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Gleichstellung an der Viadrina

Geschlechtervielfalt an der Viadrina

Bibo_88 ©Heide FestAn der Europa-Universität Viadrina studieren und arbeiten mehrere tausend Menschen, mit unterschiedlichen Identitäten und Hintergründen. Dazu gehört auch die Vielfalt von Geschlechtern wie z.B. trans* Frauen oder inter* Personen, abinäre Personen oder cis-dyadische Frauen und Männer (die im folgenden verwendeten Begriffe können Sie übrigens in unserem Glossar nachschlagen).

Für trans* und inter* Personen ergeben sich häufig besondere Herausforderungen im Alltag, weil Menschen in ihrem Umfeld nicht immer angemessen, mitunter diskriminierend reagieren, weil Unklarheit über rechtliche Regelungen herrscht oder weil beispielsweise ein Outing die Person vor neue Situationen stellt.
Noch immer sind sowohl Bildungswege als auch Arbeitskontexte häufig nicht sensibilisiert für geschlechtliche Vielfalt. Das führt nicht selten dazu, dass Personen ihre Ausbildung abbrechen oder gar nicht erst in weiterführende Bildungskontexte gelangen. Auch im Arbeitsleben ist mangelnde Sensibilisierung für (geschlechtliche) Vielfalt, ein wichtiger Grund, warum inter* und trans* Personen deutlich schwerer eine Anstellung finden.

Die Viadrina möchte dem entgegenwirken und durch Unterstützungsangebote, Beratung, diskriminierungsarme Zugänge und Hilfestellung z.B. bei der Änderung von Dokumenten, aber auch durch Weiterbildung der Mitarbeitenden dem Gleichstellungsauftrag gerecht werden.  Die Gleichstellungsbeauftragten an der Viadrina unterstützen die Gleichstellung aller Geschlechter und streben daher explizit die Förderung und Unterstützung von inter* und trans* Personen an der Hochschule an.

Die Viadrina bemüht sich, ihre Dokumente und Verfahren fortlaufend so anzupassen, dass sie den Bedarfen von trans* und inter* Personen entgegenkommen, d.h., dass ein respektvoller Umgang gewährleistet wird, ein ungewolltes Outing vermieden wird und geschlechtsbezogene Daten oder Ansprachen dort vermieden werden, wo sie nicht (rechtlich) zwingend erforderlich sind. Das Präsidium der Viadrina hat daher am 16.09.2019 folgenden Beschluss zum Umgang innerhalb der Verwaltung und bei administrativen Aufgaben in Forschung und Lehre mit trans* und inter* Personen gefasst, der die Änderung des Personenstandsgesetzes von 2018 aufgreift.