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Studienordnung für den postgradualen Studiengang "Medien und Interkulturelle Kommunikation"

am Südosteuropäischen Medienzentrum, Sofia, BG1

vom 23.05.2001

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeines
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Spezifik des Studiengangs und Studien- und Berufsziele
§ 3 Zulassung und Anmeldung zum Studium
§ 4 Studienorganisation und -beratung
§ 5 Lehrangebot

II. Struktur und Inhalt des Studienganges
§ 6 Studienumfang und -dauer

III. Leistungsnachweise und Abschlussprüfung
§ 7 Leistungsnachweise
§ 8 Abschlussprüfung

IV. Weitere Bestimmungen
§ 9 Inkrafttreten

Grammatisch maskuline Personenbezeichnungen in dieser Prüfungsordnung sind geschlechtsneutral zu verstehen.

I. Allgemeines

§ 1
Geltungsbereich

Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der Prüfungsordnung Ziele, Inhalte und Verlauf des postgradualen Master-Studiengangs "Master für Medien und Interkulturelle Kommunikation" ("Master of Media Studies and Intercultural Communication" [M.M.S.I.C.]) am Südosteuropäischen Medienzentrum in Sofia, BG. Sie gilt für alle Studenten dieses Studienganges.

§ 2
Spezifik des Studiengangs und Studien- und Berufsziele

(1) Der Studiengang führt zu dem Titel "Master für Medien und Interkulturelle Kommunikation" ("Master of Media Studies and Intercultural Communication" [M.M.S.I.C.]) der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

(2) Ziel des Studiengangs ist die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten für die Arbeit im Medienbereich in multikulturellen Gesellschaften und/oder im internationalen Kontext. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer interkulturellen Mediationskompetenz. Dabei wird davon ausgegangen, dass Medien besondere Möglichkeiten und zugleich eine besondere Verantwortung für die Sicherung von Menschenrechten und Demokratie haben.

Der Studiengang soll einerseits Wissen (hinsichtlich der Terminologie, der Fragestellungen und Methoden) in den Disziplinen Kommunikations- und Medienwissenschaft (einschließlich Medienrecht und Medienökonomie) vermitteln, sowie in den interdisziplinären Forschungsfeldern interkulturelle Kommunikation, Konfliktforschung und Kulturwissenschaftliche Balkanstudien erweitern und vertiefen.

Andererseits soll der Studiengang zur kritischen Reflexion der Aufgaben, Arbeitsweisen, Ziele und Wirkungen der Medien befähigen sowie insbesondere Fertigkeiten zur Konfliktregulierung und Vergangenheitsbewältigung durch die Medien entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Methoden zur Analyse von Texten, Diskursen und Konflikten in größeren Zusammenhängen sowie der Aufbau einer interkulturellen Kompetenz, die die Befähigung zum Perspektivenwechsel und zur Mediation interkultureller Konflikte umfasst.

§ 3
Zulassung und Anmeldung zum Studium

(1) Die Zulassung zum postgradualen Master-Studiengang "Master für Medien und Interkulturelle Kommunikation" setzt ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium voraus. Über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse entscheidet der Prüfungsausschuss.

(2) Vor Beginn des Studiums absolvieren alle Bewerber zur Ermittlung des Vorwissens einen internen Einstufungstest.

(3) Darüber hinaus ist für die Zulassung die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift nachzuweisen. In der Regel ist dazu eine bestandene DSH-Prüfung notwendig. Über die Anerkennung anderer Nachweise entscheidet der Prüfungsausschuss.

(4) Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Anträge auf Zulassung werden im Immatrikulationsamt der EUV oder in der Geschäftsstelle in Sofia, BG, entgegengenommen.

§ 4
Studienorganisation und -beratung

(1) Nach Zulassung zum Studium wird für jeden Bewerber vor Beginn des ersten Semesters eine Studienberatung bei dem verantwortlichen Studienleiter oder dem Koordinator des Studienganges angeboten. Studienleiter und Koordinator bereiten in Absprache mit den Dozenten des Studienganges am Südosteuropäischen Medienzentrum den Semesterplan vor.

(2) In allen Semestern sind Studienleistungen im Umfang von mindestens je 18 SWS gemäß den Angaben in § 6 zu absolvieren.

(3) Wissenschaftlich-fachliche Beratungen sind mit den beteiligten Dozenten individuell zu vereinbaren.

§ 5
Lehrangebot

(1) Das Lehrangebot für diesen Studiengang besteht aus Präsenzphasen in Form von Blocklehrveranstaltungen am Südosteuropäischen Medienzentrum in Sofia, BG.

