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Erste Satzung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung für die Juristische Fakultät

vom 13. Januar 1999

 

Aufgrund von § 91 Abs. 1, Ziff. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Brandenburg - Brandenburgisches Hochschulgesetz vom 24. Juni 1991 (GVBl. Nr. 12, S. 156) in der Fassung vom 22. Mai 1996 (GVBl. I, S. 173) - hat der Fakultätsrat der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) mit Zustimmung des Senates die folgende Änderungssatzung erlassen:(1)

Artikel 1

Die Magisterprüfungsordnung für die Juristische Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) vom 6. Juli 1994 wird wie folgt geändert:

1. § 1 Abs. 3 erhält folgende Fassung: "Die Verleihung des Magistergrades erfolgt aufgrund einer schriftlichen wissenschaftlichen Abhandlung (Magisterarbeit) und einer mündlichen Prüfung.

2. § 2 wird wie folgt geändert:

a) Abs. 2, Satz 3 erhält folgende Fassung: "Als Leistungsnachweise hat er eine Klausur nach Absprache mit einem Hochschullehrer aus dem Bürgerlichen Recht oder dem Strafrecht oder dem Öffentlichen Recht vorzulegen, die mindestens mit der Note ausreichend bewertet worden ist sowie ein Seminarzeugnis zu erbringen."

b) Abs. 4 wird aufgehoben.

3. § 4 wird wie folgt geändert:

a) In Abs. 4 wird der zweite Satz gestrichen.

b) In Abs. 5, Ziffer 2 werden die Worte "die eingereichte Magisterarbeit nicht anderweitig als Prüfungsleistung verwendet worden ist;" durch die Worte "die eingereichte Magisterarbeit noch nicht in der deutschen oder in einer anderen Sprache als Veröffentlichung erschienen ist." ersetzt.

c) Abs. 5, Ziffer 3 wird gestrichen.

d) In Abs. 5 wird als Satz 2 angefügt: "Ferner hat er, außer im Fall des Abs. 7, zu erklären, daß die eingereichte Magisterarbeit nicht anderweitig als Prüfungsleistung verwendet worden ist."

e) In Abs. 6 wird der vierte Satz gestrichen.

f) Es wird folgender Absatz 7 angefügt:
"(7) Die im Rahmen der deutsch-polnischen Juristenausbildung angefertigte Magisterarbeit kann in deutschsprachiger Fassung als Magisterarbeit im Sinne dieser Prüfungsordnung eingereicht werden, sofern die Arbeit rechtsvergleichenden oder internationalrechtlichen Charakter hat und das deutsche Recht in bedeutendem Maße einbezieht. Für die Begutachtung bestellt der Dekan zwei Hochschullehrer."

4. § 5 wird wie folgt geändert:

a) In Abs. 1, Ziff. 3 werden die Worte "und Abs. 4" gestrichen.

b) In Abs. 1 wird als Ziff. 5 angefügt: "die Erklärung über die Wahl der Rechtsgebiete nach § 5 Abs. 3."

c) In Abs. 3 werden die Worte "des deutschen Bürgerlichen Rechtes, des deutschen Strafrechts und deutschen Öffentlichen Rechts" durch die Worte "von zwei der Rechtsgebiete deutsches Bürgerliches Recht, deutsches Strafrecht und deutsches Öffentliches Recht" ersetzt.

d) Abs. 3, Satz 1 wird folgender Satz 2 angefügt: "Der Kandidat hat bei seinem Zulassungsantrag (Abs. 1) die von ihm gewählten Rechtsgebiete anzugeben."

e) In Abs. 4, Satz 1 wird das Wort "drei" durch des Wort "zwei" ersetzt.

f) In Abs. 5 werden die Worte "15 Minuten" durch die Worte "20 Minuten" ersetzt.

5. § 6 wird wie folgt geändert:

a) In Abs. 3 wird das Wort "drei" durch das Wort "beiden" ersetzt.

b) In Abs. 3 werden die Worte "durch drei" durch die Worte "durch zwei" ersetzt.

c) In Abs. 4 werden die Worte "Faktor drei" durch die Worte "Faktor zwei" ersetzt.

d) In Abs. 4 werden die Worte "durch 9" durch die Worte "durch 6" ersetzt.

e) In Abs. 5 werden die Worte "mindestens zwei Rechtsgebieten" durch die Worte "in beiden Rechtsgebieten" ersetzt.

Artikel 2

Studierende, die nach der bisherigen Magisterprüfungsordnung bereits zur Magisterprüfung zugelassen worden sind, können wählen, ob die nach der Magisterprüfungsordnung in der bisher geltenden Fassung oder nach der Magisterprüfungsordnung in der Fassung dieser Änderungssatzung geprüft werden wollen. Die Erklärung über die Wahl ist in schriftlicher Form dem Dekan gegenüber abzugeben. Sie ist unwiderruflich.

Artikel 3

Diese Satzung tritt am Tage nach der Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) in Kraft.

(1) Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg hat seine Genehmigung mit Erlaß vom 08.04.1999 erteilt.