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Gleichstellung an der Viadrina

Projekte

... ist ein kommunalpolitisches Empowerment-Programm für Studentinnen

Deutschland 2021: Frauen fehlen in der Politik, ihr Anteil in den Parlamenten ist teils sogar rückläufig. Das gilt besonders für die kommunale Ebene. Der Frauenanteil in den Stadt- und Gemeinderäten liegt bei ca. 25 Prozent. Vielfältiger als die Parlamente sind die Gründe für das fehlende Engagement junger Frauen: Zeitaufwand, Anspruch, Zweifel.

Im gemeinsamen Projekt mit der Europa-Universität Viadrina, der Universität Leipzig & der Stadt Leipzig - Referat für Gleichstellung von Frau und Mann setzen wir uns für mehr junge Frauen in der Kommunalpolitik ein. Das Programm zeigt den Teilnehmerinnen, wie sie in der Kommunalpolitik aktiv werden können und unterstützt sie dabei, kommunalpolitische Strukturen und Möglichkeiten der Einflussnahme kennenzulernen, um so spannende Eindrücke im „Herzstück“ der deutschen Demokratie zu sammeln. 

Es umfasst Workshops/Trainings, Teambuilding und Peer-Coaching, Austausch mit Helene Weber-Preisträgerinnen und Kommunalpolitikerinnen in der Region sowie „Shadowing“ von Politikerinnen (Begleitung/Hospitation) sowie eigene Mikroprojekte der Teilnehmerinnen. Mehr Informationen zum Programm gibt es hier.

2020 lud die Abteilung Chancengleichheit alle Mitarbeiterinnen der Universität zu der "Fortbildungsreihe für Frauen* - Professionell(er) arbeiten und sich entwickeln“ ein. Bei insgesamt fünf Workshops ging es um:

  • Gender Communication
  • Mutig Entscheidungen treffen – Herausforderungen und Stress gut meistern
  • Finanzen für Frauen – Grundlagen der Geldanlage
  • Resilienz und Burnout-Profilaxe
  • Wirkungsvolle Kommunikation im virtuellen Raum

Zwischen November 2020 und Februar 2021 lud die Abteilung Chancengleichheit Student*innen der Viadrina zu Online-Workshops rund um die Themen Sprachgebrauch, Selbstbestimmung und Geschlechterfragen im und außerhalb des Hochschulkontexts ein. Bei den insgesamt drei Workshops mit Franzsika Dickmann von der Initiative Vulva im Dialog ging es um:

- Kulturgeschichte der weiblichen* Sexualität

- Geschlechterrollen an der Universität

- Sprache und Kommunikation über Sexualität und Genitalien in der Familie

Über bevorstehende Veranstalungen der Abteilung Chancengleichheit finden Sie hier stets aktuelle Informationen. 

Von 2018 bis 2021 nahm die Viadrina am Diversity-Auditierungsverfahren des Stifterverbandes teil.

Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die daran teilnehmenden Hochschulen selbst entscheiden, welche inhaltlichen Ziele sie innerhalb des zweijährigen Auditierungsverfahren erreichen wollen. Die Viadrina hat für sich zwei Hauptziele identifiziert:

1. Um gleiche Zugangs- und Erfolgschancen unabhängig von sozialen zugeschriebenen Merkmalen gewährleisten zu können, bedarf es der Identifizierung von Diskriminierungspotenzialen, mithin der Untersuchung von Strukturen und Prozessen.

2. Im Rahmen einer Organisationsentwicklung geht es um die Entwicklung  einer familienfreundlichen und diversitätssensiblen Lern-, Lehr-, Wissenschafts- und Arbeitskultur.

Mit diesen Zielen wird deutlich, dass wir innerhalb des Verfahrens den Fokus sowohl auf Studierende als auch auf Mitarbeitende richten.

Mehr Informationen zu dem Diversity Audit finden Sie auf den Seiten der Stabstelle Diversity Management 

Welche Spuren haben Frauen in unserer Stadt hinterlassen, wie haben sie Stadtgeschichte gestaltet? Im öffentlichen Raum erinnern Gedenktafeln, Denkmäler und Straßennamen an herausragende Persönlichkeiten der Geschichte, meistens jedoch an Männer. Denn bis heute ist Geschichtsschreibung dominiert von männlichen Akteuren. Wertvolles historisches Wissen über das Engagement und Wirken von Frauen gerät dadurch in Vergessenheit.

Frauen haben die Stadt zwar zu allen Zeiten mitgestaltet, sie tauchen jedoch im Stadtbild viel seltener auf. Das studentische Projekt Frauenorte machte es sich im Wintersemester 2014/2015 zur Aufgabe Frauen, die in der Stadt gewirkt haben, (wieder) zu entdecken und sichtbar zu machen. Es enstand eine Auswahl von 14 Frauen aus 5 Jahrhunderten, die emanzipatorisch auf politischem, wissenschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet tätig waren. Durch die Kennzeichnung von Orten, die mit diesen Frauen historisch verbunden sind, soll die männlich geprägte Erinnerungskultur im Stadtbild in Frage gestellt und um bisher ausgeblendete Perspektiven erweitert werden. Das studentische Projekt Frauenorte in Frankfurt (Oder) wurde anlässlich der 25. Brandenburgischen Frauenwoche „Weite Wege zur Gerechtigkeit“ 2015 in Form eines Stadtspaziergangs vorgestellt.

Der Stadtspaziergang und die Begleitbroschüre bieten die Möglichkeit, sich auf eine Entdeckungstour durch spannende Lebensgeschichten bedeutender Frauen aus Frankfurt (Oder) und Słubice zu begeben.

Das Projekt FrauenOrte knüpft an das Projekt Frauenorte im Land Brandenburg an. Mehr Informationen und Broschüren auf deutsch und polnisch gibt es auf der Website des Projekts.