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Gleichstellung an der Viadrina

Geschlechtersensible Sprache 

(mündliche) Ansprache von trans* und inter* Personen

Manchmal kommt es zur Unsicherheiten, mit welchem Personalpronomen eine Person angesprochen werden sollte. Geschlecht an sich ist nicht einfach sichtbar, sondern wird häufig aufgrund von gesellschaftlichen Rollenerwartungen oder aus Dingen wie Kleidung, Aussehen und Verhalten abgeleitet. Dabei stimmt das Geschlecht der Person, was eine andere Person wahrnimmt, nicht immer mit dem Geschlecht der betreffenden Person überein.

  • Um unangenehme Situationen und Missverständnisse zu vermeiden, ist eine kurze freundliche Frage danach, wie eine Person angesprochen werden möchte, meist der sicherste Weg.
  • Respektieren Sie die Selbstdefinition der Person und sprechen Sie sie mit dem gewählten Personalpronomen und Namen an.
  • Es kann passieren, dass Ihnen dabei auch einmal ein Fehler unterläuft. Entschuldigen Sie sich kurz, ohne viel Aufhebens und versuchen Sie in Zukunft mehr darauf zu achten.
  • Haben Sie mit einer Person häufiger Kontakt und die Person wechselt irgendwann ihren Namen oder/und das Personalpronomen, kann es – um sich schneller daran zu gewöhnen – hilfreich sein, die neue Anrede einige Mal laut alleine auszusprechen.

Schriftverkehr

Eine Handreichung zum geschlechtersensiblen Sprachgebrauch an der Viadrina finden Sie hier.

Der Duden hat momentan noch keine Empfehlung für den amtlichen Sprachgebrauch ausgesprochen, die auch trans* und inter* Personen explizit einschließt. Gleichwohl hebt er hervor, dass Formen, die weitere Geschlechter einbeziehen, zunehmend an Bedeutung gewinnen, da sie die verschiedenen „sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten auch sprachlich ausdrücken“ (Band 9, Richtiges und gutes Deutsch, 2016). Laut Dudenredaktion hat sich hierbei der Stern am stärksten durchgesetzt (https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rechtschreibung-und-gendergerechte-sprache-es-geht-auch-darum-macht-abzugeben-a-1238552.html)

Folgende Möglichkeiten gibt es für die schriftliche Ansprache:

  • Vor- und Nachname ohne geschlechtsspezifische Anrede: Hallo Vorname Nachname, Guten Tag Vorname Nachname
  • Verwendung von Stern oder Unterstrich: Liebe*r Chris Muster, Sehr geehrte*r Chris Muster, Sehr geehrte*r Frau*Herr Muster, Liebe Bewerber*innen
  • Oftmals bieten sich neutrale Formulierungen an: Unterschrift des Antragstellers → Ihre Unterschrift, Betreuer → betreut von, Vertreter → vertreten durch
  • In Formularen oder Anträgen kann auf die Geschlechtsangabe bzw. auf die Ansprache "Frau"/"Herr" meist gänzlich verzichtet werden
  • Zu Zeugnissen, Zertifikaten, Arbeitsverträgen u.ä. finden Sie weitere Ausführungen hier