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Prüfungsordnung für den Studiengang "Master of Business Administration (MBA)"

"Management and Marketing in Central and Eastern Europe"
der Europa-Universität Viadrina am Collegium Polonicum(1)

vom 21.10.1998

 

Inhalt

I. Allgemeine Vorschriften

§ 1 Grundsatz der Gleichberechtigung
§ 2 Zweck der Abschlußprüfung
§ 3 Akademischer Grad "Master of Business Administration (MBA)"
§ 4 Studiendauer und Gliederung des Studiums
§ 5 Prüfungsausschuß
§ 6 Prüfer, Beisitzer und Projektbetreuer
§ 7 Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 8 Versäumnis, Rücktritt und ordnungswidriges Verhalten

II. Prüfungen im ersten Studienabschnitt

§ 9 Prüfungen im Rahmen des ersten Studienabschnitts
§ 10 Prüfungen zu den Präsenz-Modulen
§ 11 Prüfungen zu den internationalen Projektstudien

III. Prüfungen im zweiten Studienabschnitt (Abschlußarbeit und Kolloquium)

§ 12 Anmeldung und Zulassung zur Abschlußarbeit (Master-Thesis)
§ 13 Art, Durchführung und Fristen des Abschlußarbeit (Master-Thesis)
§ 14 Bewertung der Abschlußarbeit (Master-Thesis) und Kolloquium
§ 15 Bestehen der Abschlußprüfung

IV. Credit-Point-Vergabe im Rahmen des Europäischen Systems zur Anrechnung von Studienleistungen

V. Schlußbestimmungen

§ 16 Zeugnis
§ 17 Urkunde über den Erwerb des akademischen Grades "Master of Business Administration"
§ 18 Ungültigkeit der Master-Prüfung
§ 19 Einsicht in die Prüfungsakten
§ 20 Zum Studium für Studierende mit Behinderung
§ 21 Inkrafttreten

I. Allgemeine Vorschriften

§ 1
Grundsatz der Gleichberechtigung

Alle Personen und Funktionsbezeichnungen in dieser Satzung gelten für Männer und Frauen in gleicher Weise.

§ 2
Zweck der Abschlußprüfung

Die Abschlußprüfung bildet den Endpunkt des postgradualen Studiengangs "Management and Marketing in Central and Eastern Europe". In der Abschlußprüfung sollen die Studenten nachweisen, daß sie die in § 3 Studienordnung festgelegten Studienziele erreicht haben. Weitere Einzelheiten zur Abschlußprüfung werden in den §§ 12 - 15 dieser Prüfungsordnung geregelt.

§ 3
Akademischer Grad "Master of Business Administration (MBA)"

Nach bestandener Abschlußprüfung wird Absolventen des postgradualen Studiengangs der akademische Grad "Master of Business Administration" (abgekürzt MBA) mit dem Zusatz "Management and Marketing in Central and Eastern Europe" verliehen.

§ 4
Studiendauer und Gliederung des Studiums

(1) Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester.

(2) Das Studium gliedert sich in zwei Studienabschnitte. Der erste Studienabschnitt umfaßt die ersten drei Semester, in denen die Präsenzmodule zu besuchen und die internationalen Projektstudien zu bearbeiten sind. Der zweite Studienabschnitt umfaßt das vierte Semester, in dem die Abschlußarbeit (Master-Thesis) anzufertigen ist und eine mündliche Prüfung (Kolloquium) zu bestehen ist.

(3) Die Inhalte des Studiums sind in den §§ 7 - 10 Studienordnung beschrieben.

§ 5
Prüfungsausschuß

(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben wird ein Prüfungsausschuß gebildet. Diesem Prüfungsausschuß gehören an:

  • der für das MBA-Studium zuständige Hochschullehrer am Collegium Polonicum (Studienleiter)
  • ein Hochschullehrer der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina
  • der MBA-Projektkoordinator
  • ein Vertreter der Studierendenschaft.

(2) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und ihre Stellvertreter werden auf Vorschlag der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina in Abstimmung mit dem dafür vorgesehenen Gremium des Collegium Polonicum bestellt. Der Prüfungsausschuß bestimmt aus seiner Mitte einen Hochschullehrer als Vorsitzenden und einen Stellvertreter.

