Konferenzen und Sommerschulen

Teaching BIDS Konferenz 2026

Lehrer*innenkonferenz für PASCH- und DSD-Schulen vom 15.-17. April 2026

Teaching BIDS bringt Deutschlehrkräfte aus PASCH- und DSD-Schulen zusammen, um aktuelle
Herausforderungen im Unterricht zu diskutieren, praxisnahe Impulse zu erhalten und den
Austausch mit der Viadrina zu stärken.

Die Konferenz richtet sich an Deutschlehrkräfte an PASCH- und DSD-Schulen weltweit sowie Multiplikator*innen im Auslandsschulwesen. Die Anmeldung ist bis zum 31. März 2026 möglich.

Sprache: Deutsch
Ort: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)


Materialismus / Materialität: Kulturtheoretische und sozialphilosophische Ansätze

Internationale Tagung und Promovierenden-Workshop, 16. und 17. April 2026

Internationale Tagung und Promovierenden-Workshop im Rahmen des deutsch-französischen Doppelmasters „Philosophie und Kulturwissenschaften“. 

Kaum ein Begriff ist umkämpfter und lässt sich weniger auf einen Nenner bringen als der des Materialismus. Er besitzt viele Bedeutungsdimensionen, ist mit revolutionären Forderungen verknüpft und umfasst weit zurückreichende philosophiegeschichtliche Traditionen. In den letzten Jahrhunderten galt in der Philosophie der Gegensatz zwischen Idealismus und Materialismus. Während der Idealismus glaubte, Ideen bewahrten oder veränderten die Welt, sagte der Historische Materialismus: »Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein.« Doch ist die kategorische Trennung zwischen Stoff und Form, Körper und Geist, Materialismus und Idealismus nicht ihrerseits idealistisch? Welche Zukunft hat der Begriff des Materialismus in seinen unterschiedlichen Spielarten und Programmatiken?

Mit dem Material Turn hat zudem die Frage nach der Materialität in den letzten Jahrzehnten eine enorme kulturwissenschaftliche und philosophische Aufwertung erfahren, vor allem im Neo-Materialismus. Die Berücksichtigung an/organischer Materialität beruht auf der Idee, dass Materie weder »träge« noch »tote Masse« sei, sondern über eine eigene Wirkmächtigkeit verfüge. Wie wirkt sich dies auf kulturelle Praktiken, wie auf ontologische Modelle aus? Die Tagung wird historische und aktuelle Spielarten heterogener Materialismen aufgreifen. Sie leistet zugleich eine Bestandsaufnahme für den seit sechs Jahren existierenden deutsch-französischen Doppelmaster »Philosophie und Kulturwissenschaften«, der an der Europa-Universität Viadrina und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne angeboten wird.

Keynote-Speaker sind Judith Revel und Sergio Bologna. Die öffentlichen Vorträge werden von Lehrenden beider Partner-Universitäten gehalten. Ein begleitender Promovierenden-Workshop gibt Einblick in aktuelle Projekte wissenschaftlicher Forschung und Qualifizierung.

Ort: Centre Marc Bloch, Friedrichstr. 191, Berlin-Mitte

Sprachen: Deutsch und Französisch


DOING DEMOCRACY: Civil Society and Academia Across Borders

Vernetzungsevent vom 23. bis 24. April 2026

Die Europa-Universität Viadrina und das sozialwissenschaftliche Institut der SWPS-Universität Warschau laden gemeinsam zum Vernetzungsevent DOING DEMOCRACY nach Frankfurt (Oder) und Słubice ein. Zwei halbe Tage voller Impulse, Dialog und Networking – über die deutsch-polnische Grenze hinweg. Mit DOING DEMOCRACY schaffen die Europa-Universität Viadrina und das Zentrum für Demokratieforschung der SWPS-Universität einen Raum, in dem Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam an der Zukunft der Demokratie arbeiten. Demokratie zu fördern und zu analysieren, ist dringlicher und mitunter schwieriger geworden. Gerade deshalb braucht es Räume, in denen NGOs und Wissenschaft gemeinsam Wissen teilen, Bedarfe ermitteln, sich gegenseitig stärken und nachhaltig neue Formen der Zusammenarbeit gestalten.

Das Event richtet sich an Organisationen, die sich für politische Bildung, Community Building, demkratische Partizipation, Menschenrechtsschutz, Extremismusprävention und / oder gesellschaftlichen Zusammenhalt iim Osten Deutschlands einsetzen. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Erfahrungen und Anliegen einzubringen, neue Impulse zu gewinnen und Partner*innen zu finden, die ähnliche Ziele verfolgen – über Arbeitsfeld- und Ländergrenzen hinweg.

Im Mittelpunkt des Networking-Events stehen Dialog und Austausch: Vereine, Bündnisse, Initiativen, Forschende und Studierende präsentieren ihre Arbeit und Anliegen vorab in einem vorgegebenen einfachen Posterformat. Auf Grundlage der Themen werden Arbeitsgruppen gestaltet. So entstehen thematische Gesprächsräume, in denen sich Erfahrungen aus Praxis und wissenschaftlicher Perspektiven treffen – etwa zu Fragen demokratischer Resilienz, gesellschaftlicher Teilhabe oder Engagement im ländlichen Raum.

Die Teilnahme ist kostenlos und wird unter anderem über die Europeam Reform University Alliance (ERUA), die Europa-Universität Viadrina, die SWPS- Universität Warschau, das Land Brandenburg und die Stadt Frankfurt(Oder) gefördert.

