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Gleichstellung an der Viadrina

Aktive Rekrutierung

Unter aktiver Rekrutierung versteht man verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Anzahl qualifizierter Bewerbungen von Frauen. Dadurch soll einerseits der Frauenanteil in Bereichen erhöht werden, in denen noch eine strukturelle Unterrepräsentanz vorliegt. Andererseits sollen dadurch die Chancen auf eine qualitativ hochwertige Besetzung gesteigert und bisher nicht erschlossene Gruppen von potenziellen Bewerberinnen angesprochen werden.

  • Aktive Rekrutierung kann durch gezielte Recherche und Ansprache qualifizierter Frauen, die Recherche in entsprechenden Datenbanken, Portalen, Fachnetzwerken und Frauennetzwerken sowie über die Gleichstellungsbeauftragte erfolgen. Die zuständige Gleichstellungsbeauftragte berät hierbei gern.
  • Die Verantwortlichkeit für die aktive Rekrutierung liegt bei der jeweiligen Auswahlkommission bzw. der oder dem Vorgesetzten. Eine verantwortliche Person sollte in der Fakultät/oder der Hochschulleitung bzw. in der jeweiligen Auswahl- oder Berufungskommission verbindlich benannt werden.
  • Eine aktive Rekrutierung sollte dann vorgenommen werden, wenn im jeweiligen Bereich eine strukturelle Unterrepräsentanz von Frauen vorliegt und durch das Abschätzen der Bewerber/innenlage (bei Berufungsverfahren im Strategiegespräch) wenige oder keine Bewerbungen von Frauen zu erwarten sind.
  • Eine aktive Rekrutierung sollte auch dann in Erwägung gezogen werden, wenn nach Ende der Bewerbungsfrist keine oder wenige Bewerbungen von Frauen vorliegen.
  • Zu beachten ist, dass eine gezielte Ansprache im Rahmen der aktiven Rekrutierung keinerlei Vorfestlegung bedeutet, sondern lediglich der Erhöhung der Anzahl der qualifizierten Bewerbungen dient. Im Rahmen des Auswahlprozesses gilt selbstverständlich das Prinzip der Bestenauslese und der Gleichbehandlung der Bewerber/innen.

Berufungsverfahren

In Verfahren, in denen ein niedriger Bewerberinnenanteil zu erwarten ist, führen die Fakultäten eine aktive Rekrutierung durch. Im Strategiergespräch, das im Vorfeld jeder Ausschreibung zwischen Dekan*in, Präsident*in, Kanzler*in und Gleichstellungsbeauftragter stattfindet, wird eine Analyse des potenziellen Bewerber*innenfeldes vorgenommen. Bei Bedarf werden spezifische Maßnahmen der aktiven Rekrutierung vereinbart. Dadurch wird sichergestellt, dass ein ausreichender Pool qualifizierter Bewerber*innen zur Verfügung steht. Die dezentralen Gleichstellungspläne treffen ggf. weitere Konkretisierungen.

In dem Prüfbogen zur Gleichstellungsorientierung von Berufungsverfahren [intern] finden Sie einen Abschnitt zur aktiven Rekrutierung.

Führungspositionen in der Verwaltung

Die Viadrina hat in ihrem Gleichstellungs- und Familienkonzept beschlossen, eine aktive Rekrutierung bei Führungspositionen in der Verwaltung durchzuführen. Um die positiven Erfahrungen bei der Erhöhung des Frauenanteils auf Professuren zu nutzen, wurde dazu ein Strategiegespräch im Vorfeld der Besetzung einer Führungsposition in der Verwaltung eingeführt (Teilnehmende: Präsident*in, Kanzler*in, Gleichstellungsbeauftragte und Personalrat). Den Leitfaden zur Durchführung des Strategiegespräches für Führungspositionen findet sich hier [intern].