(3) Der Prüfungsausschuß achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er berichtet der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät über die Entwicklung der Prüfungen, gibt Anregungen zur Reform der Studien- und Prüfungsordnungen und legt die Verteilung der Noten offen. Er entscheidet über die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen sowie die Zulassung zu den Prüfungen.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, an der Abnahme von Prüfungen teilzunehmen.

(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

§ 6
Prüfer, Beisitzer und Projektbetreuer

(1) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt die Prüfer der einzelnen Programmodule, der internationalen Projektstudien und der Abschlußprüfung. Zum Prüfer kann bestellt werden, wer an der Europa-Universität Viadrina, an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan, am Collegium Polonicum (oder an einer der Partneruniversitäten im Rahmen des MBA-Studiums) eine Professur oder einen Lehrauftrag im Rahmen des postgradualen MBA-Studiengangs innehat.

(2) Für die Prüfer, Beisitzer und Projektbetreuer gilt § 5 Abs. 5 entsprechend.

(3) Schriftliche Prüfungsleistungen sind durch zwei Dozenten zu bewerten.

(4) Die Bewertung der internationalen Projektstudien wird durch den Studienleiter des postgradualen MBA-Studiengangs und dem zuständigen Projektbetreuer vorgenommen. Bei dem Projektbetreuer kann es sich um einen akademischen Lehrer aus den unter Absatz 1 genannten Institutionen oder um einen Repräsentanten des Unternehmens handeln, das im Zuge der Projektbearbeitung involviert war.

(5) Die Bewertung der Abschlußarbeit (Master-Thesis) erfolgt durch den Studienleiter sowie durch den betreuenden Hochschullehrer entsprechend § 13 Absatz 2. Steht der Betreuer der Abschlußarbeit nicht zur Verfügung, bestellt der Prüfungsausschuß einen anderen Gutachter.

(6) Bei mündlichen Prüfungen ist grundsätzlich die Teilnahme eines Prüfers und eines Beisitzers erforderlich, der den Prüfungsverlauf in einem Protokoll festhält. Beisitzer müssen zum wissenschaftlichen Personal der Europa-Universität Viadrina, der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan, des Collegium Polonicum oder der Partneruniversitäten im Rahmen des MBA-Studiums gehören und in demselben Fach die Masterprüfung oder eine gleichwertige Prüfung abgelegt haben.

(7) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei den Abs. 3 bis 5 Ausnahmen zulassen, wenn es ansonsten bei der Bewertung der Prüfungsleistung zu unvertretbaren Zeitverzögerungen kommen würde, wobei bei Prüfern und Beisitzern jedenfalls die notwendige Sachkunde gewährleistet sein muß.

§ 7
Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfern festgesetzt. Für die Bewertung der Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:

1

= sehr gut:

=

eine hervorragende Leistung;

2

= gut:

=

eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;

3

= befriedigend:

=

eine Leistung, die den durchschnittlichen Anforderungen entspricht;

4

= ausreichend:

=

eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;

5

= nicht ausreichend:

=

eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

(2) Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können Zwischenwerte durch Vermindern oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 gebildet werden. Die Noten 0,7; 4,3; 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.

(3) Ist eine Gesamtleistung als Durchschnitt von Einzelleistungen oder von Einzelbewertungen zu bewerten, so ist die Note der Gesamtleistung wie folgt festzusetzen:

bei einem Durchschnitt bis 1,5

=

sehr gut

bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5

=

gut

bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5

=

befriedigend

bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0

=

ausreichend

bei einem Durchschnitt über 4,0

=

nicht ausreichend.

In Zeugnissen wird zusätzlich der auf eine Stelle nach dem Komma erzielte Durchschnitt der einzelnen Prüfungsergebnisse festgehalten.

§ 8
Versäumnis, Rücktritt und ordnungswidriges Verhalten

(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuß unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des Kandidaten ist ein ärztliches Attest vorzulegen. Werden die Gründe von Prüfungsausschuß anerkannt, so wird ein neuer Prüfungstermin anberaumt.

(3) Die Möglichkeit zur Wiederholung von Prüfungen ist grundsätzlich gegeben. Nähere Einzelheiten zur Wiederholung von Prüfungen im ersten Studienabschnitt werden in den § 10 Absatz 6 und § 11 Absatz 5 geregelt. Die Wiederholung der Abschlußprüfung wird in § 14 Absatz 4 geregelt.

