im Rahmen des Zertifikatsprogramms Schreibdidaktik an der Hochschule erweitern und festigen Lehrende ihr schreibdidaktisches Methodenrepertoire, erhalten praktische Materialien und entwickeln konkrete Umsetzungsstrategien für die eigene schreibintensive Lehre.

Das Zertifikatsprogramm orientiert sich an den aktuellen Ergebnissen der Schreibforschung und ist angelehnt an Empfehlungen der Gesellschaft für Hochschulddidaktik zur Strukturierung hochschuldidaktischer Weiterbildungsprogramme. Die im Rahmen des Programms angebotenen Veranstaltungen finden in enger Kooperation mit dem Netzwerk Studienqualität Brandenburg statt.

Weitere Informationen:

Weiterbildung im Rahmen des Zertifikatsprogrammes


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Schriftl. Arbeiten betreuen 20.05.2021, 16-19:30 Uhr (Online)

Dieser Workshop beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die das Betreuen schriftlicher Haus- und Abschlussarbeiten mit sich bringt. Wir werden die folgenden Fragen diskutieren: Welche Rolle habe ich als Betreuer*in? Prüfe ich nur oder unterstütze ich auch in der Entwicklung? Was darf und kann ich bei den Studierenden für Kenntnisse über wissenschaftliches Arbeiten voraussetzen? Was ist das Mindestmaß an Betreuung, wo sind die Grenzen? Wie kann ich bei sehr unterschiedlichen Studierenden transparent und fair benoten? Wie gehe ich mit Aufschiebeverhalten um?

Workshopziele: Die Teilnehmenden haben im Austausch mit anderen für sich geklärt, wie sie ihre Rolle bei der Betreuung schriftlicher Arbeiten definieren wollen. Sie wissen, wie Bewertungsraster erstellt und genutzt werden können und haben einen ersten Entwurf für Regelungen geschrieben, die auf der Lehrstuhlseite veröffentlicht werden können.

Lesen anleiten 03.06.2021, 16-19:30 Uhr (Online)

Studierende müssen insbesondere zu Studienbeginn das Lesen von Fachtexten neu erlernen, da das Rezipieren wissenschaftlicher Literatur andere Lesestrategien erfordert, als aus der Schule mitgebracht werden. In diesem Workshop geht es darum, wie Sie Studierende in diesem Lernprozess unterstützen können. Wie lassen sich Schreiben und Lesen sinnvoll in die Fachlehre einbinden? Wie können Studierende effizient und kritisch lesen, Texte exzerpieren, Quellen notieren und so auch Plagiate vermeiden? Welche Lesestrategien lassen sich im Seminar erproben?

Workshopziele: Die Teilnehmenden haben verschiedene Lesestrategien kennengelernt, einige erprobt und sich darüber ausgetauscht, wie diese in die eigene Fachlehre integriert werden können.

Lernen durch Schreiben anleiten 17.06.2021, 16-19:30 Uhr (Online)