(2) Darüber hinaus werden Formen multimedialer Wissensvermittlung (in Form von Datenträgern) und internetbasierte Kooperations- und Lernumgebungen angeboten.

II. Struktur und Inhalt des Studienganges

§ 6
Studienumfang und -dauer

(1) Die Regelstudienzeit umfasst 3 Semester, insgesamt mindestens 54 Semesterwochenstunden (SWS).

(2) Der Studiengang ist modular aufgebaut. Im Mittelpunkt des Studienangebotes stehen als Einzelmodule ausgewiesene Schwerpunkte, die die wesentlichen Inhalte der Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie der interkulturellen Kommunikation behandeln.

(3) Die SWS verteilen sich im 1. und 2. Semester wie folgt auf die sechs Module Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Interkulturelle Kommunikation, Balkanologie, Konfliktologie, Medienrecht und -ökonomie:

Module

Unterteilung

Semesterwochenstunden in den ersten 2 Semestern

Kommunikationswissenschaft

Kultursemiotik

3

Pragmatik und Diskursforschung

3

Medienwissenschaft

Mediengeschichte (Schrift und analoge Medien)

3

Öffentlichkeit und Medien (Presse, Radio, Fernsehen, Internet)

3

Interkulturelle Kommunikation

Grundkonzepte der Interkulturellen Kommunikation

3

Interkulturelle Ethik (interkulturelles Verstehen, Kulturschock, Stereotypen)

3

Kulturwissenschaftliche Südosteuropa-Studien

Grundfragen der Südosteuropaforschung (Literatur, Kultur, Kunst)

3

Transformationsprozesse und gesellschaftlicher Wandel nach 1989

3

Konfliktforschung

Grundkonzepte der Konfliktologie

3

Methoden der Konfliktanalyse (Fallstudien zum Problembereich Medien und Konflikte)

3

Medienrecht und -ökonomie

Medienrecht

3

Medienökonomie

3

   

36 SWS

(4) Im 3. Semester verteilen sich die SWS wie folgt:

Module

Unterteilung

Semesterwochenstunden im dritten Semester

Kommunikationswissenschaft

Methoden der kritischen Diskursanalyse

3

Medienwissenschaft

Methoden der kritischen Medienanalyse

3

Interkulturelle Kommunikation

Methoden der interkulturellen Mediation und interkulturelles Training (Praxis)

3

Kulturwissenschaftliche Südosteuropa-Studien

Anthropologie des Alltagslebens auf dem Balkan

3

Konfliktforschung

Medien und Konfliktbewältigung (Tabu- und Vergangenheitsdiskurse

3

Masterkolloquium

Abschlussarbeit und Kolloquium zu Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens

3

   

18 SWS

III. Leistungsnachweise und Master-Prüfung

§ 7
Leistungsnachweise

(1) Leistungsnachweise müssen in allen sechs Modulen erbracht werden. Sie umfassen in der Regel die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit im Umfang von ca. 10-15 Seiten und den Vortrag eines Referates.

(2) Die laut Belegplan erforderlichen Leistungsnachweise eines jeden Semesters müssen bis spätestens zum Beginn des jeweils nächsten Semesters erbracht werden; über Ausnahmen von dieser Regel entscheidet der Prüfungsausschuss.

(3) Pro Leistungsnachweis werden 12 Credit Points vergeben; insgesamt sind in dem Master-Studiengang "Medien und Interkulturelle Kommunikation" 120 Credit Points zu erwerben:

Semester

SWS

Leistungsnachweise

Credit Points

1. Sem.

18

aus drei Modulen

36

2. Sem.

18

aus drei Modulen

36

3. Sem.

18

  • aus Projektphase und vertiefendem Kolloquium
  • Abschlussarbeit
  • Mündliche Prüfung

18
15
15

Summe

54

 

120

§ 8
Master-Prüfung

Die Meldung zur Master-Prüfung erfolgt gemäß § 6 und 7 der Prüfungsordnung. Die Master-Prüfung besteht aus zwei Komponenten:

  1. Einer schriftlichen Abschlussarbeit, deren Umfang in der Regel 40 Seiten nicht übersteigen sollte. Die Themenstellung erfolgt gemäß § 7 Abs. 2 der Prüfungsordnung.
  2. Einer ca. 30minütigen mündlichen Prüfung aus den Bereichen der sechs Module.

IV. Weitere Bestimmungen

§ 9
Inkrafttreten

Diese Studienordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) in Kraft.

1Die Präsidentin hat mit Verfügung vom 27.02.2002 ihre Genehmigung erteilt.