(4) Versucht ein Kandidat das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nichtzugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Prüfung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden. Auch in diesen Fällen gilt die Prüfung mit "nicht ausreichend" bewertet.

II. Prüfungen im ersten Studienabschnitt

§ 9
Prüfungen im Rahmen des ersten Studienabschnitts

(1) Die Prüfungen im Rahmen des ersten Studienabschnitts bestehen aus den Prüfungen zu den Präsenzmodulen (vgl. § 10) und den Prüfungen zu den internationalen Projektstudien (vgl. § 11). Diese Prüfungen werden studienbegleitend durchgeführt.

(2) Der erste Studienabschnitt ist erfolgreich beendet, wenn

  • mindestens 9 Leistungsnachweise die erfolgreiche Teilnahme an den Präsenzmodulen nachweisen und
  • die beiden internationalen Projektstudien mit Erfolg abgeschlossen wurden.

§ 10
Prüfungen zu den Präsenz-Modulen

(1) Die Prüfungen beziehen sich auf die in § 8 Studienordnung aufgeführten Pflichtmodule (PM) - und Wahlpflichtmodule (WPM):

  • Strategisches Management und Controlling in der internationalen Unternehmung (PM)
  • Volkswirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Engagement (WPM)
  • Managementinstrumentarium (I): Finanzierung und Rechnungswesen (PM)
  • Managementinstrumentarium (II): Organisation und Personalwirtschaft (PM)
  • Managementinstrumentarium (III): Marketing (PM)
  • Informationstechnologie und -systeme für Internationales Management (PM)
  • Sprache/Landeskultur Teil 1 (WPM)
  • Sprache/Landeskultur Teil 2 (WPM)
  • Interkulturelle Kommunikation (PM)
  • Internationales Projektmanagement (PM)

Dem Prüfungsausschuß ist es vorbehalten, Bezeichnung der Module an aktuelle Erfordernisse anzupassen. Dies führt jedoch nicht zu einer Ungültigkeit von in der Vergangenheit erworbenen Leistungsnachweisen zu einzelnen Präsenzmodulen.

(2) Zu jedem Präsenzmodul ist ein Leistungsnachweis zu erbringen. Dieser Leistungsnachweis kann auf mehrere Arten erbracht werden:

  1. durch eine (zweistündige) Klausur
  2. durch eine schriftliche Hausarbeit oder eine schriftliche Hausarbeit in Verbindung mit einem Vortrag (Referat)
  3. durch eine Kombination von mündlicher Prüfung und schriftlicher Ausarbeitung.

(3) Der Dozent legt nach Absprache mit dem Prüfungsausschuß die Kriterien gem. Absatz 2 für den Erwerb des Leistungsnachweises fest.

(4) Der in einem Modul erreichte Leistungsnachweis enthält neben der Bezeichnung des jeweiligen Moduls eine Zusammenstellung der für die Bewertung relevanten Einzelleistungen im Rahmen des Moduls sowie eine Gesamtnote gemäß der in § 7 festgesetzten Notenskala.

(5) Unmittelbar nach Abschluß eines Moduls wird eine der in Absatz 2 angegebenen Prüfungsmöglichkeiten geboten. Der Leistungsnachweis ist bestanden, wenn mindestens eine ausreichende Leistung (Note 4 oder besser) erzielt wurde.

(6) Wird die Prüfungsleistung mit der Note "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, muß die Prüfung wiederholt werden. Wird der zweite Versuch ebenfalls mit "nicht ausreichend" bewertet, so gilt das Modul als nicht bestanden. Ein dritter Versuch ist ausgeschlossen.

§ 11
Prüfungen zu den internationalen Projektstudien

(1) Im Rahmen des ersten Studienabschnitts sind studienbegleitend zwei internationale Projektstudien zu bearbeiten.

(2) In die Bewertung der Projektstudie geht die Beurteilung des schriftlichen Projektreports und der hierauf basierenden Präsentation der Projektergebnisse ein. Jede Projektstudie ist von zwei Prüfern zu bewerten. Beide Teilleistungen gehen zu gleichen Teilen in die Gesamtnote nach dem in § 7 spezifizierten Schema ein.

