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Gleichstellung an der Viadrina

Projekte

Seit Herbst 2018 nimmt die Viadrina am Diversity-Auditierungsverfahren des Stifterverbandes teil.

Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die daran teilnehmenden Hochschulen selbst entscheiden, welche inhaltlichen Ziele sie innerhalb des zweijährigen Auditierungsverfahren erreichen wollen. Die Viadrina hat für sich zwei Hauptziele identifiziert:

  1. Um gleiche Zugangs- und Erfolgschancen unabhängig von sozialen zugeschriebenen Merkmalen gewährleisten zu können, bedarf es der Identifizierung von Diskriminierungspotenzialen, mithin der Untersuchung von Strukturen und Prozessen.
  2. Im Rahmen einer Organisationsentwicklung geht es um die Entwicklung  einer familienfreundlichen und diversitätssensiblen Lern-, Lehr-, Wissenschafts- und Arbeitskultur.

Mit diesen Zielen wird deutlich, dass wir innerhalb des Verfahrens den Fokus sowohl auf Studierende als auch auf Mitarbeitende richten.

Mehr Informationen zu dem Diversity Audit finden Sie auf den Seiten der Stabstelle Diversity Management 

Die Europa-Universität Viadrina beteiligt sich weiterhin erfolgreich am Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder. Nachdem in der zweiten Programmphase drei Professuren (je eine pro Fakultät) gefördert werden konnten, hat die Viadrina erneut die Möglichkeit, für bis zu drei Professuren Fördermittel zu erhalten. Aktuell wird eine W3-Professur für Kulturphilosophie/Philosophie der Kulturen gefördert.

Über das Professorinnenprogramm kann die Viadrina derzeit folgende gleichstellungsfördernden Maßnahmen umsetzen und finanzieren:

  • Anschubstipendien für weibliche Promovierende der Kulturwissenschaftlichen Fakultät
  • Kofinanzierung verschiedener Gleichstellungsmaßnahmen der Viadrina, darunter das Viadrina Mentoring und das Familienbüro

Mehr Informationen zum Professorinnenprogramm finden Sie hier.

2020 lud die Abteilung Chancengleichheit alle Mitarbeiterinnen der Universität zu der "Fortbildungsreihe für Frauen* - Professionell(er) arbeiten und sich entwickeln“ ein. Bei insgesamt fünf Workshops ging es um:

  • Gender Communication
  • Mutig Entscheidungen treffen – Herausforderungen und Stress gut meistern
  • Finanzen für Frauen – Grundlagen der Geldanlage
  • Resilienz und Burnout-Profilaxe
  • Wirkungsvolle Kommunikation im virtuellen Raum

Seit Ende 2018 gibt es Unisex-Toiletten auf dem Campus der Viadrina. Die Unisextoiletten sind für alle nutzbar, unabhängig vom Geschlecht. Sie sind zusätzlich zu den Toiletten, die als Männer- oder Frauen-WCs ausgewiesen sind, vorhanden. 

Die Unisex-Toiletten befinden sich an folgenden Standorten:

  • Hauptgebäude (HG): EG -Toiletten bei den Schließfächern vor der Bibliothek
  • Audimax-Gebäude (AM): 2. OG – Toilette neben dem Fahrstuhl
  • Gräfin-Dönhoff-Gebäude (GD): EG – barrierefreie Toilette mit Wickeltisch
  • August-Bebel-Straße (AB): 1. OG – barrierefreie Toilette mit Wickeltisch
  • Logenhaus (LH): UG – barrierefreie Toilette
  • Collegium Polonicum (CP) – EG zwischen Raum 17 und 18
  • CP-Bibliothek – 3. OG
  • Zwei der Unisex-Toiletten verfügen über einen Wickeltisch (GD und AB) und drei der Toiletten sind barrierefrei (GD, AB, LH).

Weitere Informationen zu den Unisex-Toiletten finden Sie hier.

Zwischen November 2020 und Februar 2021 lud die Abteilung Chancengleichheit Student*innen der Viadrina zu Online-Workshops rund um die Themen Sprachgebrauch, Selbstbestimmung und Geschlechterfragen im und außerhalb des Hochschulkontexts ein. Bei den insgesamt drei Workshops mit Franzsika Dickmann von der Initiative Vulva im Dialog ging es um:

- Kulturgeschichte der weiblichen* Sexualität

- Geschlechterrollen an der Universität

- Sprache und Kommunikation über Sexualität und Genitalien in der Familie

Über bevorstehende Veranstalungen der Abteilung Chancengleichheit finden Sie hier stets aktuelle Informationen. 


Die Viadrina hat sich mit ihrem vom Senat und Präsidium verabschiedeten Gleichstellungskonzept unter anderem zum Ziel gesetzt, eine geschlechtersensible Sprache anzuwenden. Dieser Sprachgebrauch soll darauf hinwirken, dass sich möglichst alle Mitglieder der Universität angesprochen und vertreten fühlen.

Am 5. Oktober 2016 hat das Präsidium der Viadrina eine Empfehlung mit passenden Formulierungen für den Hochschulalltag beschlossen, um eine gewisse Einheitlichkeit innerhalb der Universität zu gewährleisten.

Aufbauend auf diesem Beschluss haben das Gleichstellungsbüro und das Schreibzentrum den Leitfaden (↓.pdf) herausgegeben. Mit dieser Handreichung möchten wir eine Einführung in das Thema geben und verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, geschlechtersensibel zu formulieren.

Für Studierende haben wir außerdem in der Studienbegleiter*in (↓.pdf) eine kurze Übersicht zu Varianten geschlechtersensibler Sprache zusammengestellt.

Ausführlichere Informationen finden sie hier.

Welche Spuren haben Frauen in unserer Stadt hinterlassen, wie haben sie Stadtgeschichte gestaltet? Im öffentlichen Raum erinnern Gedenktafeln, Denkmäler und Straßennamen an herausragende Persönlichkeiten der Geschichte, meistens jedoch an Männer. Denn bis heute ist Geschichtsschreibung dominiert von männlichen Akteuren. Wertvolles historisches Wissen über das Engagement und Wirken von Frauen gerät dadurch in Vergessenheit.

Frauen haben die Stadt zwar zu allen Zeiten mitgestaltet, sie tauchen jedoch im Stadtbild viel seltener auf. Das studentische Projekt Frauenorte machte es sich im Wintersemester 2014/2015 zur Aufgabe Frauen, die in der Stadt gewirkt haben, (wieder) zu entdecken und sichtbar zu machen. Es enstand eine Auswahl von 14 Frauen aus 5 Jahrhunderten, die emanzipatorisch auf politischem, wissenschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet tätig waren. Durch die Kennzeichnung von Orten, die mit diesen Frauen historisch verbunden sind, soll die männlich geprägte Erinnerungskultur im Stadtbild in Frage gestellt und um bisher ausgeblendete Perspektiven erweitert werden. Das studentische Projekt Frauenorte in Frankfurt (Oder) wurde anlässlich der 25. Brandenburgischen Frauenwoche „Weite Wege zur Gerechtigkeit“ 2015 in Form eines Stadtspaziergangs vorgestellt.

Der Stadtspaziergang und die Begleitbroschüre bieten die Möglichkeit, sich auf eine Entdeckungstour durch spannende Lebensgeschichten bedeutender Frauen aus Frankfurt (Oder) und Słubice zu begeben.

Das Projekt FrauenOrte knüpft an das Projekt Frauenorte im Land Brandenburg an. Mehr Informationen und Broschüren auf deutsch und polnisch gibt es auf der Website des Projekts.