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Gleichstellung an der Viadrina

Respektvoller Umgang und Outing

WStudenten in Gang vor einem Hörsaal​enn Ihnen eine Person mitteilt, dass sie trans*, inter* oder queer ist, bedeutet dies häufig, dass die Person Ihnen damit großes Vertrauen entgegenbringt. Denn mit einem Coming-Out besteht auch die Gefahr, diskriminiert oder stigmatisiert zu werden. Wenn eine Person Sie um Unterstützung bittet, kann dies unterschiedlich aussehen, je nachdem was die Person möchte. Nehmen Sie die Person und ihre Selbstdefinition ernst. Wenn eine Person trans* oder inter* ist, ist nicht nur eine „Phase“. Oft haben die Personen bereits sehr viel Stigmatisierung und Diskriminierung erlebt, oft auch im Kontakt mit Institutionen und Verwaltung. Das eine trans* oder inter* Person in ihrem Bildungsweg so weit gekommen ist, zu studieren oder an einer Universität zu arbeiten ist längst nicht selbstverständlich. Sich im Studien- oder Arbeitsumfeld zu „outen“ ist oft eine langwierige und schwierige Entscheidung. Bedenken Sie das, wenn eine Person sich Ihnen anvertraut oder um Unterstützung bittet. Wenn Sie selbst bemerken, dass Sie unsicher sind, fragen Sie sich ob Sie bspw. einfach zu wenig über das Thema wissen. Es gibt online viele Möglichkeiten sich zu informieren und auch das Gleichstellungsbüro berät Sie gern. In  unserer Linksammlung finden Sie einige Leseempfehlungen. Es ist möglich, die eigene Unsicherheit der Person gegenüber anzusprechen und sie nicht mit vermeintlicher Ablehnung zu überspielen. Oft ist die Thematisierung von eigener Unsicherheit auch eine Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Wege zu finden, wie Sie trotzdem unterstützen können.

Behandeln Sie persönliche Daten in jedem Fall vertraulich. Es steht keiner Person zu, eine andere Person zu outen. Menschen haben immer das Recht, selbst darüber zu entscheiden, wann und wem sie welche persönlichen Informationen bekannt geben.