(3) Die internationale Projektstudie ist erfolgreich abgeschlossen, wenn in der Gesamtnote mindestens eine ausreichende Leistung erzielt wurde. Der erfolgreiche Abschluß der Projektstudie wird mit einem Leistungsnachweis dokumentiert. Der Leistungsnachweis enthält neben der Bezeichnung des Themas der Projektstudie eine Zusammenstellung der für die Bewertung relevanten Einzelleistungen sowie die Gesamtnote.

(4) Wird die internationale Projektstudie mit der Note "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, muß - nach Abstimmung mit dem Studienleiter - eine neue Projektstudie bearbeitet werden. Wird der zweite Versuch ebenfalls mit "nicht ausreichend" bewertet, so gilt die internationale Projektstudie als nicht bestanden. Ein dritter Versuch ist ausgeschlossen.

III. Prüfungen im zweiten Studienabschnitt (Abschlußarbeit und Kolloquium)

§ 12
Anmeldung und Zulassung zur Abschlußarbeit (Master-Thesis)

(1) Die Anmeldung zur Abschlußarbeit erfolgt am Ende des dritten Semesters. Der Antrag auf die Zulassung ist schriftlich beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses einzureichen.

(2) Zur Abschlußarbeit kann nur zugelassen werden, wer den ersten Studienabschnitt entsprechend § 9 erfolgreich abgeschlossen hat.

§ 13
Art, Durchführung und Fristen der Abschlußarbeit (Master-Thesis)

(1) Zum Erwerb des MBA-Diploms muß jeder Studierende eine Abschlußarbeit anfertigen, in der er nachweist, daß er innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Thema aus den in diesem Studiengang abgedeckten Lehrgebieten mit spezifischem Bezug zu Mittel- und Osteuropa selbständig nach wissenschaftlichen Methoden bearbeiten kann.

(2) Das Thema der Abschlußarbeit kann in Abstimmung mit dem Studienleiter von jedem der im Rahmen des postgradualen MBA-Studiengangs zum Einsatz kommenden Professoren der Europa-Universität Viadrina, der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan oder weiterer Partneruniversitäten im Rahmen des MBA-Studiums ausgegeben und betreut werden.

(3) Die Bearbeitungszeit für die Abschlußarbeit beträgt drei Monate. In Ausnahmefällen, die der Prüfling zu begründen hat, kann der Bearbeitungszeitraum um einen Monat verlängert werden. Der Umfang der Arbeit sollte 40 Seiten nicht überschreiten.

(4) Der Text der Abschlußarbeit ist grundsätzlich in englischer Sprache abzufassen. Ausnahmen bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Studienleiters und der betreuenden Lehrkraft.

(5) Die Abschlußarbeit ist fristgemäß in zwei Exemplaren beim Studienleiter einzureichen. Der Text der Arbeit muß entweder mit einer Schreibmaschine oder mit einem Computer-Textverarbeitungsprogramm in Druckschrift erstellt sein. Der Ausgabe- und Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Bei der Abgabe der Abschlußarbeit hat der Kandidat schriftlich zu versichern, daß er seine Arbeit selbständig verfaßt und die verwendeten Quellen deutlich gekennzeichnet hat.

(6) Bei Versäumnis der Frist gilt die Arbeit als nicht bestanden.

§ 14
Bewertung der Abschlußarbeit (Master-Thesis) und Kolloquium

(1) Die Abschlußarbeit wird von zwei Gutachtern innerhalb von zwei Monaten nach Abgabe bewertet. Die Bewertung erfolgt gemäß § 7. Die Note ergibt sich als Durchschnitt der von beiden Gutachtern vergebenen Noten. Einer der Gutachter muß derjenige sein, der die Arbeit betreut hat. Steht der Betreuer der Abschlußarbeit zu deren Begutachtung nicht zur Verfügung, bestellt der Prüfungsausschuß einen anderen Gutachter.

(2) Nach Abgabe der Abschlußarbeit findet ein öffentliches Kolloquium statt, an dem der Kandidat, der Betreuer der Arbeit bzw. der Studienleiter sowie ein sachkundiger Beisitzer teilnehmen. In diesem Kolloquium hat der Studierende die Ergebnisse seiner Arbeit zu präsentieren, d.h. sie in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und gegen kritische Einwände zu verteidigen. Die Dauer des Kolloquiums beträgt mindestens eine halbe Stunde und maximal eine Stunde.