Call for Posters & Participation:
Anmeldung bis zum 8. März 2026 über das Anmeldeformular und die Einreichung eines Posters an doing.democracy@europa-uni.de (Postervorlage zum Download hier verfügbar).

Ort: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Collegium Polonicum Słubice


Communicating (with) Non-Humans

Conference, 11 and 12 June 2026

From voice assistants and generative AI to the evolving relationships between humans and their animal companions, language-based communication with non-humans is becoming an increasingly common feature of the everyday. In response, we are seeing a surge in research from linguistics to philosophy to the social sciences, investigating the meanings, quandaries, and realities of this new communicative terrain. This conference aims to build a bridge between the predominantly distinct fields of human–animal and human–machine communication in order to jointly investigate the similarities and differences in our communicative practices when languaging with non-human others.

The conference is organized by the DFG-funded Emmy Noether research group “Posthumanist linguistics? Communicative practices between humans, animals, and machines” (team: Prof. Dr Miriam Lind (PI), Marlén Jacobshagen, Hannah Sawall).

Venue: European University Viadrina Frankfurt (Oder), Germany

Language: English 


Fake News Festival

Festival mit Workshops, Talks und wissenschaftlichen Perspektiven – offen für alle, 18.–20. Juni 2026

Das Fake News Festival bringt Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zusammen, um Desinformation, Künstliche Intelligenz und die Zukunft unserer Informationsgesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. In Keynotes, Vorträgen und Workshops diskutieren Expert:innen aus Forschung, Medien, Politik und Zivilgesellschaft, wie KI die Entstehung und Verbreitung von Fake News verändert, welche Risiken und Chancen damit verbunden sind und wie wir digitale Manipulation besser erkennen und ihr begegnen können.

Das Festival richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie Desinformation entsteht, warum sie wirkt – und welche Rolle KI dabei spielt. Ziel ist es, Wissen zugänglich zu machen, Debatten anzustoßen und Raum für Austausch, Fragen und neue Ideen zu schaffen.

Das Festival kann auch mit Schulklassen oder Gruppen besucht werden.

Ort: Europa-Universität Viadrina, Collegium Polonicum, diverse Orte in der Doppelstadt


The European System of Human Rights Protection - Council of Europe, EU, OSCE

Summer School, 6. bis 17. Juli 2026

Diese Summer School wird sich speziell und ausschließlich mit dem europäischen System zum Schutz der Menschenrechte beschäftigen. Obwohl es in Europa zahlreiche Sommerkurse und andere spezielle Studienprogramme zum Menschenrechtsschutz gibt, konzentriert sich dieser Kurs auf eine integrierte Behandlung der verschiedenen europäischen Systeme und der spezifisch europäischen Fragen des Menschenrechtsschutzes, d.h. auf wichtige Fragen, die für über vierzig europäische Länder mit unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systemen relevant sind. Der Gegenstand umfasst daher den Menschenrechtsschutz im Rahmen der Systeme des Europarats (Europäische Menschenrechtskonvention und Europäische Sozialcharta), der Europäischen Gemeinschaft, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (Helsinki-Vereinbarungen) sowie, soweit relevant, den Schutz auf der universellen Ebene des Völkerrechts. Die Behandlung der materiellen Regime und ihrer spezifischen Rechtskataloge erfolgt vor dem Hintergrund einer Betrachtung der philosophischen, historischen, politischen, ökonomischen und soziologischen Aspekte der Menschenrechte und schließt praktische institutionelle Fragen wie Beschwerdeverfahren sowie Entwicklungen etwa im Bereich der 'Neuen Rechte' ein.

Praktische und aktuelle Fragen, wie der Schutz der Menschenrechte in Kriegs- oder Unruhesituationen, werden ebenfalls behandelt.

Dieser umfassende Kurs wurde von einer engagierten Gruppe erfahrener Expert*innen und Dozierenden von Universitäten aus elf europäischen Ländern organisiert und wird von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (Deutschland) koordiniert. Die anderen teilnehmenden Institutionen sind die Universitäten Poznań (Polen), Barcelona (Spanien), Rotterdam (Niederlande), Aberystwyth, Milton Keynes, Lancaster (Vereinigtes Königreich), Bochum (Deutschland), Maribor, Kranj (Slowenien), Szeged (Ungarn), Wien und Salzburg (Österreich).

Ort: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Sprache: Englisch


COME TOGETHER II. Geschichtsvermittlung interdisziplinär

Save the Date: Konferenz, 10.–12. September 2026

Partizipation - Chancen, Herausforderungen und Grenzen einer demokratischen Vermittlungspraxis

Die interdisziplinäre Tagung thematisiert Ziele, Inhalte, Methoden und Formen der partizipativen Geschichtsvermittlung. Teilnehmende sind Vertreter*innen der Geschichtsdidaktik und Public History, der Museumspädagogik / Bildung und Vermittlung im Museum, der Gedenkstättendidaktik sowie der Archivpädagogik. Die Tagung findet vorbehaltlich einer Finanzierung statt. Anmeldungen sind ab April 2026 möglich.

Die Tagung wird vom Netzwerk Zeitgeschichte (SBG, HU Berlin, ZZF), der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte, dem Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.. sowie dem Viadrina Center of Polish and Ukrainian Studies (VCPU) organisiert.

Nähere Informationen folgen im April 2026 oder können unter netzwerk@stiftung-bg.de erfragt werden.

Ort: Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und Collegium Polonicum in Słubice


Abteilung für Hochschulkommunikation