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Erste Satzung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung der Juristischen Fakultät

vom 13. April 2005

 

 

Aufgrund von § 13 Abs. 2 i. V. m. § 74 Abs. 1, Ziff. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Brandenburg (Brandenburgisches Hochschulgesetz - BbgHG) vom 6. Juli 2004 (GVBl. Nr. 17, S. 394 ff.) hat der Fakultätsrat der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina folgende Änderungssatzung erlassen:[1]

 

 

Artikel 1

 

Die Studien- und Prüfungsordnung der Juristischen Fakultät vom 05.05.2004 wird wie folgt geändert:

 

1. In § 37 wird in Absatz 3 nach Nr. 6 angefügt: „7. Polnisches Recht (Schwerpunktbereich 7)“.

 

2. Nach § 52 werden die folgenden Vorschriften eingefügt:

 

㤠52a

Sondervorschriften für den Schwerpunktbereich 7

An Stelle der §§ 38-52 gelten für Studium und Prüfung im Schwerpunktbereich 7 die Bestimmungen der §§ 52b-52d.

 

§ 52b

Lehrveranstaltungen und Prüfungen

Studium und Prüfung können nach Maßgabe der §§ 52c und 52d an der Fakultät für Recht und Verwaltung der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan (UAM) bzw. im Collegium Polonicum (CP) oder einer anderen öffentlichen polnischen Hochschule nach den dort für das Studium des Magisters des polnischen Rechts (magister prawa) jeweils anwendbaren Bestimmungen durchgeführt werden. Die im Rahmen des Studiums erbrachten Studienleistungen, die 22 Semesterwochenstunden erreichen müssen, gelten als Lehrveranstaltungen im Sinne von § 35.

 

§ 52c

Vereinfachtes Prüfungsverfahren für Absolventen des polnischen juristischen Studiums

(1) Der an der UAM oder einer anderen öffentlichen polnischen Hochschule erworbene Magistergrad (magister prawa) wird durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses als universitäre Schwerpunktbereichsprüfung im Schwerpunktbereich 7 anerkannt, wenn

1.      das Grundstudium sowie eine Leistungskontrolle (§ 30) erfolgreich abgeschlossen wurden,

2.      der Besuch der in § 27 genannten Veranstaltungen zu Schlüssel- und Zusatzqualifikationen nachgewiesen ist und

3.      der Studierende an der Europa-Universität Viadrina immatrikuliert ist.

(2)  Die im polnischen Prüfungsverfahren erzielte Note wird wie folgt umgerechnet und als Prüfungsgesamtnote der universitären Schwerpunktbereichsprüfung behandelt:

 

Polnische Note

Deutsche Note

(5)   bardzo dobry mit Zusatz „celujący“ (ausgezeichnet)

sehr gut (18 Punkte)

(5)   bardzo dobry

sehr gut (17 Punkte)

(4+) dobry plus

gut (14 Punkte)

(4)   dobry

vollbefriedigend (11 Pkt.)

(3+) dostateczny plus

befriedigend (8 Punkte)

(3)   dostateczny

ausreichend (5 Punkte)

 

§ 52d
Prüfungsverfahren für Studierende, die nicht zugleich mit dem Ziel, den Magister des polnischen Rechts (magister prawa) zu erwerben, immatrikuliert sind.

(1) Die universitäre Schwerpunktbereichs-prüfung kann im Schwerpunktbereich 7 auch durch folgende Prüfungsleistungen absolviert werden:

1. die erfolgreiche Teilnahme an je einer Klausur in polnischer Sprache in den Veranstaltungen zum Zivilrecht, Strafrecht und Verfassungsrecht am CP,

2. die erfolgreiche Erstellung einer Hausarbeit zum polnischen Recht im Rahmen eines Seminars,

3. eine mündliche Prüfung.

(2)  Für die Hausarbeit gelten die §§ 38, 39 Abs. 1 und 2, 5 und 6, § 40 entsprechend.

(3)  Die Zulassung zur mündlichen Prüfung setzt den Nachweis des Bestehens der in Abs. 1 Nr. 1 und 2 genannten schriftlichen Prüfungsteile voraus. Im Übrigen gilt § 47 Abs. 3-6 entsprechend.

(4)  Gegenstand der mündlichen Prüfung ist dasjenige Hauptrechtsgebiet des polnischen Rechts, das dem Thema der Hausarbeit zuzuordnen ist, einschließlich rechtsvergleichender Aspekte. § 48 gilt mit der Maßgabe, dass einer der Prüfer polnischer Hochschullehrer sein muss. § 49 Abs. 2 gilt entsprechend.

(5) In die Prüfungsgesamtnote fließen, nach Umrechnung der schriftlichen Noten entsprechend 52c Abs. 2, die Klausurleistungen zu je einem Neuntel, Hausarbeit und mündliche Prüfung zu je einem Drittel ein. § 49 Abs. 3 Sätze 3 und 4, Abs. 4 und 5 sowie § 51 Abs. 2 und 3 gelten entsprechend.

(6)  Für Hausarbeit und mündliche Prüfung gelten die §§ 50 und 52 entsprechend.“

 

 

Artikel 2

 

Diese Änderungssatzung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) in Kraft.

 


[1] Die Präsidentin hat mit Verfügung vom 09.08.2005 ihre Genehmigung erteilt.