(3) Die im Kolloquium erreichte Note geht zu einem Viertel in die Gesamtnote der Abschlußprüfung ein. Ist der gewichtete Durchschnitt aus der 3fachen Wertung der Note für die schriftliche Abschlußarbeit und der einfachen Wertung der Note für das Kolloquium größer als 4,0, so gilt die Abschlußprüfung als nicht bestanden.

(4) Eine nicht bestandene Abschlußprüfung (Gesamtnote > 4,0) kann einmal wiederholt werden. Ist die Abschlußprüfung nur deswegen nicht bestanden, weil im Kolloquium eine nicht ausreichende Note erzielt wurde, muß zunächst nur das Kolloquium wiederholt werden. Ergibt sich auch nach dem zweiten Versuch eine nicht ausreichende Gesamtnote, ist auch der schriftliche Teil der Abschlußprüfung (Master-Thesis) zu wiederholen.

§ 15
Bestehen der Abschlußprüfung

Die Abschlußprüfung ist bestanden, wenn die Abschlußarbeit (Master-Thesis) und das hiermit verbundene Kolloquium mit mindestens ausreichendem Erfolg abgeschlossen wurden.

IV. Credit Point-Vergabe im Rahmen des Europäischen Systems zur Anrechnung von Studienleistungen

(1) Für die Präsenzmodule, in denen ein Leistufngsnachweis erbracht wurde, werden jeweils sechs Credit Points vergeben.

(2) Für die internationalen Projektstudien, in denen ein Leistungsnachweis erbracht wurde, werden jeweils zwölf Credit Points vergeben.

(3) Für die bestandene Master-Thesis und das zugehörige Kolloqium werden insgesamt 36 Credit Points vergeben.

V. Schlußbestimmungen

§ 16
Zeugnis

(1) Über die Gesamtleistung wird ein Zeugnis erstellt, das von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet wird.

(2) Das Zeugnis enthält eine Auflistung der besuchten Präsenzmodule, der Themen der internationalen Projektstudien und das Thema und die Gesamtnote der Abschlußarbeit, daneben die bei diesen Teilleistungen erzielten Noten sowie eine Gesamtnote.

(3) Die Gesamtnote bestimmt sich aus dem Durchschnitt der einfach gewichteten Noten der Präsenzmodule, der doppelt gewichteten Noten für die internationalen Projektstudien und der dreifach gewichteten Note der Abschlußprüfung.

(4) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht wurde.

§ 17
Urkunde über den Erwerb des akademischen Grades "Master of Business Administration"

(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird dem Absolventen eine Urkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des Grades eines "Master of Business Administration (MBA)" mit dem Zusatz "Management and Marketing in Central and Eastern Europe" beurkundet.

(2) Die Urkunde wird vom Rektor und Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina und vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel der Europa-Universität Viadrina versehen.

(3) Die Urkunde wird in deutscher und englischer Sprache erstellt.

§ 18
Ungültigkeit der Master-Prüfung

(1) Hat der Kandidat bei den Prüfungen getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuß nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für "nicht bestanden" erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung behoben. Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3) Die Feststellung der Ungültigkeit einer Abschlußprüfung nach Abs. (1) und (2) kann nur innerhalb eines Jahres erfolgen, nachdem der für die Aberkennung zuständigen Stelle der Verstoß gemäß Abs. 1 und 2 bekannt geworden ist. Für diesen Zeitraum sind die Abschlußarbeit, die Gutachten und die Prüfungsprotokolle beim Prüfungsamt aufzubewahren. Über Ausnahmefälle entscheidet der Prüfungsausschuß. Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Urkunde über den akademischen Grad "Master of Business Administration" einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde.

§ 19
Einsicht in die Prüfungsakten

Innerhalb von einem Jahr nach Abschluß des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten auf Antrag in angemessener Frist Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfer und in die Prüfungsprotokolle gewährt.

§ 20
Zum Studium für Studierende mit Behinderung

Bei der Gestaltung des Studienablaufs sowie bei der Erbringung von Leistungsnachweisen wird den spezifischen Belangen von Studierenden mit Behinderung grundsätzlich Rechnung getragen.

§ 21
Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in den amtlichen Bekanntmachungen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) in Kraft.

(1) Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat seine Genehmigung mit Erlaß vom 27.4.1999 erteilt.