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Ordnung betreffend die Überleitung der deutsch-polnischen Juristenausbildung in die Studiengänge Bachelor und Master of German and Polish Law

 

Ordnung betreffend die Überleitung der deutsch-polnischen Juristenausbildung in die Studiengänge Bachelor und Master of German and Polish Law[1]

 

vom 16.07.2003

 

 

§ 1
Wechsel in die neuen Studiengänge
 

(1) Studierende, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang Bachelor of German and Polish Law vom 14. Mai 2003 bereits im Rahmen der deutsch-polnischen Juristenausbildung an der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina (EUV) immatrikuliert sind und das 6. Fachsemester noch nicht beendet haben, können bis zum Ende des laufenden Semesters erklären, dass sie ihr Studium im Rahmen des Studiengangs Bachelor of German and Polish Law fortsetzen wollen.

 

(2) Studierende, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang Master of German and Polish Law vom 14. Mai 2003 bereits im Rahmen der deutsch-polnischen Juristenausbildung an der EUV immatrikuliert sind und das 6. Fachsemester beendet haben, können bis zum Ende des laufenden Semesters erklären, dass sie ihr Studium im Rahmen des Studiengangs Master of German and Polish Law fortsetzen wollen, sofern sie das bisherige Studium erfolgreich absolviert und eine der Bachelorarbeit vergleichbare Leistung erbracht haben. Als vergleichbare Leistung gilt hier der erfolgreiche Besuch einer Übung für Fortgeschrittene.

 

(3) Studierende, die zum in Abs. 1 genannten Zeitpunkt im Rahmen des Studiums der Rechtswissenschaft an der EUV immatrikuliert sind und das 3. Fachsemester noch nicht beendet haben, können bis zum Ende des laufenden Semesters erklären, dass sie zusätzlich das Studium des Bachelor of German and Polish Law aufnehmen wollen, sofern sie die Voraussetzungen nach § 4 der Studien- und Prüfungsordnung für den Bachelor of German and Polish Law erfüllen.

 

(4) Mit der Aufnahme des Studienbetriebs im Studiengang Bachelor of German and Polish Law erfolgt keine weitere Aufnahme mehr in den bisherigen Studiengang der deutsch-polnischen Juristenausbildung auf der Basis der Übereinkunft der Juristischen Fakultät der EUV und der Fakultät für Recht und Verwaltung der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan (UAM).

 

 § 2
Anrechnung bisheriger Leistungen
 

(1) Die Anträge auf Aufnahme in die Studiengänge Bachelor bzw. Master of German and Polish Law sind gegenüber dem Immatrikulationsamt zu stellen.

 

(2) Nach erfolgter Immatrikulation entscheidet der für die Studiengänge Master bzw. Bachelor of German and Polish Law eingerichtete Prüfungsausschuss anhand einzureichender Belege über die Anerkennung der bisher im Studium erzielten Leistungen. Das Ergebnis wird den Studierenden sodann durch das Prüfungsamt in geeigneter Form bekannt gegeben.

 

§ 3
Abweichende Regelungen
 

Die in § 11 Abs. 3 der Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge Bachelor bzw. Master of German and Polish Law genannten Studienzeiten verlängern sich für Studiengangswechsler nach § 1 dieser Ordnung um jeweils zwei Semester.

 

§ 4
Nachträgliche Anerkennung
 

(1) Absolventen, die im Rahmen der deutsch-polnischen Juristenausbildung an EUV und UAM den Magistergrad an der UAM erworben haben, wird auf Antrag der akademische Grad eines „Bachelor of German and Polish Law“ verliehen.

 

(2) Absolventen, die im Rahmen der deutsch-polnischen Juristenausbildung der EUV und UAM den Magistergrad an der UAM erworben haben, wird auf Antrag der akademische Grad eines „Master of German and Polish Law“ verliehen, wenn sie

 

  1. den Grad eines Magister Legum oder eines Doktors der Rechte an der Juristischen Fakultät der Europa Universität Viadrina erworben oder die Erste Juristische Staatsprüfung bestanden haben, oder
  2. im Verlauf ihres Studiums entweder an zwei mit schriftlichen Arbeiten verbundenen Übungen für Fortgeschrittene oder einem Wahlfachgruppen-Seminar und einer mit schriftlichen Arbeiten verbundenen Übung für Fortgeschrittene mit Erfolg teilgenommen haben, oder
  3. eine mindestens zweijährige vollzeitige Berufstätigkeit im deutsch-polnischen Rechtsverkehr nachweisen; dazu sind vorzulegen:
    1. eine Bestätigung des oder der Arbeitgeber/s in deutscher Sprache, aus welcher Aufgabengebiete, Tätigkeiten und Anteil der Beschäftigung mit deutschem bzw. polnischem Recht hervorgehen,
    2. der oder die Arbeitsverträge,
    3. die Angaben von Referenzen, namentlich von im Rahmen des deutsch-polnischen Rechts betreuten Mandanten,
      oder
  4. eine mündliche Masterprüfung entsprechend § 10 der Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang Master of German and Polish Law vom 14. Mai 2003 nachträglich mit Erfolg ablegen, wobei die Zulassungsvoraussetzungen durch den Erwerb des Magistergrades an der UAM als erfüllt gelten,
    oder
  5. ihre fundierten Kenntnisse des deutschen Rechts durch vergleichbare Leistungsnachweise belegen.

 

§ 5
Verfahren
 

(1) Die Anträge nach § 4 bedürfen der Schriftform und sind spätestens zum 31. De­zem­ber des auf das Inkrafttreten dieser Satzung folgenden übernächsten Jahres zu stellen. Die erforderlichen Nachweise sind durch Originale oder amtlich beglaubigte Fotokopien beizubringen. Die Anträge sind an das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der EUV zu richten.

 

(2) Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuss des jeweiligen Studiengangs, im Fall des § 4 Abs. 2 Nr. 4 nach Maßgabe der Entscheidung einer von ihm einzusetzenden Prüfungskommission.

 

(3) Die Verleihung der Grade erfolgt durch Aushändigung der Bachelor- bzw. Master-Urkunde gemäß § 16 Abs. 1 der Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge Bachelor bzw. Master of German and Polish Law vom 14. Mai 2003. Die Urkunde trägt das Datum der Entscheidung des Prüfungsausschusses, im Falle des § 4 Abs. 2 Nr. 4 das Datum der mündlichen Prüfung.

 

§ 6
Änderung der Magisterprüfungsordnung

 

 

(1) § 2 Abs. 4, § 4 Abs. 7 und § 11 der Magisterprüfungsordnung der Juristischen Fakultät der EUV vom 6. Juli 1994 in der Fassung vom 10. Oktober 2002 werden mit Wirkung zum 31. Dezember des auf das Inkrafttreten dieser Satzung folgenden Jahres aufgehoben; in § 2 wird der bisherige Abs. 5 zum selben Zeitpunkt Abs. 4.

 

(2) Verfahren, in welchen bis dahin bereits die Zulassung erfolgt ist, werden nach altem Recht zu Ende geführt.

 

§ 7
Inkrafttreten

 

Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in den „Amtlichen Bekanntmachungen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)“ in Kraft, sofern zu diesem Zeitpunkt die Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge Bachelor bzw. Master of German and Polish Law vom 14. Mai 2003 bereits in Kraft getreten sind, andernfalls am Tage nach deren Inkrafttreten.

 


 

[1] Die Präsidentin hat ihre Genehmigung mit Verfügung vom 09.02.2004  erteilt.